Humorlos und belehrend
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von heute ist offenbar nur Platz für bierernste Staatskunst mit parteipolitischem Einschlag.
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von heute ist offenbar nur Platz für bierernste Staatskunst mit parteipolitischem Einschlag.
Auch auf Fernstrecken lohnen sich Zugfahrten. Und am schönsten daran ist das Umsteigen: Denn wer so von Berlin bis nach Kärnten in Österreich reist, kann sich an jedem Bahnhof mit besserem Proviant eindecken.
Seine berühmteste Rolle schuf Barry Humphries lange bevor es den Begriff „Drag Queen“ gab. Dame Edna entlarvte die Plattitüden der Vorstadtgesellschaft. Nun ist der australische Komiker im Alter von 89 Jahren gestorben.
Georg Hüter arbeitet schon ein ganzes Leben lang an und mit Steinen. Aber er hat auch das geflügelte Kupferpferd auf der Alten Oper in Frankfurt geschaffen. Seine Kunstwerke sollen „Seele“ haben.
Das Weltgeschehen, von Eichhörnchen besehen: Ulla Hahn träumt in dem Roman „Tage in Vitopia“ von einer Rettung durch poetisch denkende Tiere.
60 Jahre „Pardon“: Das Caricatura Museum für Komische Kunst in Frankfurt erinnert mit einer großen Retrospektive an ein die Bundesrepublik bewegendes Satiremagazin.
Nicht nur Computer stürzen ab: Die Flugwerft Schleißheim bei München zeigt mit der Ausstellung „Bombenwetter!“, wie sich Redensarten des Luftkriegs gehalten und verändert haben.
Ihn hätte Loriot wohl gern seinen Pirol malen lassen: Das Germanische Nationalmuseum zeigt Werke von Hans Hoffmann. Er war der wichtigste Kopist Albrecht Dürers und hatte trotzdem seine ganz eigene Handschrift.
Kürze ohne Würze: Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ wird bei Regine Ahrem zum dröhnenden Fantasy-Hörspiel.
Wenn Eheleute über die gemeinsamen Kapitalanlagen uneins sind, müssen wir über Geld reden. Die Aufteilung des ehelichen Vermögens kann die Liebe retten. Aber wie soll das fair vonstatten gehen?
In der neuesten Folge ihrer Musikkolumne fragt sich Eleonore Büning, ob es Ironie in der klassischen Musik gibt - und ruft als Kronzeugen Joachim Kaiser auf.
Zwischen Fassbinder und Loriot: das Staatstheater Mainz gräbt "Mensch Meier" von Kroetz aus.
Früher war mehr Anarchie: Über die heikle Balance zwischen Ordnung und Chaos und die Gefährdung der Jugend durch zu scharfe Pointen.
Die finanzielle Gestaltung des Ruhestands ist angesichts magerer Zinsen eine Zumutung. Eine Sofortrente oder eine Wohnung zum Vermieten sind keine „Superlösungen“. Aber es gibt eine Alternative.
Hundehalter sind, möchte man meinen, eine eigene Spezies. Ihre Art fällt in Corona-Zeiten besonders auf. Manche sind zum Fürchten. Was sie und ihre Tiere auszeichnet, wusste schon Loriot.
Der globale Sinn für Quatsch, den die Komiker von Monty Python ihr eigen nennen, bringt über die Generationen hinweg jedem zum Lachen. Am 10. Mai ist der internationale Monty-Python-Tag.
Jetzt auch mit Eichhörnchen-Kostüm: Der „Karneval der Tiere“ digital aus dem Bockenheimer Depot in Frankfurt. Die Inszenierung hätte wahrscheinlich auch Loriot gefallen.
Es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: britische Städtenamen erfinden.
Zeitlos und schmerzhaft: Ingo Kerkhof inszeniert „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergman am Staatstheater Wiesbaden. Übergroße Marionettenköpfe und Loriot ähnelnde Ehealltagssketche prägen die eindringliche Inszenierung.
Eine Frau wünscht sich für die Erziehung des Kindes von ihrem Mann eine Wohnung in Dresden. Die soll mit einem Startkapital erworben und dann über die Mieteinnahmen finanziert werden. Unser Autor hat eine bessere Investmentidee.
Vom Kaiser über Loriot bis zu James Bond waren alle da: Seit mehr als hundert Jahren ist Usedom die „Badewanne Berlins“. Ein neues Fotobuch blättert noch andere Seiten auf.
Er ist der wohl bekannteste deutsche Liedermacher, ein „Poet des Alltäglichen“ ist er genannt worden, er steht seit 50 Jahren auf der Bühne: Reinhard Mey über seine drei Kinder, das zärtliche Verhältnis zu seinen Gitarren und die Schönheit seiner Frau.
Seit Jahren beschäftigt Peter Fitzek die Gerichte. Doch der selbsternannte „König von Deutschland“, den der Verfassungsschutz den sogenannten Reichsbürgern zuordnet, akzeptiert die Urteile nie. Auch die jetzt verordnete Haftstrafe will er anfechten.
„Früher war mehr Lametta“ beschwert sich Opa in Loriots Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“. Aber wer darf den berühmten Satz – außer Großvater Hoppenstedt – eigentlich wann benutzen? Die Erben des Komikers haben das vor Gericht klären lassen.
Was Thomas Mann mit Wladimir Putin vereint: Eine Ausstellung in München gibt Einblicke in die Kulturgeschichte unseres besten Freundes.
Der Tod erschüttert die Menschen nach wie vor, sagt der Frankfurter Soziologe Tilman Allert. Im Interview zum Totensonntag spricht er über zwei Stühle auf dem Friedhof, Humor in Todesanzeigen – und ein letztes Telefonat.
Natürlich geht es ohne. Aber frei nach Loriot, der ein Leben ohne Mops für möglich aber sinnlos hielt, will ich nicht auf Blumen verzichten.
Auf Deutschlands Straßen fahren immer mehr Autos in Variationen von Grau. Das Image dieser unbunten Farbe sagt viel über ihre Nutzer aus.
Das ZDF legt eine neue Spielshow auf. In „Sorry für alles“ geraten ahnungslose Kandidaten von einer skurrilen Situation in die nächste. Familie, Freunde und Prominente machen die Scharade mit. Das ist ganz lustig.
Einen Kreditvertrag richtig abzuschließen, das will gelernt sein. Unser Fachmann rät Ihnen hier zum Klotzen statt Kleckern – bei der Tilgung sollten Sie Vollgas geben und sich in dem Glauben an die Sondertilgung nicht selbst betrügen.
Kein Witz: In der Schweiz gibt es das erste Jodelstudium. Und siehe da – es ist ganz anders als in Loriots berühmtem Sketch. Ein Besuch.
Die Zeit ist ein eigen Ding – auch weil sie uns jeweils ganz zu eigen erscheint. Aus dem Wechselspiel von Erinnerung, Identität und Zeitempfinden hat Julia Hoße einen nicht jur künstlerisch großartigen Comic gemacht.
Die Buchhandlungen in der Region zeigen sich trotz geringeren Kundeninteresses zufrieden mit dem Geschäft. Das hat auch etwas mit dem Standort zu tun.
Irgendwann wünschen sich die meisten Kinder sehnlichst ein Haustier. Wird die Anschaffung allerdings nicht gut überlegt, sind Konflikte und Quälereien programmiert.
Laut dem Economist nehmen wir hierzulande immer alles wörtlich. Und haben keinen Sinn für Ironie. Zum Glück gibt es genug Angelsachsen, denen es anders geht.
Die Ergebnisse des Gutachtens zum Bau des neuen Münchner Konzertsaals wurden vom bayerischen Kunstministerium in ihr Gegenteil verkehrt. Ist das etwa egal? Ein Aufruf zum Aufbegehren der Münchner Musikbürger.