„Wir sind keine Sowjetrepublik mehr“
Lettlands Parlament stimmte überraschend für den Ausstieg aus einem internationalen Gewaltschutzabkommen. Das soll nun noch einmal überdacht werden.
Lettlands Parlament stimmte überraschend für den Ausstieg aus einem internationalen Gewaltschutzabkommen. Das soll nun noch einmal überdacht werden.
Die jüngste Betroffene war 15, die älteste 83 Jahre alt: Ein Physiotherapeut hat über Jahre hinweg Patientinnen sexuell missbraucht. Dafür wurde er vom Landgericht Rostock verurteilt.
Schauspielerin Blake Lively wirft Justin Baldoni sexuelle Belästigung beim Dreh von „Nur noch ein einziges Mal“ vor. Er reagierte mit einer Gegenklage wegen Verleumdung. Die wurde abgewiesen und jetzt auch formal beendet.
Linke Demokraten stilisieren die Bürgermeisterwahl in New York zu einer Richtungsentscheidung. Dabei ist sie für die Partei von eher geringer Aussagekraft.
Akribisch recherchiert, erzählerisch clever arrangiert: Christoph Weigold, Sash Bischoff und Mathijs Deen legen neue Bücher vor, die sich lohnen.
Frauen sollten sich im öffentlichen Raum „so selbstverständlich bewegen können wie Männer“, sagt Justizministerin Hubig. Heimliche voyeuristische Aufnahmen sollen deshalb strafbar werden.
Die CDU Sachsen-Anhalt stellt sich für die Landtagswahl auf. Haseloff fordert „Speed“ angesichts hoher AfD-Umfragewerte. Und eine Frau wagt und gewinnt eine Kampfkandidatur.
Zohran Mamdani, Favorit im Rennen um das Bürgermeisteramt in New York, polarisiert. Seine Anhänger setzen große Hoffnung in ihn, Gegner Andrew Cuomo warnt vorm Ausbruch des Sozialismus. Eindrücke aus der Stadt in den Tagen vor der Wahl.
Seit zwei Wochen diskutiert das Land darüber, ob Merz' Aussage zum Stadtbild rassistisch oder realistisch ist. Im F.A.Z. Podcast für Deutschland diskutieren Feuilleton-Herausgeber Jürgen Kaube und Politik-Redakteurin Livia Gerster.
MeToo hat vieles verändert – und vieles verzerrt. Welche Fälle konnten in Deutschland aufgeklärt werden und wo beginnt die moralische Selbstgerechtigkeit?
Stuttgart ist eine klassische Einwanderungsstadt, die Integrationspolitik war schon vor zwanzig Jahren vorbildlich. Doch Probleme mit dem Stadtbild gibt es auch hier, und das Sicherheitsgefühl nimmt ab.
Die Lust auf Sex gehört zu jedem Menschen und jeder Beziehung dazu – so denken viele. Die asexuelle Autorin Maria Popov sieht das anders. Ein Gespräch über Scham, Feminismus – und Männer, die erwarten, dass Frauen ihr Begehren befriedigen.
Wer wie Friedrich Merz die Folgen unkontrollierter Einwanderung beim Namen nennt, bekommt Dresche. Doch selbst Grüne halten die Empörungsrituale für einen Fehler.
Wie viele Missbrauchsopfer war auch Virginia Giuffre bereits in ihrer Kindheit und Jugend sexueller Gewalt ausgesetzt. In ihrer postum veröffentlichten Autobiographie schildert sie ihr Martyrium, das sie bis zu Jeffrey Epstein führte.
Bei den Donaueschinger Musiktagen mussten sich wenige gute Werke gegen viel Murks behaupten. Und leider geht der Intelligenz-Vergleich zu Ungunsten der komponierenden Frauen aus.
Die Stuntfrau Devyn LaBella wirft Costner vor, sie zu einer unangekündigten Vergewaltigungsszene gezwungen zu haben. Ihre Klage wollte der Hollywoodstar abweisen lassen, doch das Gericht sieht das anders.
In Luca Guadagninos Film „After the Hunt“ spielt Julia Roberts eine Philosophie-Dozentin mit dunklem Geheimnis. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als eine ihrer Studentinnen von einem Kollegen sexuell missbraucht wird.
Im Bundestag ringt die Koalition um den Wehrdienst und die Rente. Die EU-Kommission legt ihren Aufrüstungsfahrplan vor. Und: Julia Roberts im Kino. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Zur Frankfurter Buchmesse 2025: die Suada aus dem FAS-Feuilleton. Mit Drachen, Drohnen, dem Kulturstaatsminister – und einem Känguru.
Entwicklungspolitik +++ Fall Herdecke +++ Pläne gegen „Catcalling“
Bradley Wiggins gewann die Tour de France und holte fünf Goldmedaillen bei Olympia. Nach der Karriere begann sein Absturz. In einem Buch berichtet er nun über seine schlimme Zeit.
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. Was hat das mit unserer Gesellschaft zu tun? Das fragt, ausgehend vom Pelicot-Prozess, die französische Philosophin Manon Garcia.
Eine Bombendrohung, mehrere Sperrungen wegen Überfüllung: Die diesjährige Wiesn war nicht gewöhnlich. Die Zahlen der üblichen Straftaten blieben aber durchschnittlich. Und das Fundbüro meldet einen kuriosen Fund.
Die ARD-Serie „Naked“ handelt von Sex, Sexsucht, Abhängigkeit, der Sehnsucht nach Rausch und dem Wunsch nach Sicherheit. Das geht nicht so ganz auf.
Iván Fischers "Don Giovanni" +++ Vermögensverteilung +++ Epochaler Rang der „Wiener Klassik“
Weil zu viele Gäste auf dem Gelände waren, wurden am Samstag die Eingänge zum Oktoberfest vorübergehend gesperrt. Nun hagelt es Kritik – die Zwischenbilanz der Polizei fällt dennoch überwiegend positiv aus.
Das sogenannte Catcalling ist Alltag auf deutschen Straßen – und ein unterschätztes Problem. Aber muss es dafür ein neuer Straftatbestand sein?
Eine junge Frau filmt ihren Wiesn-Besuch live, als sie von einem Mann bedrängt wird: Er fasst ihr an Schulter und Hüfte – und lallt ihr eine eindeutige Anzüglichkeit entgegen.
Die Polizei zieht Bilanz nach dem ersten Tag auf dem Oktoberfest. Es wurden fünf sexuelle Belästigungen angezeigt – und ein Hitlergruß.
Die Taliban verbieten Inhalte von und für Frauen an afghanischen Universitäten. Auch Werke über Menschenrechte, Politik und sexuelle Belästigung stehen auf dem Index.
Staatschef Tokajew kritisiert Frauen für ihr angeblich skandalöses Verhalten. Die sind empört. Aktivistinnen werfen ihm vor, Gewalt gegen Frauen zu verharmlosen.
Mit Sonja Eichwede (SPD) sprechen wir über den Vorschlag ihrer Partei, einen neuen Straftatbestand für sogenanntes „Catcalling“ einzuführen. Und es geht um die neue SPD-Richterkandidatin für Karlsruhe, Sigrid Emmenegger.
Verführung ist kein körperlicher Gewaltakt: Der Dirigent Iván Fischer übt mit seiner Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ in Budapest Kritik an der gängigen Praxis von Opernregie. Im Dezember kommt die Produktion nach Baden-Baden.
Seitdem Maxim Billers Roman „Esra“ verboten wurde, ist es üblich geworden, vor der Veröffentlichung juristisch auf Nummer sicher zu gehen. Was passiert, wenn Büchern der Prozess gemacht wird.
1964 wehrte Choi Mal Ja sich gegen einen sexuellen Übergriff – und erhielt eine härtere Strafe als ihr Angreifer. Nun ist die Südkoreanerin rehabilitiert worden.
Nicht jede Grenzüberschreitung ist ein Fall für die Justiz. Das wäre nicht nur das Ende der Justiz, sondern auch der Kommunikation.