Olympia in Rio beginnt wie ein Traum
Das Olympische Feuer brennt. Als letzter Fackelträger entzündete ein ehemaliger Marathonläufer die Flamme. Vorausgegangen war eine farbenfrohe Eröffnungsfeier – mit Pfiffen für Brasiliens Präsidenten.
Das Olympische Feuer brennt. Als letzter Fackelträger entzündete ein ehemaliger Marathonläufer die Flamme. Vorausgegangen war eine farbenfrohe Eröffnungsfeier – mit Pfiffen für Brasiliens Präsidenten.
Feuerwerk und Samba, ein Supermodel und ein politischer Eklat - die Eröffnungsfeier in Rio war kurzweilig. Ein Deutscher sprach die entscheidenden Worte.
Wenn die Spiele an diesem Freitag eröffnet werden, ist klar: Rio hat es geschafft. Ächzend hat Brasilien Milliarden-Kulissen für Olympia aufgebaut. Nun aber stellt sich eine entscheidende Frage.
Wenn Gold der einzige Maßstab ist, so tun die Athleten bei Olympia alles dafür. Das ist aber nicht Sinn der Spiele. Die wahre Stärke einer Nation liegt woanders.
Diskuswerfer Robert Harting hat sportlich alles erreicht. Bei Olympia in Rio ist er der deutsche Sportler mit dem höchsten Bekanntheitsgrad. Das ist ihm nicht genug. Er legt sich mit allen Mächtigen des Sports an.
Der Internationale Sportgerichtshof hält den IOC-Beschluss für nicht durchsetzbar, einmal gedopte Russen auszuschließen. Jetzt darf sogar eine schon mehrmals überführte Schwimmerin wieder auf Olympia hoffen.
Die russische Mannschaft darf mit 271 Athleten an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen. Das beschloss nach russischen Angaben das IOC.
In seinem Bericht wies Richard McLaren Staatsdoping in Russland nach. Dennoch dürfen Sportler von dort bei Olympia starten. Nun übt der Ermittler scharfe Kritik – und wirft dem IOC eine Verfälschung der Ergebnisse vor.
Im IOC zählt vor Beginn der Olympischen Spiele nur eine Meinung: die des Präsidenten. Einnahmen von 5,6 Milliarden Dollar sind sein unschlagbares Argument. Nur ein Skeleton-Pilot wagt sich mit dem Kopf voran.
Für jeden Sportler ist das eine große Ehre: Weltfußballer Pelé soll in Rio eigentlich das Olympische Feuer entzünden. Problem: Er weiß nicht, ob ihm sein Chef dafür frei gibt.
In Rio gibt es wieder reine Männerteams – Saudi-Arabien aber nominiert trotz strenger Frauenpolitik ein Sportlerinnen-Quartett. Offiziell genannt wird es nicht. Wie reagiert das IOC?
Nach dem Skandal um russisches Staatsdoping kündigt der Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur eine grundlegende Reform im Kampf gegen verbotene Substanzen an. Ein anderer Funktionär macht derweil IOC-Präsident Bach schwere Vorwürfe.
Zehn Flüchtlinge werden unter der Flagge des IOC zur Eröffnungsfeier ins Olympiastadion einziehen. Ihre Geschichten lassen die Jagd nach Gold, Silber und Bronze in einem anderen Licht erscheinen.
Die Vollversammlung des IOC steht nach der Entscheidung, Russland nicht komplett von Olympia auszuschließen, hinter Präsident Bach. Für eine andere Entscheidung erhält er aber keine Zustimmung.
Weil er ein Team von Problem-Russen an Olympia in Rio teilnehmen lässt, steht Thomas Bach in der Kritik. Manchmal liegt der IOC-Präsident aber auch richtig.
Das Internationale Olympische Komitee steht wegen der russischen Doping-Affäre heftig in der Kritik. Dessen Chef Thomas Bach will den Skandal „lückenlos aufklären.“
Immer sind es angeblich nur Einzeltäter, die betrügen. So sieht es das IOC. Raus mit ihnen – und alles wird gut. Doch nichts ist gut geworden. In Rio beginnt das Spiel von neuem.
Wie viele Sportler aus Russland nehmen an Olympia in Rio teil? Das weiß wenige Tage vor Beginn noch niemand. Nun könnte ein Urteil die Lösung von IOC-Präsident Thomas Bach ins Trudeln bringen.
Im Fall des russischen Dopingskandals sieht Präsident Thomas Bach kein Versagen des IOC. Dass kurz vor dem Start der Spiele in Rio unklar sei, welche russischen Athleten starten dürfen, sei nicht Schuld des Internationalen Olympischen Komitees.
Ein Start von Julia Stepanowa bei den Olympischen Spielen in Rio wird immer unwahrscheinlicher. Eine abermalige Anfrage der Whistleblowerin wurde von der IOC-Exekuitive abgelehnt. Ein Dreier-IOC-Gremium soll derweil abschließend über die russischen Teilnehmer entscheiden.
Nach den Vorwürfen des systematischen Dopings gegen das Olympia-Team aus Russland hat der Weltverband der Gewichtheber Konsequenzen gezogen: die russischen Gewichtheber dürfen nicht teilnehmen.
Gewichtheber Max Lang hofft noch immer auf Olympia und Gerechtigkeit – wenn die Dauer-Doper in seiner Sportart gesperrt werden. Im F.A.Z.-Interview spricht er über absichtlich langsame Funktionäre und den „schlechten Witz“ des IOC.
Schwimmer und Gewichtheber üben Kritik an der Teilnahme Russlands in Rio. Einer hofft noch auf eine Wende, ein anderer wirft dem IOC vor, fällige Sperren vor Olympia zu verhindern.
IOC-Präsident Thomas Bach muss viel Kritik einstecken nach der Entscheidung,. Russland doch zu den Olympischen Spielen zuzulassen. Im Interview wehrt sich der deutsche Sportfunktionär und verweist auf viel Zustimmung.
Eine russische Schwimmerin und zwei Ruderer wollen gegen ihren Ausschluss von Olympia klagen. Die Aussichten auf Erfolg stehen gar nicht schlecht.
Robert Harting fällt ein hartes Urteil über IOC-Chef Thomas Bach. Der reagiert in einem Interview erstaunlich scharf auf die Kritik des Diskuswerfers. Julija Stepanowa bezichtigt das IOC derweil der Lüge.
Der IOC-Präsident hat die Chance zu einem machtvollen Statement gegen Doping vertan. Die Entscheidung, Russland zu den Spielen zuzulassen, nimmt den Spielen den tieferen Sinn.
Überrascht, dass das IOC Russland für Rio de Janeiro zugelassen hat? Wieso eigentlich? Präsident Thomas Bach und sein russischer Kollege Alexander Schukow hatten den Deal bereits im November ausgehandelt.
Anti-Doping-Agenturen, Medien und Doping-Fahnder kritisieren die IOC-Entscheidung, die russische Mannschaft trotz Staatsdopings in Rio starten zu lassen, heftig. Es gibt auch andere Stimmen – etwa von einem deutschen Star.
Mit ihrer Entscheidung, russische Athleten in Rio starten zu lassen, hat das IOC der Sportwelt einen schwarzen Sonntag beschert. Der Präsident und sein Komitee fallen vor den Verrätern der olympischen Idee auf die Knie.
Dass die Doping-Lüge und die entfesselte Macht- und Geldgier der Funktionäre Olympia seine Popularität kosten könnten, hat Thomas Bach erkannt und will gegensteuern. Aber dafür könnte es zu spät sein.
Der Chef duckt sich weg: Bei Olympia in Rio wird eine russische Mannschaft am Start sein. Staatliches System-Doping reicht nicht für einen kompletten Bann. IOC-Präsident Thomas Bach reicht das Problem an die Verbände weiter.
Julija Stepanowa ist entsetzt über das IOC-Urteil, russische Athleten in Rio starten zu lassen. Russlands Sportminister ist anderer Meinung. Und auch ein deutscher Funktionär hält die Entscheidung für richtig. FAZ.NET hat Stimmen gesammelt.
Die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, Russland nicht komplett von den Spielen in Rio auszuschließen, zeugt von Feigheit. Dem IOC und seinem Präsidenten ist der eigene Ruf offenbar völlig gleichgültig.
Erstmals könnte an diesem Sonntag eine ganze Nation wegen Dopings von Olympia ausgeschlossen werden. Der sportliche Größenwahn Russlands stürzt das IOC in die tiefste Krise seiner Geschichte. Und die Attacke kommt nicht von außen.
Das IOC kontrolliert weiter alte Doping-Proben und wird wieder fündig. Bei einer weiteren Welle von Nachtests werden insgesamt weitere 45 Teilnehmer der Spiele 2008 und 2012 positiv getestet.