Monument des weißen alten Mannes
Schon beim Erscheinen vor sechzig Jahren war es ein Skandal. Könnte Vladimir Nabokovs berühmtes Buch über den Missbrauch eines Kindes heute noch so erscheinen? Eine Erstlektüre in Zeiten von #MeToo.
Schon beim Erscheinen vor sechzig Jahren war es ein Skandal. Könnte Vladimir Nabokovs berühmtes Buch über den Missbrauch eines Kindes heute noch so erscheinen? Eine Erstlektüre in Zeiten von #MeToo.
Im Fall der getöteten bulgarischen TV-Moderatorin ist ein Verdächtiger in Stade festgenommen worden. Die Behörden sollen in seiner Wohnung das Handy der Journalistin gefunden haben.
In Schleswig-Holstein hat ein Polizist am Sonntag einen jungen Obdachlosen erschossen. Der Mann soll mit einem Messer in der Hand unterwegs gewesen sein. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Vor dreizehn Jahren fällt in Deutschland ein Zettel aus einem Herrenhemd: der Hilferuf eines Arbeiters aus Bangladesch. Doch das ist erst der Anfang dieser Geschichte.
Wenn Jair Bolsonaro der nächste brasilianische Präsident werden sollte, wird er den Kultursektor auslöschen, berichtet die Leiterin des Goethe-Instituts in São Paulo in einem Gastbeitrag.
Beim Tory-Parteitag in Birmingham bekommt Theresa May Gegenwind aus verschiedenen Richtungen. Im Hintergrund arbeitet Boris Johnson an einer höflichen Rebellion.
Haben die Deutschen mit ihrem Kult um die Herkunft die „Rückkehr nach Reims“ falsch verstanden? Hat Sahra Wagenknecht eine Mitschuld an Chemnitz? Ein Gespräch mit dem Soziologen Didier Eribon.
Menschen verunsichern einander. Sie haben Angst, sich zu gefährden, zu blamieren, zu versagen. Eine entscheidende Fähigkeit verliert dramatisch an Wert: das Mitgefühl.
Seit mehr als vier Jahren durchquert Angela Maxwell wandernd die Kontinente. Weder Krankheiten noch ein schrecklicher Überfall haben die Amerikanerin aufgehalten.
War es Mord oder Fahrlässigkeit? Der Magdeburger „Polizeiruf“ nähert sich der adrenalinberauschten Raser-Szene aus der Opferperspektive. Ben Becker hat einen bärenstarken Auftritt.
Die einen verschwenden Lebensmittel, die anderen können sich keine warme Mahlzeit leisten: Die neuseeländische Initiative „Everybody Eats“ bringt jeden Montag Obdachlose mit Bankern an einen Tisch.
Die Berliner Verkehrsbetriebe erwägen, die Kältebahnhöfe für Obdachlose wegen Sicherheitsbedenken zu schließen und verweisen auf Notunterkünfte. Aber geht es im Winter überhaupt ohne Bahnhöfe? Ein Blick in andere Städte.
Im Ersten läuft ein Film über den verstorbenen Modemacher Rudolph Moshammer: Eine Bildschirm-Biographie ist das nicht. Wohl aber eine melancholische Hommage und feine Satire, wie man sie selten sieht.
Die 22 Jahre alte Golferin Celia Barquín ist am helllichten Tag auf einem Golfplatz im amerikanischen Bundesstaat Iowa erstochen worden. Vieles deutet darauf hin, dass sie sexuell missbraucht wurde.
Mit dem Frankfurter Hauptbahnhof rüstet die Bahn jetzt in der fünften Großstadt ihre Sicherheitsmitarbeiter mit Minikameras aus. Die Bodycams haben sich bereits bewährt.
Alles verändert sich, das Arbeiten, das Zusammenleben, die Familien – aber wohnen sollen wir wie vor fünfzig Jahren. Kleinfamilie und lebenslange Angestelltenverhältnisse sind nicht mehr die Norm. Höchste Zeit, das Wohnen neu zu denken.
Über zwei Millionen Venezolaner sind auf der Flucht. Nur wenige gelangen nach Brasilien. Dennoch ist die Stimmung dort am explosivsten – mitunter kommt es zu Brandanschlägen, Hetzjagden und Lynchmorden.
Der Amazon-Chef gründet eine karitative Organisation und stattet sie mit zwei Milliarden Dollar aus. Deren Schwerpunkte könnten aber manchem seiner Kritiker wie Hohn vorkommen.
Der Arzt Gerhard Trabert behandelt Obdachlose, fliegt nach Syrien, um dort etwas für Flüchtlinge zu tun und trägt die Kosten für Asylsuchende – gerade das könnte ihn jetzt in den finanziellen Ruin treiben.
Am Donnerstag will Frankreichs Präsident Macron lang erwartete Pläne zum Kampf gegen Armut vorlegen. Nach einer aktuellen Studie können sich viele Franzosen nicht einmal drei warme Mahlzeiten am Tag leisten.
Zum vorerst letzten Yoga-Kurs im Holzhausenpark kamen deutlich mehr Menschen als sonst. Der Grund: Die Stadt Frankfurt will das Sport-Angebot unter freiem Himmel verbieten. Das letzte Wort ist dazu aber noch nicht gesprochen.
Mehr als ein Viertel der Wohnungslosen ist weiblich. Das zeigt eine Anfrage der Linksfraktion. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe geht von Zehntausenden Frauen ohne feste Bleibe aus.
18 Tage lang Temperaturen über 30 Grad und auch nachts keine Abkühlung. Hitzewellen, wie sie jetzt immer häufiger werden, kosten auch in Deutschland Menschenleben. Und mehr, als man denkt.
Edwin Piperek fühlt sich in seinem Studium an der Schnittstelle zwischen Recht und sozialer Arbeit sehr wohl. Was ihm trotz Prokrastinations-Problemen Energie gibt, erzählt er im spontanen Kurzinterview.
Steven Payne hat bewiesen, dass die Briten wirklich spinnen. Mit einem orangen Hüpfball namens „Hannibal“ war er in Frankreich und Italien unterwegs. Mit dieser Aktion will auf die schwierige Situation der Obdachlosen in Großbritannien hinweisen.
Einst sollte die Staufenmauer Frankfurt vor Überfällen schützen. Heute belagern rostige Container und Sperrmüll den historischen Ort. Muss das so aussehen?
In Neukölln sollen unliebsame Dauergäste nicht wie andernorts mit klassischen, sondern mit „atonalen“ Klängen vom Bahnhof ferngehalten werden. Die musikalische Praxis wirft viele Fragen auf. Eine Glosse.
Heute läuft das dritte Hilfspaket der EU für Griechenland aus. Damit gilt das Land offiziell als gerettet. Doch für viele Menschen ist die Krise zu einem lähmenden Dauerzustand geworden. Ein Gastbeitrag.
In manchen deutschen Städten ist es verboten, Alkohol auf öffentlichen Plätzen zu trinken. Juristen und Sozialarbeiter halten nicht viel von solchen Verordnungen.
In den Sechzigern aufgebaut, in den Neunzigern sich selbst überlassen und jetzt am Zusammenbrechen: Italien hat mehr als nur ein vereinzeltes Brückenproblem.
Ein extremer Monsun hat in Südindien einen ganzen Bundesstaat quasi unter Wasser gesetzt. Allein am Donnerstag starben 100 Menschen in den Fluten.
In Neuseeland haben sich zuletzt verstärkt Ausländer niedergelassen, darunter auch einige Promis. Die Einheimischen selbst haben hingegen immer weniger Eigentum. Jetzt handelt die Regierung.
In der Netflix-Serie „Insatiable“ geht es um ein dickes Mädchen, das plötzlich schlank ist. Das Mobbingopfer wird zur Sexbombe. Das soll Kritik am Magerwahn sein, ist aber schwer als solche zu erkennen.
Der Kinostart von „Lola rennt“ setzte vor 20 Jahren neue Maßstäbe im deutschen Film. Unser Autor hat ihn sich noch einmal angesehen und fragt sich: Wäre der Film heute noch möglich?
In Mannheim ist zu besichtigen, wie eine Einwanderungsgesellschaft funktioniert. Oder auch nicht funktioniert. Denn es gibt Viertel, die sich entwickelt haben und blühen, und andere, in denen es kaum noch Gemeinsinn gibt.
Autisten haben es am Arbeitsmarkt schwer. Eine Beratungsfirma aber hat das Potential ihrer besonderen Fähigkeiten im digitalen Zeitalter erkannt.