Manchmal wird wegprofessionalisiert, wo Anteilnahme geboten ist
Im Diakoniecafé des Schwarzwaldorts Lahr stranden Menschen nach herben Schicksalsschlägen. Die Mitarbeiter schauen hin, wo andere lieber wegsehen
Im Diakoniecafé des Schwarzwaldorts Lahr stranden Menschen nach herben Schicksalsschlägen. Die Mitarbeiter schauen hin, wo andere lieber wegsehen
Kaum noch jemand will ehrenamtlicher Bürgermeister werden – wenig zu sagen, dafür Beleidigungen und Bedrohungen. Unsere Autorin Mona Jaeger hat einen von ihnen gefragt, warum er sich das trotzdem antut. Eine Reportage aus dem vergangenen September.
Haare schneiden für den guten Zweck: Ehrenamtliche Friseure des Vereins „Barber Angels“ helfen Obdachlosen, indem sie ihnen kostenlos einen Bart- oder Haarschnitt anbieten. Bundesweit sind rund 300 „Friseur-Engel“ im Einsatz.
Ehrenamtliche Helfer sind gefragt. Allein in Frankfurt gibt es mehr als 400 „offene Stellen“. An diesem Wochenende wird geholfen, sie zu besetzen. Es gibt aber auch noch andere Wege.
Der Paritätische Gesamtverband kritisiert, dass Berufssoldaten freie Fahrten bekommen. Besser sollten junge Menschen in Freiwilligendiensten kostenlose Tickets erhalten, die für „400 Euro im Monat echten Einsatz für unser Gemeinwesen leisten“.
Der Trend bei Freiwilligendiensten in Hessen ist rückläufig. Mehrere Träger können ihre Stellen nicht besetzen. Die Bundesregierung will Freiwilligendienste attraktiver machen.
In Deutschland gibt es Hunderttausende, die sich als Trainer und Übungsleiter musikalisch, sportlich oder sozial in Vereinen engagieren. Der Fiskus unterstützt das.
Plattformen gibt es für alles: Ferienwohnungen und One-Night-Stands. Nur wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, ist oft noch im analogen Zeitalter unterwegs. Zwei Gründer wollen das ändern.
Anonym und jederzeit - in Gesprächen mit der Telefonseelsorge finden viele Menschen Halt und Zuflucht. Meist sind es Ehrenamtliche, die ihnen ein offenes Ohr schenken. Doch das Interesse an dieser Arbeit nimmt ab.
Werner Patzelt erforscht Parteien nicht nur, er berät sie auch. Einige Kollegen und seine Universität werfen ihm vor, das nicht gut zu trennen – zum Beispiel bei der Erforschung von Pegida. Andere meinen: Das macht die Forschung doch besser.
In den fünf Frankfurter Oxfam-Geschäften verkaufen nur Ehrenamtliche Gebrauchtes. Nun sucht die Hilfsorganisation dafür Nachwuchs. Doch nicht jeder ist auch geeignet, wie Shop-Referentin Marion Fuchs berichtet.
In Österreich sind sehr viele Menschen ehrenamtlich tätig. Während der heftigen Schneefälle in den letzten Tagen hat sich der Freiwilligendienst bewährt.
1751 Menschen haben in Hessen zuletzt als „Bufdi“ gearbeitet. Das waren weniger Frauen und Männer im Freiwilligendienst als im Jahr zuvor.
Auch wenn sich die Politik mehr freiwilliges Engagement wünscht: Die Zahl der Menschen im Bundesfreiwilligendienst, der den Zivildienst abgelöst hat, stagniert. Jetzt gibt es viele Ideen, wie er attraktiver werden könnte.
Zwischen 15 und 30 Millionen Deutsche engagieren sich ehrenamtlich und unentgeltlich. Doch nicht jedes Ehrenamt ist gleichermaßen beliebt – manche Bereiche könnten deutlich mehr Hilfe gebrauchen.
Mehr Plätze, bessere Förderung, ein Fahrkartenzuschuss: Mit einem neuen Konzept will Familienministerin Franziska Giffey mehr Jugendliche für ein freiwilliges Jahr gewinnen.
Die Absolventen von Deutsch als Fremdsprache sind als Integrationshelfer gefragt. Die Politik erwartet viel von ihnen – ohne Gegenleistung.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will den Bundesfreiwilligendienst stärken – und jungen Menschen einen Platz garantieren. Doch Trägerverbände warnen: Viele könnten sich ein freiwilliges soziales Jahr gar nicht leisten.
Die Debatte um die Dienstpflicht zeigt: Gutverdienende Akademikerfamilien nutzen das freiwillige soziale Jahr gerne und würden einen Pflichtdienst begrüßen. Für die, die wenig Geld haben, ist er außer Reichweite.
Viele Flüchtlingshelfer sehen sich vom Staat in ihren Vorhaben behindert – dabei füllen sie nach eigener Ansicht eine Lücke, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.
Vor drei Jahren bekamen Flüchtlingshelfer für ihre Arbeit viel Anerkennung. Heute ernten sie oft Kritik. Und mancher Helfer scheiterte im Lauf der Zeit an seinen Erwartungen.
Wer in seiner Freizeit ein Ehrenamt ausübt, kann damit nicht nur anderen helfen und einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Wenn er es richtig anstellt, muss er auf seine Entgelte keine Steuern bezahlen.
Ehrenämter sind nicht nur etwas für Senioren. Sie passen auch erstaunlich gut zwischen Vorlesungen und Klausuren. Und können einiges fürs Berufsleben bringen.
Wer ein Ehrenamt übernimmt, bekommt in Frankfurt nach längerer Zeit Urkunde und Plakette. Aber nicht in jedem Fall: Warum eine Republikaner-Politikerin in Frankfurt nicht für ihre ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet wurde.
Jahrelang leitete Frank-Jürgen Weise die Bundesagentur für Arbeit, danach das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Jetzt hat er einen neuen Job – zumindest ehrenamtlich.
Eltern klagen über Schulstress ihrer Kinder, Pädagogen über mangelnde Empathie und alle Experten über zu viel Zeit vor dem Smartphone. Trotzdem gibt es Jugendliche, die sich engagieren.
Das Ehrenamt ist super für eitle Pöstchenjäger. Kassenwart des Bärlauchvereins? 3. Stellvertreter des 2. Vorsitzenden? Oder Elternvertreter in der Schule? Da ist für jeden Karrierehungrigen etwas dabei!
Die Republik debattiert über die Wiedereinführung der Wehrpflicht, da bringt die Spitzenkandidatin der Grünen eine andere Idee ins Spiel, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken.
Nach dem Abitur arbeiten viele Jugendliche in afrikanischen Ländern in Waisenhäusern als Helfer oder bauen Schulen auf. Das schadet oft mehr, als dass es nutzt.
„Voluntourismus“, die Verbindung von Freiwilligenarbeit und Tourismus, ist umstritten. Kritiker sehen sie als eine neue Form des Kolonialismus. Was steckt hinter dieser milliardenschweren Industrie?
Der ehrenamtliche Stadtrat Adolf Kannengießer soll in Eschborn die Stadtentwicklung ankurbeln. Er spricht über Versäumnisse und die Aufgaben, die abgearbeitet werden sollen.
Es gibt viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Aber nur wenige wissen auch, wie sie diesen Wunsch umsetzen können.
Franz Beckenbauer wollte mehr sein als Fußballstar, Lichtgestalt und WM-Beschaffer: Er wollte sich in moralische Sphären erhöhen. Die Doppelrolle ist am Ende angelangt.
In Hessen gehen 42 Prozent der Bürger einem Ehrenamt nach. Es ist gut und richtig, wenn die Stadt Frankfurt ihre Arbeit würdigt. Doch warum opfern so viele Zeit und Kraft?
Wer in Kalkutta Hilfe braucht, geht zu Mutter Teresas Missionarinnen. Im Sterbehaus pflegen die Schwestern Greise oder Schwerverletzte - und Freiwillige aus aller Welt helfen ihnen dabei. Ein Erlebnisbericht.
Vor einem Monat zündete ein Syrer eine Bombe im bayerischen Ansbach. Getötet hat er nur sich selbst, doch sein Ziel waren auch andere. Seitdem ist die Stimmung in der Stadt anders.