Die süße Krankheit gestern
Zu der Zeit, in der „Der Turm“ spielt, waren wir Kinder. Deswegen hat uns das Wort „Genosse“ keinen Schrecken eingejagt. So sehen wir uns den Film als „Wost-Kinder“ an: mit gemischten Gefühlen.
Zu der Zeit, in der „Der Turm“ spielt, waren wir Kinder. Deswegen hat uns das Wort „Genosse“ keinen Schrecken eingejagt. So sehen wir uns den Film als „Wost-Kinder“ an: mit gemischten Gefühlen.
Véronique Bizot ist eine Meisterin des Schweigens an der richtigen Stelle: Ihr Roman „Eine Zukunft“ erzählt von der unheimlichen Macht einer Familie.
Herrliche Naturaufnahmen, bei gutem wie bei schlechtem Wetter, mit einem eloquenten Helden, den jeder zu kennen meint: Ein Film über Reinhold Messner muss mehr bieten. Messner über „Messner“.
Das konnte ja nicht gutgehen. 16 Punkte aus sechs Spielen, ungeschlagen, Tabellenzweiter. Zu schön, um wahr zu sein. Bis gestern, bis zur Sitzung des Bildungs- ...
Walter Kohl spricht im Wiesbadener Kurhaus über das Leben als Kanzlersohn. Dabei kommt viel Persönliches zur Sprache, und eine lebhafte Diskussion folgt.
Die Altmark galt lange als besonders fromm. Selbst die SED konnte der Kirche dort kaum etwas anhaben. Doch mit der Wende begann der Mitgliederschwund. Heute kommen nur noch die Alten. 60 Jahre nach ihrer Konfirmation erinnern sie sich daran, wie alles früher einmal war.
Wie im Märchen: Christian Redl als Kommissar Krüger ist dem mysteriösen Spreewaldmörder auf den Spuren. Er ermittelt die Grenzen zwischen Mythos und Realität.
Joe Kittinger hat vor 52 Jahren mit einem Sprung aus 31 Kilometern den Rekord im Freifall aufgestellt. Der Österreicher Felix Baumgartner will ihn nun brechen - und mit mehr als 900 Kilometern in der Stunde der Erde entgegen rasen.
„Iss deinen Teller leer, die Hungernden in Afrika wären froh, wenn sie so viel zu essen hätten!“ Als Kind hat diese Ermahnung jeder einmal zu hören bekommen -
Daran also hat Joanne K. Rowling fünf Jahre lang geschrieben - am dunklen Zwilling ihrer „Harry Potter“-Bücher. „Ein plötzlicher Todesfall“ aber setzt nicht auf Helden und Abenteuer. Es geht um die politische Botschaft.
Mit seinem Film „The Deep Blue Sea“ gelingt dem Briten Terence Davies das Wunder, das Arsenal des Kitsches - Kostüme, Kulissen, Liebesschmerz - zum Glänzen zu bringen.
Ein Kind, das in den Fünfzigern in Südafrika aufwächst, sieht in der Welt mehr als Sand, Meer und Sonne. Mit nur einem kurzen Wort drängt sie ihm ihre ganze Komplexität auf.
Eine günstige Alternative zum All: Die Wüste Tunesiens versetzt einen in ferne Sternenwelten. Eine Reise zu den Drehorten von Star Wars.
Es ist ein Großtrend unserer Tage: Wir fliehen das Land. Die Zukunft ist urban - auch wenn man in der Stadt vielleicht niemanden hat, der im Urlaub die Blumen gießt. Eine Erkundung.
Aller Unmenschlichkeit der Geschichte zum Trotz bewahrte er sich eine anthropologische Perspektive auf die Wissenschaft. Zum Tod des Physikers, Wissenschaftsphilosophen und Wissenschaftshistorikers Yehuda Elkana.
An Geld fehlt es armen Familien nicht, darüber waren sich bei Günther Jauch fast alle einig. Allerdings haben Familien und Staat mehr gemeinsam, als man zunächst denkt.
Von Katrin HummelEigentlich schien alles klar zu sein im Leben von Ariane Maurer: Sie sollte in das Zweifamilienhaus ihrer verwitweten Mutter mit einziehen,
Zur ersten Lesung des neuen Stadtschreibers ist die Nikolauskapelle in Bergen-Enkheim bis auf den letzten Platz gefüllt.
Was ist Inversion? Wenn ein Nobelpreisträger die Juden zur Gefahr erklärt. Wenn die deutsche Justiz den Juden Körperverletzung vorwirft. Anmerkungen zum sprachlichen Sadismus aus Anlass der Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille durch die Jüdische Gemeinde Düsseldorf.
Salman Rushdie stellt in New York seine Memoiren vor. Es sei eine gute Geschichte über ein Leben, das nicht gut war, sagt er. Und fordert mehr Mut im Umgang mit streitbaren Kulturen.
In der zurzeit laufenden Goethe-Festwoche steht in Frankfurt der Deutschen größter Dichter mit seinem Verhältnis zum Geld im Mittelpunkt.
Schwimmen entspannt und schont die Gelenke? Von wegen. Fehlhaltungen sind häufig. Brustschwimmen kann sogar ungesund sein und ist für Anfänger ohnehin die falsche Technik. Höchste Zeit für neue Konzepte im Schwimmunterricht.
Es dauerte ein wenig, bis Johannes zu Eltz seine Berufung zum Priestertum erkannte. Als Frankfurter Stadtdekan findet er, seine katholische Kirche könnte spannender sein.
Die derzeitige Diskussion über Altersarmut und Rentenpolitik ist eine Gespensterdebatte. Erstens ist Armut natürlich ein ernstes und leider auch aktuelles ...
Für die Tasche Im Piper-Verlag erscheint nun eine „Gebrauchsanweisung für die Welt“, eine Art Anstiftung zum Reisen, egal wohin, geschrieben von Andreas
Wenn Viola Tensil sagt, dass sie beruflich Spiele testet, hört sie oft die Antwort: „Das ist doch gar kein richtiger Job!“ oder „Wie soll man denn davon
Christian Streich lebt mit ausdrucksstarker Gestik und Mimik das Spiel seines Teams am Spielfeldrand mit. Im F.A.Z.-Interview spricht der Freiburger Trainer vor dem Spiel gegen Hoffenheim über die Arbeit mit Talenten und die Metzgerei seiner Eltern.
Eltern haften für ihre Kinder: Entdeckerdrang ist gut, und Schutz muss sein. Das lesen wir bei der Kinderbuchautorin Ursula Wölfel, die an diesem Sonntag ihren neunzigsten Geburtstag feiert.
Im österreichischen Goldegg beginnt am 13. September ein neues Festival für Thomas Bernhard. Im Nachbarort Sankt Veit war der Schriftsteller häufig zu Gast. Der Altbürgermeister Richard Donauer erinnert sich gut an ihn und seinen „Lebensmenschen“.
JERUSALEM, im SeptemberFür Thomas Heiselberg kreist die ganze Welt nur um ihn selbst. Er gehört keiner Partei an, und Familie hat er auch nicht.
Während der deutschen Besatzung gab sie jungen jüdischen „Untertauchern“ in Amsterdam eine Bleibe. Heute wird die Künstlerin und Mäzenin Gisèle van Waterschoot van der Gracht hundert Jahre alt.
Die Philosophie war ihm zu spekulativ, die Physik zu simpel. Also wurde Wolf Singer Hirnforscher. Und ärgert so manchen Geisteswissenschaftler.
Genies sind einsam, heißt es. Tatsächlich bezeichnete sich Albert Einstein, der als das Genie schlechthin gilt, sich selbst als „Einspänner“.
Wie pflegt man einen historischen Garten, zumal einen, in dem schon immer gebaut wurde? Über Erbe, Auftrag und Kritik an einem Beispiel aus Frankfurt.
Was ist im Fall Assange eigentlich der Fall? Seine Person? Seine Taten in Schweden? Oder verweist das Drama auf die größere, verdrängte Schuld derer, die den Irakkrieg begonnen haben?
Eine Schrift für alle Menschen: Ulf Erdmann Zieglers Roman „Nichts Weißes“ fasst eine Epoche und ihre Generation in 26 Zeichen.