„Aufstand gegen das dunkle Gesicht des Sports“
Bei Olympia in Rio haben sich noch einmal reichlich Mängel und Lücken im bisherigen System offenbart. Zwei deutsche Wissenschaftler wollen nun den Anti-Doping-Kampf erneuern.
Bei Olympia in Rio haben sich noch einmal reichlich Mängel und Lücken im bisherigen System offenbart. Zwei deutsche Wissenschaftler wollen nun den Anti-Doping-Kampf erneuern.
Die Entscheidung, Russland von den Paralympics auszuschließen, ist gut für den Sport. Die Tür zu einem solchen Weg stand auch Bach mit dem IOC offen. Er zog es aber vor, sich durch den Hinterausgang davonzustehlen.
An Olympia 2016 nahmen russische Sportler doch noch teil, bei den Paralympics in Rio wird es anders sein. Der Sportgerichtshof bestätigt die Sperre. Die Reaktion aus Moskau folgt sogleich.
Staats-Doping! Na und? Putins Reich bekommt in Rio auffällig oft seinen Willen. Auch die Erfolge bleiben nicht aus. Eine weitere bittere Pointe dieser Groteske könnte es am Dienstag geben.
Noch nie geriet Olympia so sehr in Verlegenheit: Aus kommerzieller Sicht waren die ersten Spiele in Südamerika ein Erfolg – aber Brasilien dürfte nach der Schlussfeier mit einem Kater erwachen.
Spitze in der Spitze, schwächelnd in der Breite: Die deutsche Verbandsführung ist mit dem Abschneiden in Rio trotzdem ganz zufrieden. Doch der Medaillenspiegel reduziert den Sport auf eine leblose Wertung.
Das Feuer der XXXI. Olympischen Spiele ist erloschen. IOC-Präsident Thomas Bach hat den offiziellen Schlusspunkt unter das größte Sportfest der Welt gesetzt – und startet ein ehrgeiziges Vorhaben.
Rune Andersen empfahl, den Ausschluss von Russlands Leichtathleten über die Spiele in Rio hinaus aufrecht zu erhalten. Im F.A.Z.-Interview spricht er über Fehler, triumphierende Russen und die Zukunft im Kampf gegen Doping.
Die frühere Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa sitzt jetzt in der Athletenkommission des IOC. Da hat sich die Sportpolitik eine äußerst lebhafte Kollegin eingefangen – die nie um eine dreiste Antwort verlegen ist.
IOC-Funktionär Patrick Hickey soll in einen Schwarzmarkthandel mit Olympia-Tickets verwickelt sein. Nun wird der Ire vom Krankenhaus direkt in ein Gefängnis verlegt. Ihm droht eine harte Strafe.
Vier amerikanische Schwimmer erfinden einen Raubüberfall in Rio. Nun darf auch der letzte von ihnen in die Heimat reisen – und Olympiasieger Ryan Lochte meldet sich zu Wort.
Die riesigen Summen wecken nicht nur im Fußball, sondern auch im olympischen Sport die Gier der Mächtigen. Die Zeit nach den Spielen in Rio wird mehr als schwierig für das IOC und Thomas Bach.
Erst versucht er sich zu verstecken, dann gibt er an, sich unwohl zu fühlen: Die brasilianische Polizei nimmt IOC-Mitglied Patrick Hickey dennoch fest. Die Vorwürfe sind schwerwiegend.
Das Thema Doping ist in Rio in aller Munde. Nun kümmert sich das Olympische Komitee um Altlasten: Getroffen hat es russische Athletinnen der Spiele in Peking 2008.
Julija Stepanowa half als Kronzeugin, das systematische Doping in Russland zu entlarven. Sie lebt mit ihrer Familie in Angst um Leib und Leben. Nun spricht sie darüber – und übt Kritik an IOC-Präsident Thomas Bach.
Gewichtheben ist ein zentraler olympischer Sport. Und das zu Recht. Aber wie kaputt ist dieser Sport wirklich? Jede seiner Geschichten in Rio hat eine bittere Pointe.
João Havelange schwang sich autoritär und unnachgiebig zum ersten Alleinherrscher des Fußballs auf. Nun starb er im Alter von 100 Jahren in seiner Heimatstadt Rio.
Im olympischen Dorf in Rio soll des Kanu-Trainers Stefan Henze gedacht werden. Drei Tage nach seinem Verkehrsunfall ist der Deutsche an den Folgen seiner Verletzungen gestorben.
Das IOC rügt den ägyptischen Judoka, der seinem israelischen Gegner den Handschlag verweigerte. Der Verband schickt den Ägypter daraufhin nach Hause – was daran die Strafe ist, bleibt allerdings unklar.
Alle vier Jahre kommt es bei Olympia zu kleinen und großen Aversionen – aber auch zu großen Gesten. Den Frieden müssen die Athleten schon selbst schließen. Denn ihre Staaten schaffen es nicht.
Laut einer Studie haben die Deutschen ihr Vertrauen in Sportfunktionäre fast vollends verloren. Das IOC darf die Botschaft nicht ignorieren. Sonst geht alles verloren.
Das Vertrauen in die Integrität der Sport-Funktionäre schwindet. Das zeigt eine Umfrage. Den Athleten dagegen stehen die meisten Bürger zur Seite. Und Olympia in Deutschland wäre willkommen.
Pfiffe und Buhrufe hat der Ägypter Islam El Shehaby beim olympischen Judo-Turnier in Rio geerntet, als er seinem Gegner aus Israel nach dem Kampf den Handschlag verweigerte. Das IOC wiegelt zunächst ab.
Die zeitgleichen Schwimmerinnen Simone Manuel und Penny Oleksiak gewinnen beide Gold. Doch das Olympia-Rennen über 100 Meter Freistil ist auch aus anderen Gründen kurios. Ein schlechtes Bild gibt ein amerikanischer TV-Sender ab.
IAAF-Präsident Sebastian Coe sperrte Russlands Leichtathleten. Im F.A.Z.-Interview spricht er über Whistleblowerin Julija Stepanowa, den Unterschied zum IOC – und die Rückkehr der Russen nach Olympia.
Ferguson Rotich, der WM-Vierte über 800-Meter, soll bei Olympia in Rio eine Doping-Probe abgeben. Offenbar hat er aber etwas zu verbergen. Daher versucht es sein Trainer mit einem dreisten Trick.
Eine Hand am Herzen, ein inbrünstig gesungener Text: Bei Olympia bekennen sich viele Athleten während der Hymne zu ihrer Leidenschaft. Aber die Spiele fordern von den Sportlern mitunter mehr als Gesten.
Die Konkurrenz jubelt, weil die russische Doperin Julija Jefimowa kein Olympia-Gold holt. Es brennt lichterloh im Schwimmbecken. Und die Sportler haben erkannt, von wem sie im Stich gelassen wurden.
Erstmals gastiert Olympia auf südamerikanischem Boden. Dabei hat Brasilien zu liefern, was westliche Verbände und Medien erwarten. Das Land bezahlt die Party, doch den Gewinn stecken andere ein.
Der Behindertensport entscheidet im Kampf gegen Doping anders als das IOC: Die Paralympics in Rio de Janeiro finden ohne russische Athleten statt. IPC-Chef Craven hat dafür eine eindeutige Begründung.
Hunderttausende Menschen unterschreiben eine Petition für das Startrecht der Doping-Kronzeugin Stepanowa. Selbst wenn es nichts mehr bringt – eines zeigt es in jedem Fall.
Der McLaren-Report der Welt-Anti-Doping-Agentur hat offenbart, dass in Sotschi auch Doping-Proben von russischen Paralympics-Startern manipuliert wurden.
Ursprünglich war Julija Jefimowa wegen Dopings von Olympia in Rio ausgeschlossen. Nun darf die Schwimm-Weltmeisterin aus Russland doch starten. Das provoziert die Konkurrenz.
Rio startet bunt und tanzend in die Olympischen Spiele. Es gibt Lob von den internationalen Medien für die Show im Maracana-Stadion. In die Pressestimmen mischen sich aber auch manch kritische Töne.