Griechische Weisheiten
Die Bücher über die griechische Antike sind voller Helden. Und heute?
Die Bücher über die griechische Antike sind voller Helden. Und heute?
Im Paradies schlägt die Stunde der Literatur: Mit seiner Neuübersetzung von Dantes „Göttlicher Komödie“ hat Kurt Flasch die Türen geöffnet, eines der ganz großen Wunderwerke der Poesie neu zu entdecken.
Zu deren Begründung braucht man, was in Pascals Anspruch der Notwendigkeit anklingt, seit längerem aber als obsolet erscheint: Zur Ergänzung einer interkulturell gültigen, daher universalistischen Ethik bedarf es auch einer interkulturell überzeugenden, insofern universalistischen Anthropologie.
Les hommes sont si nécessairement fous que ce serait être fou par un autre tour de folie de n'être pas fous. (Blaise Pascal) Die derzeit dominante Weltsprache der Philosophie, ihre globale Kardinalsprache, kennen wir seit bald zweieinhalb Jahrtausenden.
Heinz Haber brachte Amerikanern und Deutschen bei, das Atom als guten Freund zu sehen. Mit packender Anschaulichkeit antwortete er auf Komplexität.
bie. BAD HOMBURG. Aristoteles, der Sprachphilosoph John Searle, Ludwig Feuerbach und Ibn Rushd, der sich im 12. Jahrhundert selbst als den letzten Philosophen des Islam bezeichnete, sind die Kursthemen der Philosophischen Gesellschaft Bad Homburg im zweiten Halbjahr.
Katalog und Spruchdichtung standen am Anfang der Literatur. Die Listen von Assur und Mykene und die vedischen Hymnen begründen eine Tradition geordneten Sprechens, die in Griechenland mit dem Bauernkalender und den Göttertafeln des Hesiod einen ersten Höhepunkt erreicht.
Die wichtige Rolle der arabischen Wissenschaften ist nicht mehr so unbekannt, wie es manchem noch immer scheinen mag, aber selten ist sie so flüssig lesbar und auf beste Weise populärwissenschaftlich dargestellt worden wie in diesem Buch.
Vor knapp einem Jahr war an dieser Stelle von Peter Sloterdijks tänzelnder Idee die Rede, die moralisch unterfordernden und den Gemeinsinn aushöhlenden Zwangssteuern zumal für Reiche durch freiwillige Abgaben zu ersetzen. Das antike Modell eines solchen Gedankens, den sog. Euergetismus, habe ich seinerzeit an praktischen Beispielen aus dem städtischen Leben der römischen Kaiserzeit illustriert.
Mit Subprime fing es an, dann kamen die ersten Bankenpleiten, und jetzt diskutieren wir das Enteignungsgesetz - je länger die Kreditkrise dauert, um so stärker verlagert sich ihr Epizentrum aus der Peripherie der Finanzmärkte direkt in den Maschinenraum des Kapitalismus: dorthin, wo der Motor allen wirtschaftlichen Wachstums die längste Zeit störungsfrei vor sich hinbrummte, dann von einer Sekunde auf die nächste ins Stottern geriet, die Fehlzündungen sich häuften, und jetzt akute Gefahr besteht, dass er wegen eines veritablen Kolbenfressers seinen Geist aufgibt: das Eigentum treibt die Marktwirtschaft an, und diese Krise ist eine Eigentumskrise!