Die wahre Tiefe der Schuld
Joseph Ratzinger hat nach seiner Zeit in München viel unternommen, um den Missbrauch in der katholischen Kirche zu bekämpfen. Zu spät, zu wenig? Sein Motiv war vor allem ein theologisches. Ein Gastbeitrag.
Joseph Ratzinger hat nach seiner Zeit in München viel unternommen, um den Missbrauch in der katholischen Kirche zu bekämpfen. Zu spät, zu wenig? Sein Motiv war vor allem ein theologisches. Ein Gastbeitrag.
Die Ampelkoalition hat den Bürgern eine „kindersensible“ Politik versprochen. Wie sich Bundestag und Bundesregierung der sexualisierten Gewalt gegen Kinder entgegenstellen werden, ist ein wichtiger Prüfstein. Aber nicht der einzige. Ein Gastbeitrag.
Jean-Luc Brunel soll junge Mädchen für den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kontaktiert haben. Die Justiz ermittelte gegen ihn wegen Vergewaltigung von Minderjährigen und wegen sexueller Nötigung.
Die Vorstellung, Sex sei eine rein private Angelegenheit, ist illusorisch: Die Philosophin Amia Srinivasan entwirft eine politische Kritik des Begehrens in Zeiten von #MeToo und Internetpornografie.
Frauen in Ecuador dürfen künftig legal abtreiben. Aber nur, wenn sie vergewaltigt wurden oder ihr Leben in Gefahr ist.
Zwölf Jahre nach der Enthüllung des Missbrauchs-Skandals am Canisius-Kolleg in Berlin hat die katholische Kirche ihre Glaubwürdigkeit nicht zurückgewonnen: Ein Gespräch mit Pater Klaus Mertes SJ, dem Zeugen der ersten Stunde.
Wissenschaftler werteten von der Weltgesundheitsorganisation WHO erhobene Daten aus 161 Ländern aus. Betroffen seien auch bereits sehr junge Mädchen und Frauen zwischen 15 und 19 Jahren.
„Katholische“ Richter verhängten milde Strafen gegen Pädokriminelle, Strafverfolger gaben Hinweise auf bevorstehende Ermittlungen. Ein Richter in Köln macht es endlich anders.
Es verdichten sich die Indizien dafür, dass die Personalverantwortlichen des Erzbistums Köln weitere Missbrauchstaten eines Priesters hätten verhindern können. Das Ausmaß der Taten übersteigt die Zahl der zunächst angeklagten Delikte um ein Vielfaches.
Wo ist die Empirie? Martin Mosebach widerspricht der gängigen Erklärung für den Missbrauchsskandal der katholischen Kirche.
Der Rückhalt der Königsfamilie für Prinz Andrew wird immer weniger. Jetzt soll er laut einem Medienbericht die royale Familie und Grundstücke meiden.
In Portugal will die Bischofskonferenz reinen Tisch machen. Für die Untersuchung des sexuellen Missbrauchs öffnet sie ihre Diözesanarchive. So weit ist Spaniens Kirche noch lange nicht.
Das Model wurde zum zweiten Mal Mutter, Missbrauchsvorwürfe gegen Snoop Dogg werden laut, und Kanye West hofft auf eine Versöhnung mit Kim Kardashian – der Smalltalk.
Enttäuscht bis entrüstet: Das sind die meisten Reaktionen auf einen Brief Benedikts XVI., in dem er sich für Fehler im Umgang mit Missbrauchsopfern entschuldigt. Nur sein Privatsekretär springt ihm bei.
In Italien wird interessiert verfolgt, wie sich die deutsche Kirche mit der Untersuchung von Missbrauchsfällen quält. Im eigenen Land hat die Kirche eine systematische Aufarbeitung bisher gescheut.
Vor einem Jahr erschütterte der Vergewaltigungsvorwurf einer Parlamentsmitarbeiterin ganz Australien. Nun richtet sich der Premierminister an das mutmaßliche Opfer.
Opferorganisationen in Deutschland kritisierten die Formulierungen scharf.
Nicht jeder Fakten-Check ist ein Lügen-Check: Der emeritierte Papst Benedikt äußert sich zu seinem Fehler in der Missbrauchsdebatte.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat zentrale Vorwürfe im Münchner Missbrauchsskandal zurückgewiesen. In einer Ordinariatssitzung zu einem Priester im Jahr 1980 sei es weder um dessen Missbrauchstaten noch dessen geplanten seelsorgerischen Einsatz im Münchner Erzbistum gegangen, hieß es in einer vom Vatikan veröffentlichten Erklärung seiner Berater.
Der frühere Papst bestreitet, „wissentlich und willentlich“ die Unwahrheit gesagt zu haben. Seine Aussage, dass er als Münchner Erzbischof am 15. Januar 1980 nicht an der Ordinariatssitzung teilgenommen habe, sei ein Irrtum gewesen.
Aus Protest gegen den Umgang der Kirche mit sexuellem Missbrauch setzt die Aschaffenburger Pfarrgemeinde Maria Geburt an drei Sonntagen den Gottesdienst aus – und öffnet den Kirchenraum stattdessen für die Berichte von Betroffenen.
Das Land Hessen will Kinder und Jugendliche durch mehr Aufklärung vor sexuellem Missbrauch schützen – mit einer Änderung im Schulgesetz und neuem Unterrichtsmaterial.
Oliver Koch ist Pfarrer für Weltanschauungsfragen. Im Interview spricht er über neureligiöse Bewegungen wie Shincheonji, die Gefahren, die von ihnen in der Pandemie ausgehen und Parallelen zu den Querdenkern.
Im Missbrauchsskandal um den Sexualverbrecher Jeffrey Epstein soll Prinz Andrew nun unter Eid vor einem Zivilgericht aussagen – bis jetzt streitet er alle Vorwürfe ab.
Angesichts des Missbrauchsskandals fordert die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, drastische Veränderungen in der katholischen Kirche. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter mahnt eine zügige Aufarbeitung an.
Beim Synodalen Weg wird auch über Missbrauch debattiert. Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz verweist auf das Erreichte – dennoch hagelt es Kritik.
Der Prälat Lorenz Wolf hat sich für seine Rolle im Missbrauchsskandal im Bistum München und Freising im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks entschuldigt. Den Vorsitz des Gremiums gibt er nicht ab. Das fordert Kritik heraus.
Der Münchner Erzbischof war schon früh in die „Lügen“-Strategie Benedikts eingebunden und hat sie noch befördert – obwohl er das Gegenteil behauptet.
Die CDU diskutiert über das „C“ im Parteinamen. In der Schweiz ist es bereits weggefallen. Dabei gibt es gute Gründe, am Bezug zum Christentum festzuhalten.
In Spanien war die Zeitung „El País“ die treibende Kraft hinter der Aufarbeitung, die die Kirche ausbremste. Jetzt machen der Vatikan und die Politiker Druck. Und die Justiz fordert alle Akten an.
Ein Video sorgt für Aufsehen in China: Man sieht darin eine Frau, die an ihrem Hals festgekettet worden ist. Es soll sich um eine Mutter von acht Kindern handeln, die psychisch krank ist.
Ein Regierungssprecher sagt, man werde die Aufarbeitung nicht allein der Kirche überlassen.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, ermahnt den emeritierten Papst Benedikt. Der Passauer Bischof Oster indes verteidigt ihn.
Wie der SPD-Innenpolitiker das Thema sexualisierte Gewalt aus der Tabuzone holen will und was eine „Kultur des Hinsehens“ in der Politik bedeuten kann, erläutert Lars Castellucci im Interview.
Der Limburger Bischof Georg Bätzing traut dem emeritierten deutschen Papst ein Schuldeingeständnis zu. Das könne aber an den Beratern von Joseph Ratzinger scheitern, die nicht immer die besten seien.