Wie man das Wesen des Balletts einfängt
Hier wirft jemand neues Licht auf die Fragen der Kanonbildung: Alexei Ratmanskys unfassbar schöne „Coppélia“ an der Mailänder Scala ist schon jetzt historisch.
Hier wirft jemand neues Licht auf die Fragen der Kanonbildung: Alexei Ratmanskys unfassbar schöne „Coppélia“ an der Mailänder Scala ist schon jetzt historisch.
Der Weihnachtszirkus des Zirkus Carl Busch auf dem Festplatz am Ratsweg gehört wie der Christbaum vor dem Römer mittlerweile fest zur Frankfurter Weihnacht. Die Gäste bestaunen neben aufregender Jonglage ebenso eine Flugshow.
Netflix zeigt das Finale von „The Crown“. Die Serie wollte zeigen, was die britische Monarchie ausmacht. Am Ende wirkt sie wie eine Karikatur.
Der Mann ist mit Cellist und Schlagzeuger wie geschaffen für einen Club: Pohlmann spielt bestens aufgelegt in der Brotfabrik, glänzt an der Gitarre und erweist sich als lustiger Conférencier.
Luca Francesconi hat der charismatischen Geigerin ein Violinkonzert gewidmet, dessen überbordende Klangmittel befremden.
Das Ziel ist ernst, der Weg humorvoll: Claudia Bauer inszeniert mit ihrem famosen Ensemble die „Ursonate“ von Kurt Schwitters am Deutschen Theater in Berlin. In hinreißender Balance.
Ein Bus voller Tiere, tapfere Mädchen und eine Zauberersaga in einem Band: Die passenden Kinderbücher unter den Weihnachtsbaum zu legen ist keine leichte Aufgabe. Unser Autor stellt eine Auswahl vor, mit der man nichts falsch machen kann.
Auch der Babo singt am liebsten Playback: Der Rapper Haftbefehl feiert mit Kollegen, Fans und Familie in der Frankfurter Jahrhunderthalle in seinen Geburtstag hinein.
Die unheilige Familie: Der Rostocker „Polizeiruf 110“ handelt sehr unweihnachtlich von traumatisierender Gewalt und der Flucht in Drogen und Realitätsverweigerung.
Eine gewisse Eitelkeit ist beruflich salonfähig. Schwierig wird es, wenn sie in die Gefallsucht abgleitet.
Alexei Ratmanskys „Coppélia“ an der Mailänder Scala ist die Ballettpremiere des Jahres. Jérôme Kaplan, Ausstatter der Produktion, die am Wochenende Premiere feiert, spricht über die Zusammenarbeit.
Eine narzisstische Mutter kreist nur um ihre eigenen Bedürfnisse. Töchter und Söhne, die davon betroffen sind, arbeiten sich oft ein Leben lang daran ab. Doch man kann lernen, sich abzugrenzen.
Der Dirigent Iván Fischer und das Budapest Festival Orchestra geben seit Jahren Synagogenkonzerte und beleben die alte Bildungsinitiative OMIKE neu.
Deutschlands größter Kulturneubau ist beschlossen: In der Debatte über Neubauten des Schauspiels und der Oper in Frankfurt hat sich das Stadtparlament für die Variante „Kulturmeile“ entschieden. Sie wird mehr kosten als die Elbphilharmonie in Hamburg.
In Moskau feiert eine riesige Schau Russlands „Errungenschaften“ – pünktlich zur Präsidentenwahl. Bei der Verkündung seiner abermaligen Kandidatur inszeniert sich Putin als Oberbefehlshaber.
Was Menschen wirklich wollen, kann man nicht per Therapie, sondern nur im Kino rauskriegen: „Eileen“ mit Anne Hathaway und Thomasin McKenzie ist mehr als ein Thriller.
Der „Great Christmas Circus“ feiert seine zehnte Saison in Frankfurt – mit preisgekrönten Künstlern, Pferden, Papageien und Livemusik.
Ein ständiges Scheitern, der Musik gerecht zu werden: In Dresden findet Choreograph Johan Inger keinen überzeugenden Zugang zu Tschaikowskys „Schwanensee“.
Vom Sachsenhäuser Hippodrom ins Herz der Messestadt: Das internationale Festhallen-Reitturnier steht für ein halbes Jahrhundert Reitsport-Geschichte in Frankfurt.
Das Rhythmusspektakel „Stomp“ hat seit seiner Premiere im Sommer 1991 nichts von seiner Kraft verloren. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt warum.
Der Parfüm-Influencer Jeremy Fragrance wirbt neuerdings für Rechtsextreme. Der „Flügel“ der AfD verbucht das als „metapolitischen Erfolg“. Der Kulturkampf ist in vollem Gange.
„Die Katze auf dem heißen Blechdach“ ist eins der bekanntesten Stücke von Tennessee Williams. In Deutschland wird es selten gespielt. Jetzt hat Anne Lenk das Familiendrama am Deutschen Theater inszeniert.
Ein Hochamt der schwarzen Kunst: Das Museum Folkwang in Essen zeigt Meisterwerke der Druckgrafik aus Paris – von Miró, Chagall und Picasso bis zu David Lynch.
Zum traditionellen Chanukka-Fest haben sich hunderte Menschen unter dem Riesen-Leuchter vor der Alten Oper versammelt.
Narges Mohammadi bekommt in Abwesenheit den Friedensnobelpreis verliehen. Ihre Kinder verlesen in ihrem Namen eine Rede – in der die Aktivistin die westlichen Staaten kritisiert.
Der Kelkheimer Evgenij Voznyuk und seine Frau Motsi Mabuse engagieren sich seit vielen Jahren für Afrika und die Ukraine. Nun wurde Voznyuk dafür geehrt.
Geboren in Mönchengladbach wanderte Joseph Pilates in den 1920er-Jahren nach New York aus und feierte dort mit dem von ihm entwickelten Körpertraining Riesenerfolge. Nun wäre Pilates 140 Jahre alt geworden.
Seit 150 Jahren fertigt die Schuhmanufaktur Diamant im Taunus Schuhe, die in der ganzen Welt verkauft werden. Der Familienbetrieb produziert ein gewaltiges Angebot – in Handarbeit.
Riesige Schmetterlinge, leuchtende Strichmännchen und all das zwischen den alten Bäumen des historischen Gartens: In Frankfurt ist wieder Zeit für die „Winterlichter“.
Der Regisseur Jan Schmidt-Garre liest Freud, hört Rachmaninow singen und ist fasziniert von Paul Preciados Filmessay „Orlando“
Mit einem seiner Lieder Abschied nehmen von Shane MacGowan: „The Body of an American“ erzählt von einer Totenwache. Aber auf einer irischen Beerdigung ist das letzte Wort erst gesprochen, wenn die Whiskeyflaschen leer sind.
Es war einer der größten Popskandale: Simon Verhoeven hat die Geschichte von Milli Vanilli verfilmt. Der Fall steht sinnbildlich dafür, wie im Popgeschäft schon immer weiße Männer von der Arbeit schwarzer Künstler profitiert haben.
Das „cresc...“- Festival für aktuelle Musik stellt im Februar 2024 neue Kompositionen und verwandte Kunstformate vor: Fadenspiele lautet diesmal das Motto.
Für die Eintracht soll und muss im DFB-Pokal gegen Saarbrücken alles anders werden als zuletzt in der Bundesliga. Frankfurts Trainer Dino Toppmöller setzt dabei auf seine erfahrenen Spieler.
Dschenin gilt als Brennpunkt des Westjordanlands. Für viele Palästinenser ist es die Bastion des Widerstands, für die israelische Armee eine Hochburg des Terrorismus.
Vor zwei Jahren kannte den Westberliner Rapper Ski Aggu kaum wer. Durch „Friesenjung“ mit Otto Waalkes hat sich das endgültig geändert. Jetzt rappt er von siebenstelligen Beträgen auf dem Sparkassenkonto. Was steckt hinter seinem Erfolg?