Kein Einzelner kann frei sein
Karl Lauterbach hat in der Bundestagsdebatte am 24. Januar die Impfpflicht mit dem Philosophen Hegel begründet. Ist das Zitat korrekt – und stimmt die Deutung des Ministers?
Karl Lauterbach hat in der Bundestagsdebatte am 24. Januar die Impfpflicht mit dem Philosophen Hegel begründet. Ist das Zitat korrekt – und stimmt die Deutung des Ministers?
Wie kann man Verschwörungstheorien verstehen? Es mehren sich Versuche, an die Kritische Theorie anzuknüpfen. Sozialwissenschaftler aus Frankfurt stellten im amerikanischen Exil empirische Forschungen zum Thema an. Ein Gastbeitrag.
In Frankfurt droht der Lehrstuhl für Psychoanalyse zu verschwinden. Das ist nicht nur ein Affront gegen Freud und Mitscherlich. Ein Gastbeitrag.
Die meisten Vertreter der Frankfurter Schule um Horkheimer und Adorno waren jüdischer Herkunft. Prägte das Judentum aber auch ihr Denken?
Kritische Theorie in ihrer Praxis: Eine mehrbändige Edition präsentiert die Protokolle zu Theodor W. Adornos Frankfurter Seminaren und Übungen. Was zeigen sie uns?
Hans Kelsen war ein Vordenker der Verfassungsgerichtsbarkeit und der Vereinten Nationen. Heute erfährt er eine Renaissance.
Nachfolger von Horkheimer, Adorno und Honneth: Stephan Lessenich leitet künftig das Frankfurter Institut für Sozialforschung. Im Interview spricht er über seine wissenschaftlichen Pläne und Corona-Leugner bei Attac.
Er gehörte zum Umkreis der Frankfurter Kritischen Theorie, Adorno widmete ihm seine Hegel-Studien: Zum zehnten Todestag des zu Unrecht unsichtbar gewordenen Philosophen Karl Heinz Haag.
Max Horkheimer und Theodor W. Adorno haben dort gewirkt. Jetzt hat das Frankfurter Institut für Sozialforschung einen neuen Leiter. Stephan Lessenich ist ein überzeugter Linker.
Trude Simonsohn, Frankfurts erste Ehrenbürgerin und Überlebende des Holocausts, wird 100 Jahre alt. Sie hat ihr ganzes Leben lang zu jedem Unrecht nein gesagt – ohne zu verbittern.
Nach 1945 gab es kaum noch Juden in Frankfurt. Doch sie kehrten Stück für Stück zurück – und wurden wieder zu einer lebendigen Gemeinde. Ein Blick auf das jüdische Leben in Frankfurt.
Ein Künstlerkollektiv hat in Oberhausen ein Beuys-Werk gestohlen, um es einem Museum in Tansania zu übergeben – als „symbolischen Akt der Restitution“. Damit trifft es einen Nerv.
Akribisch wurde die Provenienzgeschichte der Bilder für ein geplantes NS-Museum für Schwäbische Kunst in Stuttgart untersucht. Dabei fand sich auch viel Neues aus der Übergangszeit der Malerei zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus.
Unvermeidlich und unerlässlich: Kolja Möller nimmt einen historischen Anlauf, um heutige Formen des Populismus einzuschätzen. Aber etwas trübt seinen klaren Blick.
Jüdisches Leben in Frankfurt nach 1945. Nur wenig hätten das bei Kriegsende für möglich gehalten.
Ernst May und andere Protagonisten des „Neuen Frankfurt“ emigrierten in die Sowjetunion, nach Afrika und in die Türkei. Ihre Ideen funktionierten auch in totalitären Kontexten erstaunlich gut.
In Hörspielen, Romanen, Gedichten und Bild-Collagen sezierte er sprachgewaltig die Wirklichkeit. Am Montagabend ist der Schriftsteller Ror Wolf im Alter von 87 Jahren in Mainz gestorben.
Schäumender Wein macht die Welt schöner, den Verstand flinker, die Torheiten leichter. Deswegen müssten wir Deutschen als Weltmeister im Sekttrinken zu den zufriedensten Menschen gehören. Das ist nicht der Fall.
Niemand muss einem fixen Lebensplan gehorchen, auch keine Regentin: Disneys „Eiskönigin 2“ ist Magie und Technik, sprich Schönheit. Nicht nur Millionen Mädchen warten darauf.
Ist Judenhass nur bei Rechtsextremisten zu finden? Diesen Eindruck versuchten die Gäste von Frank Plasberg zu vermitteln, und benannten mit der AfD auch gleich einen Verantwortlichen.
„Gut zitierbar“ oder „unausderhandlegbar“: Was in Amazons Buchläden steht, wird vom Konsumverhalten der Online-Kunden gesteuert. Das ist das Ende des unabhängigen Lesens.
30 Initiativen wollen das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim in Frankfurt betreiben und haben dafür ein Konzept erarbeitet. Entstehen soll ein „Offenes Haus der Kulturen“.
Der Soziologe Oliver Nachtwey analysiert die Ideologie von Google, Facebook und Co. Seine Ergebnisse sind erstaunlich.
Das Frankfurter Institut für Sozialforschung wird Partner der Goethe-Universität. Im Blick steht das Gesamte der Gesellschaft. Die wichtigste Personalfrage ist jedoch noch ungeklärt.
Mit bissigem Humor begleitete das Magazin „Pardon“ mit dem schwarzen Teufelchen gesellschaftliche Entwicklungen in den 1960er und 70er Jahren. Deren Gründe Hans A. Nikel ist nun gestorben
Fast hätte Wolfgang Pohrt sein Studium aufgegeben. Dann wurde er zu einem der wichtigsten Denker seiner Generation. Nun ist der Sozialwissenschaftler mit 73 Jahren gestorben.
Dagobert Lindlau war als Reporter, Rechercheur und Korrespondent bekannt für seine aufrechte Haltung. Nun ist der Journalist, der fast vierzig Jahre lang für den Bayerischen Rundfunk arbeitete, im Alter von 88 Jahren gestorben.
Dieses geistige Kind des „roten Hessen“ ist noch erstaunlich rege: Vor fünfzig Jahren erschien das erste Heft der Zeitschrift „Kritische Justiz“. Fritz Bauer hatte zur Gründung des Organs aufgerufen.
Sein Humor ist von der feinen Art, pure Derbheit ist seine Sache nicht: Das Frankfurter Caricatura-Museum zeigt Arbeiten von Jazz-Gitarrist und Karikaturist Volker Kriegel.
Die Hochschulen waren das zentrale Aktionsfeld der Achtundsechziger. Alle forderten Demokratie, manche den Systemwechsel. Was hat man davon erreicht?
Drei ausgearbeitete Planungen gab es für den Bau der Stadt- und Universitätsbibliothek auf dem Bockenheimer Campus. Der Architekt Ernst Balser wähnte sich schon am Ziel. Doch dann wurde er ausgebootet.
Sie wollten die Welt verändern und glaubten sich von der Zeit getragen: Eine Tagung im Deutschen Literaturarchiv Marbach untersuchte das Verhältnis der Achtundsechziger zur Geschichtsphilosophie.
Bei der Stichwahl zum neuen Frankfurter Oberbürgermeisters könnte sich wiederholen, was schon so oft geschah: Der CDU droht eine weitere Niederlage in einer Großstadt.
Reformer unter Revolutionären: Hans-Jürgen Birkholz erzählt von Strafanzeigen, die er als Studentenvertreter kassierte, unverständlichen Adorno-Vorlesungen – und einem missglückten Besuch in Bonn.
Was „konservativ“ ist, glaubte man früher genau zu wissen. War also früher alles besser?
Das Jahr 1968 in rückblickender Überhöhung. Wie Beteiligte heute die Dinge sehen