Der verehrte Staudengärtner
Zum 150. Geburtstag Karl Foersters erstrahlt das Bild vom milden Gartenphilosophen neu. Weniger engagiert wird hinterfragt, wie auffallend bruchlos er die Regimewechsel seiner Lebenszeit überstand.
Zum 150. Geburtstag Karl Foersters erstrahlt das Bild vom milden Gartenphilosophen neu. Weniger engagiert wird hinterfragt, wie auffallend bruchlos er die Regimewechsel seiner Lebenszeit überstand.
Seine Verpflichtung war in Dortmund mit großer Hoffnung verbunden, entpuppt sich aber lange als Enttäuschung. Beim 2:1 in Gladbach überzeugt er als Torschütze und Kämpfer – und sorgt für ein Kuriosum.
Die Mailänder Staatsanwältin Alessandra Cerreti versucht, Frauen aus dem Umfeld der Organisierten Kriminalität zu Kronzeuginnen zu machen. Ihre Arbeit diente auch als Vorlage der Serie „The Good Mothers“.
Umständlich, besserwisserisch, detailverliebt – über Hochbegabte gibt es viele Klischees. Tatsächlich haben sie es im Beruf nicht immer leicht. Woran das liegt und was hilft.
Roberto Cavalli ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Modemacher stand für italienischen Lebensstil. Dabei begann sein glitzerndes Leben traurig.
Das Russische Haus in der Berliner Friedrichstraße gibt sich als Kulturzentrum für die Diaspora, ist aber bloß der lange Arm des Kreml. Jetzt wurde dort eine Buchhandlung eröffnet. Das Angebot hat es in sich.
Ein Band präsentiert den Briefwechsel zwischen Alma Mahler und ihrem Geliebten und späteren zweiten Ehemann Walter Gropius. Gabriele Reiterer folgt dem Lebensweg von Anna Mahler, Almas Tochter aus ihrer ersten Ehe mit Gustav Mahler.
Beim Shoppen, auf dem Amt, im Bewerbungsgespräch: Ali Asgari und Alireza Khatami montieren im Film „Irdische Verse“ kunstvoll ein Bild der iranischen Gesellschaft.
Der politische Aktivist Ernst Toller könnte nicht aktueller sein: Jetzt erscheint seine Autobiographie „Eine Jugend in Deutschland“ als Neuausgabe.
Ein Autorenduo versammelt in einem Band sechzig Orte rund um Hofheim mit kaum bekannter und vergessener Geschichte.
Viele sahen ihn als Opfer: Für die Jury ging es im Mordprozess gegen die Football-Legende O.J. Simpson auch um die Diskriminierung von Schwarzen durch die Polizei. Zuvor hatten ihn Unterstützer auf seiner Flucht angefeuert.
Vorurteile und Klischees, diffuse Ängste und soziale Kontrolle: In ihrem Kinderroman „Frieda, Nikki und die Grenzkuh“ erzählt Uticha Marmon von einem gespaltenen Dörfchen namens Elend.
Der Bundestag stimmt über das Selbstbestimmungsgesetz und die Bezahlkarte ab, Kanzler Scholz reist nach China und Bayer Leverkusen hat den Traum vom „Triple“ in der eigenen Hand.
Auf dem Hollywood Boulevard gibt es nun auch einen rosafarbenen Stern mit dem Namen des Pianisten Lang Lang. Er bedankte sich mit einem Kurzkonzert.
Wolf Schmidt hat 1949 mit den „Hesselbachs“ eine hessische Legende begründet. Pionierin Gaby Reichardt und der heutige Interpret Jo van Nelsen über Rollen, Stimmen und die Sogkraft von „Mamma“ und „Babba“.
Mann von irgendwo, Reisender und Fremdling auf Erden: Julien Green war ein Solitär der französischen Literatur. Nun hat Wolfgang Matz seinen Roman „Treibgut“ neu übersetzt.
Kuscheltier, Comicheft, Legostein: Kinder aus Grundschulen in Mainz haben mit Londoner Künstlern ihre eigene Ausstellung kuratiert. Sie zeigen, was ihnen wichtig ist.
Aurea Pereira Steberl hat sich ihr Leben erkämpft: gegen Armut, Gewalt und Rassismus, erst in Brasilien, dann in Deutschland. Jetzt hat die Frankfurterin ihre Geschichte zusammen mit Paula Macedo Weiß aufgeschrieben.
Stefan Çapalikus Roman „Tirana – Ein kurzer Traum“ erzählt von der Zeit zwischen Faschismus und Kommunismus.
Mit dieser Farbe ist alles in Butter: Ein helles Gelb erobert gerade die Mode des Frühjahrs. Kann es das allgegenwärtige Beige verdrängen? Und wie trägt man es?
Nona Fernández erzählt in ihrem Roman „Twilight Zone“ von der diktatorischen Vergangenheit in Chile.
Dieser eine Moment, in dem die Sehnsucht in Heimweh umschlägt: Dem großen Erzähler Arnold Stadler zum siebzigsten Geburtstag
Eine eigene Immobilie ist viel zu teuer geworden, sagen die jungen Leute. Die Älteren entgegnen: Die Bedingungen waren früher auch nicht besser. Wer hat recht?
Der Verlust der eigenen Sprache kann organische, aber auch seelische Gründe haben. In der Vitos-Klinik in Weilmünster im Taunus werden Menschen mit psychogenen Stimmstörungen behandelt.
Das Museo Picasso in Málaga hat seine Dauerausstellung neu gehängt. Und wehrt sich erfolgreich gegen alte Schubladen und künstliche Kategorien für das Werk des Großmeisters der Moderne.
Bruna Geske will Internationale Meisterin im Schach werden. Dafür muss die Frankfurterin Vorurteile überwinden und sich in einer Männerwelt behaupten.
Norzita Omar kam aus Malaysia nach Deutschland und dann in die Schweiz.
Mark Knopflers Album „One Deep River“ ist ein Alterswerk, das aus tiefer Quelle schöpft, Stärkung in der Routine findet – und sich am Ende zum Gospel emporschwingt.
„Wir sehen uns im August“: Ein Spätwerk des Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez – und ein berührendes Erinnerungsbuch seines Sohnes Rodrigo García.
José F. Oliver begibt sich mit „In jeden Fluss mündet ein Meer“ auf essayistische Erkundung des eigenen Andalusisch-Schwarzwälder Lebensweges zum Sprachspieler.
Joy Williams ist seit Jahren ein Star amerikanischer Literatur. Aber erst jetzt erscheint ihr biblisch-dystopischer Debütroman „In der Gnade“ auch auf Deutsch.
Selbst noch in der schmerzlichsten Niederlage würdevoll bleiben: Der Boxclub Nordend in Offenbach gilt als Modell für erfolgreiche Jugendarbeit und Prävention. Nun hat er ein neues Zuhause gefunden.
Was unsere Energieversorgung angeht: Der Winter ist überstanden. Robert Habeck will sogar die Klimalücke geschlossen haben. Das diskutieren wir mit Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung.
Gibt es das melancholische Masuren eines Siegfried Lenz und Ernst Wiechert wirklich, oder liegt es im Reich der Phantasie? Wer es gesucht und gefunden hat, ist sich nicht ganz sicher.
Kunst aus klingenden Kugeln: Heike Weber und Walter Eul zeigen ihre Installation „Sonic Ballroom“ im Wiesbadener Bellevue-Saal.
Watterauch-Gespensterplasma und Supermans Heimat in Flaschen: Im Düsseldorfer K21-Gebäude der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen spukt eigensinnig eine große Werkschau des Künstlers Mike Kelley.