Demokratie braucht keine Moralkeulen
Nicht edle Moral, sondern nur Recht und Gesetz können das einigende Band aller Menschen sein. Die Maxime der Gleichheit aller kann die Unterschiede unter den Menschen nicht abschaffen.
Nicht edle Moral, sondern nur Recht und Gesetz können das einigende Band aller Menschen sein. Die Maxime der Gleichheit aller kann die Unterschiede unter den Menschen nicht abschaffen.
Wer eine Links-Rechts-Schwäche hat, kann nicht nur im Straßenverkehr durcheinander kommen. Auch in der Politik ist von Rechten und Linken die Rede – doch was ist damit gemeint? Nächster Teil unseres Erstwählerlexikons.
Im vergangenen Jahr hat sich an der Frankfurter Goethe-Universität die Hochschulgewerkschaft „Unterbau“ gegründet. War das nur Revolutionsattitüde - oder formiert sich da eine zukunftstaugliche Bewegung?
Die Polarisierung der deutschen Gesellschaft nimmt zu, die Gewaltbereitschaft auch. Der AfD-Vize Gauland sagt, seine Partei habe damit nichts zu tun.
Die Bundesregierung will Thomas Manns Villa am Pazifik kaufen. Es wäre die Rettung eines zentralen Orts der deutschen Kulturgeschichte.
Frankfurt muss Anne Frank als eine Frankfurterin annehmen und die Erinnerung an sie bewahren. Das ist lange nicht geschehen. Da gibt es aber bessere Ideen als die Verleihung der Ehrenbürgerwürde.
Als Volksschauspieler versteht er sich nicht. Aber das Frankfurter Volkstheater war ohne ihn undenkbar. Zum 80. Geburtstag von Hans Zürn.
Das Frankfurter Westend mit seinen attraktiven Altbauten lebt von Bürgertum, studentischem Geist und Geld. Das ging lange gut. Jetzt ist das Miteinander in Gefahr.
Sie kann flapsig, trotzig und graziös sein. Fortschrittlich, unabhängig, meinungsfreudig. Ach, und bodenständig und humorvoll. Die Geschichte einer wunderbaren Frau.
In der Sommerpause von Maybrit Illner versucht sich das ZDF an einem neuen Format. Der „Donnerstalk“ erwies sich dabei als entwicklungsfähig. Nur hätte sich Frau Hayali entscheiden sollen, was sie will.
Am Sonntag schließt das Jüdische Museum für etwa zwei Jahre. Der Direktor hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Stadt 50 Millionen Euro für die Renovierung und einen Anbau zahlt. Nun verlässt er die Stadt.
Wir leben in einer aufgeklärten Welt und sind begeistert von den Möglichkeiten moderner Technologie. Doch gleichzeitig wächst der irrationale Glaube an weltumspannende konspirative Kräfte. Woher rührt diese Entwicklung?
Der Grüneburgplatz an der Goethe-Uni heißt jetzt nach Norbert Wollheim. Doch das ist nicht die einzige Umbenennung. Aus Protest haben Studenten zudem im Internet weitere Orte umgetauft.
„Die Arbeitslosen von Marienthal“ heißt eine berühmte Studie von Marie Jahoda und Paul Lazarsfeld. Seither wissen wir, was Arbeitslosigkeit anrichtet. Dabei trifft sie aber nicht jeden gleich schwer. Aus unserer Serie „Die Weltverbesserer“.
Kein anderer Philosoph dieses Landes hat ein derartiges Gespür für die Probleme der Arbeitswelt. In besonnenem Ton hat Oskar Negt einen Marxismus ohne dogmatische Verhärtung entwickelt und gelehrt. Heute feiert er achtzigsten Geburtstag.
Die Frankfurter Goethe-Universität hat am Mittwoch zugestimmt, ihre Adresse in Norbert-Wollheim-Platz zu ändern. Zudem sollen Adorno und Horkheimer mit Orten geehrt werden.
Soll die Frankfurter Universität ihre Adresse auf den Namen eines Zwangsarbeiters ändern? Ja, das soll sie. Wenn sie zugunsten Norbert Wollheims für die Umbenennung des Grüneburgplatzes einträte, zeigte sie Souveränität.
Gudrun Hentges befasst sich mit der politischen Bildung in der frühen Bundesrepublik. Sie schildert die Aufbaujahre bis 1963, als die Bundeszentrale für Heimatdienst in Bundeszentrale für politische Bildung umbenannt wurde, ohne dass sich in diesem Jahr in der Behörde etwas Entscheidendes ereignet hätte.
Der Rat der Überlebenden hat abermals an die Uni Frankfurt appelliert, in Anerkennung an das NS-Leid die Straße vor dem Hauptgebäude der Goethe Universität umzubenennen.
Das berühmteste Interview, das je im „Spiegel“ geführt wurde, liegt jetzt in Buchform vor: das Gespräch zwischen Rudolf Augstein und Martin Heidegger. Es wurde zur Lehrstunde für den Journalisten.
Die Blätter der Birke vor dem Küchenfenster färben sich gelbbraun. In ein paar Tagen werden die Äste kahl sein. „Die Birke, die stand schon zu Annes Zeiten im ...
Max Horkheimer starb am 7. Juli 1973 in einer Nürnberger Klinik und wurde am 12. Juli auf dem Jüdischen Friedhof in Bern beerdigt, neben der großen Liebe ...
In Frankfurt ist nur sehr wenigen Soziologen bekannt, dass sich das Grab von Max Horkheimer auf dem Jüdischen Friedhof in Bern befindet.
Proteste gegen die Überwachung sind vorerst nutzlos, denn es ist mehr als unklar, ob Deutschland überhaupt souverän ist. Verfassungsrechtlich gesehen droht ein Notstand der Demokratie.
Wie die Spinnen saßen die Freunde im wirkungsvollen Netz, das die bildungspolitische Elite in der frühen Bundesrepublik ausgespannt hatte: Die Geschichte von Hellmut Becker und Georg Picht.
Vorträge2. Juli: „Die zukünftige Rolle der europäischen Ebene“, Abschlussvortrag der Gutenberg-Stiftungsprofessur, Referent Gerold Krause-Junk, 18.
Der türkische Europaminister Egemin Bagis gab sich lange fortschrittlich. Jetzt fällt die Maske. Kein Regierungspolitiker wählte schärfere Töne in der Krise.
Wenn die sechzig überschritten sind, löst sich der Geist von den Kämpfen der Gegenwart und steigt in die Tiefe der Seele hinab.
Der Zauber der Worte verbindet: Eine Tagung zur Bedeutung der Sprache in der Kritischen Theorie findet einen erstaunlichen Konsens zwischen Adorno und Habermas.
Dem deutsch-jüdischen Kontext des Lebens und Wirkens von Fritz Bauer widmet sich morgen und am Montag eine öffentliche Tagung auf dem Campus Westend der
Er schätzte die Opern von Wagner und Verdi, hatte Marx und Schopenhauer studiert, war Freimaurer und Adept der Frankfurter Schule: Alfred Schmidt schien viele
Seine Dissertation wurde als Manifest des Marxismus gelesen, doch die Kritische Theorie war ihm nicht genug. Zum Tod des Frankfurter Philosophen Alfred Schmidt.
Leben und Werk von Margarete Mitscherlich sind eng mit der Stadt Frankfurt und der Kritischen Theorie verbunden. Die Psychoanalytikerin starb im Alter von 94Jahren.
Lieber ein Kätzchen im Arm als eine Ratte: Die Animal Studies widmen sich der Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Allmählich spricht sich auch in der Politik herum, dass Verben viel mehr verbalisieren können als bisher angenommen.
Der Frankfurter Philosoph Alfred Schmidt ist 80, kann sich ein Leben ohne Arbeit aber noch immer nicht vorstellen. Ein Gespräch jenseits der strengen Fragen an die reine Wissenschaft. „Bei einigen stieß man doch auf Kulturwidriges. Nicht alles, was an den Pfosten rüttelt, ist auch schon fortschrittlich.“