Propaganda für die Interessen des Staates
Der Zar war gerecht, und an der Revolution hatten Bankiers, Reformer und die Presse Schuld. Das lehrt der vom Patriarchen gesegnete Geschichtspark in Moskau und sechzehn weiteren Städten.
Der Zar war gerecht, und an der Revolution hatten Bankiers, Reformer und die Presse Schuld. Das lehrt der vom Patriarchen gesegnete Geschichtspark in Moskau und sechzehn weiteren Städten.
„Wer war Ingeborg Bachmann?“ heißt die neue Biographie von Ina Hartwig. Die Schriftstellerin wird hier nicht mehr als Opfer stilisiert, viele Bachmann-Mythen werden entzaubert.
Die Zeitgenossen in den New Yorker Auktionen bei Christie’s, Sotheby’s und Phillips heizen die Stimmung an. Es gibt kühle Blue Chips – dazu als Gäste einen verträumten Leonardo und einen feurigen Ferrari.
Die Golfstaaten lieben Megaprojekte. Von heute an ist der Louvre Abu Dhabi für das Publikum geöffnet. Das Emirat lässt sich das spektakuläre Museum Hunderte Millionen Dollar kosten.
Koma-Schauen auf der Messe „Paris Photo“: dichte Hängungen in zahlreichen Kojen fordern die Konzentrationsfähigkeit heraus, die Besucher kommen dennoch in Scharen.
Die fünfte Kolonne der sechsten Säule: Die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ attackiert den Journalisten Edwy Plenel als Komplizen von Tariq Ramadan. Der Angegriffene fühlt sich an die NS-Zeit erinnert.
Auf Kroatiens größtem Friedhof herrscht, so sagt der Verwalter, eine friedliche Koexistenz der Konfessionen und Klassen. „Weil der Tod nicht fragt“, erklärt er
In der ausverkauften Frankfurter Festhalle heizt die Chemnitzer Band Kraftklub ihren Fans ordentlich ein. Auf seinem Platz hält es an diesem Abend niemanden.
Doderers „Die Strudlhofstiege“ gehört zu den Höhepunkten deutschsprachiger Literatur im zwanzigsten Jahrhundert. Im Audio Verlag erscheint jetzt die ungekürzte Lesung von Peter Simonischek aus dem Jahr 1996.
Ausstellungen in Düsseldorf und Bottrop zeigen Axel Hüttes Fotografien vom seinem Frühwerk bis heute. Die frühen Porträts sind dabei eine besondere Wiederentdeckung.
Schämen sollen sie sich: Die Ausstellung im neuen Haus der Europäischen Geschichte ist nicht nur fehlerhaft, sondern der Idee einer gemeinsamen Identität sogar abträglich. Ein Gastbeitrag.
Im Grand Palais in Paris findet aktuell eine Ausstellung über das Lebenswerk des Modefotografen Irving Penn statt. Und es zeigt sich einmal mehr: Penn konnte so viel mehr noch als Modefotografie. Er konnte alles.
Diesmal führen Fernand Léger und – wieder einmal – Vincent van Gogh: Ein Blick in das New Yorker Angebot mit Impressionismus und Moderne bei Christie’s und Sotheby’s.
Jil Sander, die eine der führenden Modemarken schuf, ist wieder da. Die große Ausstellung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zeigt, dass ihr Design schon deswegen nicht altert, weil es zeitlos ist.
Nie war die Schriftstellerin mit solcher Genugtuung Richterin: Petra Morsbachs großartiger Roman „Justizpalast“ erzählt von der Liebe zwischen einer Frau und der Rechtspflege.
Gedenken wird nicht nur „von oben“ inszeniert, sondern auch „von unten“ gestaltet. Beide Prozesse sind eng aufeinander bezogen und miteinander verflochten. Dieses komplexe Wechselspiel versuchen die Autorinnen und Autoren eines Sammelbandes für den 9. Mai als Gedenktag des Kriegsendes 1945 in fünf Ländern des postsozialistischen Europas (Belarus, Deutschland, Estland, Russland, Ukraine) vor allem mit Hilfe ethnographischer Forschungsmethoden zu analysieren.
Entzauberung des Mythos Anita Rée: Die Hamburger Kunsthalle widmet der Malerin eine umfassende Retrospektive. Sie zeigt das Schaffen einer vielfältigen, neugierigen und intellektuellen Künstlerin.
Den Kirchen gelingt es unter modernen Bedingungen kaum noch, Menschen zu gewinnen. Es ist höchste Zeit für eine neue Form des Glaubens.
Fast über Nacht entstand vor bald 200 Jahren in der Wiener Akademie eine Gemäldegalerie von höchstem Rang. Jetzt sind einige ihrer bedeutendsten Werke in der Kunsthalle Würth zu sehen.
Die Internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, Joanne Liu, ermahnt den Westen in der Flüchtlingsfrage. Optimistisch und zäh kämpft sie für mehr Menschlichkeit.
In Berlin sind Porträts aus China zu sehen. Selbst für den, dem dieses Land egal ist, hält diese Ausstellung genug Stoff bereit – auch zum Nachdenken darüber, was Kunst alles ist.
Karneval, Varieté, Artisten, Clowns: Die Bremer Kunsthalle zeigt das „Welttheater“ von Max Beckmann – auch als einen Akt der Selbstbehauptung.
Zweiundzwanzig Stunden im Kreis des Zauberers: Eine neue Edition des Hörverlags versammelt Ton- und Filmdokumente von Thomas Mann und erstmals auch von der ganzen Familie.
Warum schweigen Frauen, wenn sie sexuell belästigt wurden? Sie täten es nicht, wenn sie daran glauben würden, dass es einen anderen Weg gäbe, den Launen der Männer ohne Beschädigung zu entgehen. Ein Gastbeitrag.
Nur Wirtschaftsmacht war gestern. Jetzt will Chinas Präsident Xi Jinping das Land zur Weltmacht führen. In Chinas KP herrscht ein Klima der Angst.
Das Bild eines gewilderten Nashorns ist zum Wildlife-Foto des Jahres gekürt worden, weil es symbolhaft für eines der grausamsten und unnötigsten Verbrechen an der Natur steht. Ähnlich beeindruckend sind die Fotos, die nicht gewonnen haben.
Chinas Nationalismus wird dieses Jahrhundert prägen. Warum Xi Jinping das geschickter macht als Donald Trump und was sonst noch wichtig wird, lesen Sie im FAZ.NET-Countdown.
Der Reportagecomic blüht, und die beiden jüngsten Beispiel dafür widmen sich demselben Thema: der Flüchtlingskrise. Doch unterschiedlicher als Olivier Kugler und das spanische Journalisten-Duo Carlos Spottorno und Guillermo Abril kann man die Sache auf den ersten Blick kaum angehen. Auf den zweiten allerdings …
Ein RAF-Film ohne Baader-Meinhof-Komplexe: Dominik Graf fragt im „Tatort“ auf ungewöhnliche Weise nach den Grenzen staatlichen Tuns. Es geht um einen V-Mann und eine Frau mit terroristischer Vergangenheit.
Kurz vor ihrem Parteitag kündigen Chinas Kommunisten an, ihre Statuten zu ändern – und könnten Staatschef Xi Jinping mit noch mehr Macht ausstatten. Der KP-Führer hätte dann die Möglichkeit mit einer jahrzehntelangen Tradition zu brechen.
Das Sahti-Bier in Finnland wird heute noch mit einfachsten Mitteln wie in Urzeiten erzeugt. Der Craft-Brauer Sebastian Sauer ist seiner Spur gefolgt und hat im Baltikum noch eine andere Rarität kennengelernt.
Yasmina Reza sagt von sich selbst: „Die Literatur hat mir nichts beigebracht, oder: sie hat mir alles beigebracht“. Im F.A.Z.-Interview spricht die Schriftstellerin über die Lektüren ihres Lebens – und eine unverständliche Algebra-Aufgabe.
Die Widersprüche in Helmut Kohls Leben arbeitet der Berliner Journalist und Zeithistoriker Ralf Georg Reuth gekonnt heraus: Prinzipientreu hielt der Bundeskanzler – trotz der Zusammenarbeit mit dem Unrechtsstaat DDR – am Ziel der Wiedervereinigung fest.
Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln zeigt Tintorettos Frühwerk auf brillante Weise neu. Seine Restaurierung führt zu einem Farbschock für unsere Sfumato-Sehgewohnheiten.
Die Frankfurter Buchmesse ist Anlass, die Schränke nach Sport-Neuerscheinungen zu durchforsten. Der „Almanach 365 Players’ Birthday“ ist vom Gewicht her nichts zum Schmökern.
Wie vermittelt man beim Small Talk mit Franzosen am besten seine Weltläufigkeit und seine intime Kenntnis der französischen Kultur? Und was finden sie überhaupt nicht lustig? Ein Leitfaden.