So nah waren sich rote und braune Gewalt in Buchenwald
Die Vorstellungen des Lagers entsprechen nicht der historischen Realität. Muss man die Geschichte noch einmal von vorn erzählen?
Rebecca Heiler ist neu an der Spitze. Aber das Wiesbadener Filmfestival Go East kennt sie seit vielen Jahren. Jetzt will sie Bewährtes stärken und eigene Akzente setzen. Am 21. April geht es los.
Die Vorstellungen des Lagers entsprechen nicht der historischen Realität. Muss man die Geschichte noch einmal von vorn erzählen?
Eine verstörende Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors geht der Frage nach, was die Deutschen über den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wussten.
20 Porträts, 20 Schicksale, eine Schule als Erinnerungsort: Die Ausstellung „Gegen das Verbrechen“ ist auf dem Schulhof der Schillerschule zu sehen.
Ein Rentner beleidigt den Kanzler – prompt ermittelt die Polizei. Der Fall wirft wieder einmal die Frage nach den Grenzen des Sagbaren auf. Gehören sämtliche Beleidigungsdelikte auf den Prüfstand?
Täter, Opfer, Nachgeborene: Die Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ im Frankfurter Museum für Kommunikation schaut auf die Reste der NS-Zeit und ermuntert zum Fragen.
António José Seguro hatte sich vor Jahren frustriert aus der Politik zurückgezogen. Nun wird der eher farblose Sozialist mit einem Rekordergebnis neuer Präsident.
Kollaboration bleibt ein Tabu: Polnische Politiker und deutsche Beamte verhinderten meine Berliner Buchvorstellung. Dass meine Fachkollegen Andrea Löw und Stephan Lehnstaedt mir ihre Solidarität entziehen, überrascht mich leider nicht.
Der umstrittene Verein „Jüdische Stimme“ ruft am Auschwitz-Gedenktag in Frankfurt zu einer Mahnwache für Gaza auf. Nicht nur die Polizei fragt sich: Relativieren die Aktivisten den Holocaust?
Zum Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erinnert Frankfurt an die Sinti und Roma in der Stadt. Die Resonanz ist groß.
Die Hüllen, in denen unser Leben stattfindet: Architektur und ihre Bilderwelten in einer Ausstellung in der Karlsruher Kunsthalle. Zwischen Piranesis Phantasien und Delaunays Farbarchitekturen entfaltet sich ein Panorama unserer gebauten Träume.
Zum 100. Geburtstag des Filmemachers Claude Lanzmann macht das Jüdische Museum Berlin erstmals das Audio-Archiv zu Lanzmanns epochalem Dokumentarfilm „Shoah“ zugänglich.
Mit dem neuen Gedenkstättenkonzept des Bundes legt Kulturstaatsminister Weimer sein erstes Projekt mit eigener Handschrift vor. In einem wesentlichen Punkt unterscheidet es sich vom Entwurf seiner Vorgängerin Claudia Roth.
Susanne Siegert klärt bei Tiktok und Instagram über den Holocaust und NS-Verbrechen auf. Wie gelingt ihr der Spagat zwischen Aufmerksamkeit und Pietät? Und was macht sie besser als die Bildungsinstitutionen?
Tomio Okamura hat seinen Weg in der Politik mit rassistischen Provokationen gemacht. Nun soll er in der Tschechischen Republik Parlamentspräsident werden.
Stuttgart ist eine klassische Einwanderungsstadt, die Integrationspolitik war schon vor zwanzig Jahren vorbildlich. Doch Probleme mit dem Stadtbild gibt es auch hier, und das Sicherheitsgefühl nimmt ab.
Seit dem 1. Oktober 1950 prägt der Bundesgerichtshof nicht nur das Recht, sondern auch den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland. Ein Rückblick auf zentrale Urteile und ihre Wirkung.
Eine anstrengende Kindheit voller Optionen: Güner Yasemin Balci zeichnet ein scharf konturiertes Bild von Neukölln und warnt vor einem Rassismus der niedrigen Erwartungen.
Der Germanist Klaus Siewert entreißt das Lakonische, die Sprache der Viehhändler, dem Vergessen. Heute wird sie nur von wenigen beherrscht. Berührungspunkte gibt es mit dem Rotwelschen.
Eine AfD-Politikerin hat auf dem bekannten Weingut Schloss Proschwitz ein Video für den Wahlkampf in Meißen gedreht. Ohne Genehmigung, klagen nun die Eigentümer – und verlangen, die Bilder zu löschen.
In Ludwigshafen war die AfD zuletzt stärkste Kraft. Bei der Wahl im September aber darf ihr Kandidat nicht antreten. Wie kann das sein?
Ein mobiler Wasserspielplatz erfrischt die Besucher noch bis 17. August. Wiesbaden baut einen festen Spielplatz bis 2026.
Seit 30 Jahren verlegt der Künstler Gunter Demnig seine Stolpersteine, die an Opfer des NS-Regimes erinnern. In einem alten Bauernhof im Vogelsbergkreis arbeitet der Bildhauer an der Zukunft seines Projekts – und stellt die Kunst aus, die ihn zu seinen Gedenksteinen brachte.
Vor zehn Jahren stand die Burgweide-Schule auf der Hamburger Elbinsel kurz vor der Schließung. Heute kann von dieser vielleicht heterogensten Lehranstalt Deutschlands jeder etwas lernen.
Vor zehn Jahren stand die Burgweide-Schule kurz vor der Schließung. Dann führten Strukturprogramme zu einer Durchmischung der Schülerschaft. Heute kann von dieser vielleicht heterogensten Schule Deutschlands jeder etwas lernen.
Noch immer sind die deutschen Verbrechen an der polnischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg hierzulande vielen unbekannt. Der neue Gedenkstein für die polnischen Opfer in Berlin kann deshalb nur ein Anfang sein.
Die Kritik am Beauftragtenwesen geht fehl: Es gibt Posten, die sich der Staat durchaus etwas kosten lassen darf – die wirklich überflüssigen kosten meist kaum etwas.
Aus der Perspektive der Opfer: Stefanie Schüler-Springorum über den Umgang mit Verfolgten unter dem NS-Regime in Westdeutschland.
Kaum wurde die kluge Ausstellung zur früheren Zwangsarbeitsanstalt in Leipzig eröffnet, ist ihre Zukunft schon wieder ungewiss – weil bereits zugesagte Landesmittel ausbleiben.
Die Holocaustüberlebende Margot Friedländer ist gestorben. In hohem Alter war sie von Amerika nach Deutschland zurückgekehrt – nicht als Anklägerin, doch als Mahnerin und Anwältin der Menschlichkeit. Im Januar vergangenen Jahres hat sie uns ihre Geschichte erzählt.
An kaum einem Autor lässt sich so viel deutsche Geschichte ablesen wie an Nico Rost. Als vor achtzig Jahren das Konzentrationslager Dachau befreit wurde, war er unter den Überlebenden. Später sorgte er dafür, dass die Erinnerung an die Verbrechen nicht erlischt.
Trump wirft Selenskyj vor, die Friedensgespräche zu gefährden. Holocaust-Überlebende und ehemalige Gaza-Geiseln laufen von Auschwitz nach Birkenau. Und Erdbebenforscher befürchten weitere heftige Erdstöße in Istanbul. Der F.A.Z. Newsletter.
Kein Kunstgenuss ohne die passende Lektion: Ausstellungen sollen unsere Anschauung immer häufiger in genau die Bahnen lenken, die den Kuratoren opportun erscheinen. Folgerichtig wird das Urteil nicht mehr dem Betrachter überlassen.
Seine Kunst ist extrem und bissig in jeder Hinsicht: Ein Atelierbesuch in Madrid bei Santiago Sierra, dem wohl umstrittensten Künstler der Gegenwart.
„So hat es damals auch angefangen“: In Weimar wird der Befreiung des KZ Buchenwald vor 80 Jahren gedacht. Alt-Bundespräsident Christian Wulff spricht auch über die aktuelle politische Situation im Land.
Auch die schwarz-rote Koalition will den Kampf gegen „Hass und Hetze“ vorantreiben. Der Tatbestand der Volksverhetzung soll verschärft werden. Opfer könnte die Meinungsfreiheit sein.