Heiße Herzen
Der Manager eines Energiekonzerns tischt veraltete Klimawandel-Antithesen auf. Der Mann hat klare Interessen. Trotzdem wird er ernst genommen. Lächerlich.
Der Manager eines Energiekonzerns tischt veraltete Klimawandel-Antithesen auf. Der Mann hat klare Interessen. Trotzdem wird er ernst genommen. Lächerlich.
Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erschienen in dieser Woche Prinzessin Caroline von Hannover und der Axel-Springer-Verlag - in zwei unterschiedlichen Fällen. Die Prinzessin verlor, der Verlag gewann. Die Rechte der Medien wurden gestärkt.
Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) hat sich als erstes niedersächsisches Regierungsmitglied öffentlich von Bundespräsident Wulff distanziert. Die Angaben der Landesregierung im Landtag, die mit Wulff abgesprochen waren, hätten sich als „schlicht falsch“ erwiesen.
Thomas Gottschalk räumt ein, mit seiner neuen Sendung quotenmäßig „in der U-Bahn“ zu sitzen. Gottschalk jedenfalls setzt auf die Zukunft – und eine Bergbahn, die ihn nach oben bringt.
Es wirkt nicht so, als sei die hessische Regierung sonderlich unglücklich über das Verbot der Börsenfusion. Brüssel hat Wiesbaden eine unangenehme Entscheidung abgenommen.
In der Not zeigt sich der wahre Charakter. Als Nebenprodukt der Wahrheitsfindung bei Sutils Strafprozess endete dessen Freundschaft zu Lewis Hamilton. Ein echter Crashtest. Nicht bestanden.
In seiner Autobiographie spricht der ehemalige Fußballfunktionär Rudi Assauer zum ersten Mal offiziell über seine Alzheimer-Erkrankung. Sein Verlag bestätigte Medienberichte, nach denen er seit 2010 an der Krankheit leidet.
Rund 100 Polizeibeamte haben einen Erpresser gejagt, der drohte, das Kind eines Unternehmers aus Brandenburg zu töten. Jetzt wurde er auf einer Autobahn verhaftet.
Berlin fordert vor dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel einen Sparkommissar für Griechenland. Aus Athen kommt heftiger Widerspruch. Unterdessen wird über eine Ausweitung des geplanten zweiten Hilfspakets diskutiert.
Gegen Christian Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker und den „Nord-Süd-Dialog“-Veranstalter Manfred Schmidt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es geht um Bestechung.
Die italienische Polizei hat bei den Bergungsarbeiten an der „Costa Concordia“ ein deutsches Opfer identifiziert. Die Rettungskräfte haben ihre Arbeit mittlerweile wieder aufgenommen.
Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff bringt nach Überzeugung von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die gesamte Politik in Verruf. Einer Umfrage zufolge verliert Wulff auch in der Bevölkerung weiter an Akzeptanz.
Nach der Eröffnung eines Verfahrens gegen sein Land hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán sich kompromissbereit mit der EU gezeigt. Die beanstandeten Gesetze könnten „schnell und einfach“ korrigiert werden, sagte er in Straßburg.
Ungarns Ministerpräsident Victor Orban hat sich im Vertragsverletzungsverfahren zu Zugeständnissen gegenüber der EU-Kommission bereit erklärt. „Wir sind offen und bereit, über alle Probleme zu verhandeln“, sagte er der „Bild“-Zeitung.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wird keine Ermittlungen gegen die BW-Bank wegen des Verdachts auf Untreue und Vorteilsverdacht aufnehmen. Derweil macht die Unions-Fraktion im Bundestag deutlich, dass sie die Debatte über Wulff beendet wisen will.
Die Berichterstattung zur Präsidentenkrise ist selbst in die Krise geraten. Journalisten warnen einander vor der „öffentlichen Meinung“. Was das ist, weiß leider keiner so genau.
Immer mehr Einzelheiten kommen über den 54 Jahre alten Unternehmer ans Licht, der am Mittwoch in Dachau einen Staatsanwalt erschoss. Er gilt als verbittert und aggressiv.
Die Anwälte Wulffs wollen weitere Journalistenfragen zur Kreditaffäre sowie die Antworten darauf veröffentlichen. Wulff habe den Auftrag dazu erteilt, sagte Gernot Lehr am Freitag. Der SPD-Vorsitzende Gabriel griff Wulff am Freitag scharf an.
Protokoll ohne Gnade: Auf dem Neujahrsempfang im Schloss Bellevue für die Spitzen des Staates macht der Bundespräsident gute Miene zum bösen Spiel. Ehefrau Bettina wirkt bisweilen irritiert, die Kanzlerin nüchtern.
Mehrere Zeitungen haben den Anwalt des Bundespräsidenten am Donnerstag darüber informiert, dass ihre Fragen an Wulff und seine Antworten veröffentlicht werden können. Erstmals forderte ein Bundestagsabgeordneter der CDU Wulff zum Rücktritt auf.
Bundespräsident Wulff will die Antworten seiner Anwälte auf hunderte Anfragen von Journalisten im Zusammenhang mit seiner Kredit-Affäre nun doch nicht veröffentlichen. Sein privater Rechtsvertreter beruft sich auf „anwaltliche Schweigepflicht“.
Eine Spur des mutmaßlichen Busentführers von Kronberg führt nach Berlin. Nach dem gefährlichen Gewaltverbrecher aus Krefeld fahndet die Polizei nun auch mit Hilfe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“.
Christian Wulff fürchte keine Veröffentlichung der Abschrift seines Anrufs beim Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, sagt einer seiner Anwälte. Die Koalition trifft angeblich keine Vorkehrungen für den Fall eines Rücktritts des Bundespräsidenten.
Für diese Woche kündigt Kristina Schröder eine programmatische Rede an. Zeit wird’s, denn die belasteten Familien hatten bisher wenig von ihr.
Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat Kanzlerin Merkel angeboten, gemeinsam eine geeignete Persönlichkeit für das Amt des Bundespräsidenten zu benennen. Anders als Generalsekretärin Nahles spricht sich Gabriel für den Fall eines Rücktritts Wulffs dagegen aus, die Bundestagswahl vorzuziehen.
Hinter den Kulissen: Nimmt man Christian Wulffs Verhalten in den letzten Wochen unter die Lupe, sind es die nichtöffentlichen Reaktionen, die wirklich auffallen.
Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Rösler stehen laut FDP-Führung in engem Kontakt, um sich im Falle eines Rücktritts von Bundespräsident Wulff auf einen Nachfolger zu einigen. Die Bundeskanzlerin dementiert.
Bundespräsident Christian Wulff hatte am Freitag nicht den Emir, sondern die Weisen aus dem Morgenland zu Gast. Sie brachten Gold, Weihrauch, Myrrhe - und einen Hauch von Normalität. Doch in Bellevue und im Kanzleramt weiß man: Es gibt keinen Moment, an dem man sagen kann, die Sache ist vorbei.
Das Casting-Gemetzel „DSDS“ geht weiter: Wie Dieter Bohlen die Kultur des Landes verändert.
Bundeskanzlerin Merkel will sich im Streit um die Veröffentlichung der Anrufabschrift zwischen Wulff und der Bild-Chefredaktion nicht positionieren. Sie lobte das Fernsehinterview des Bundespräsidenten als „wichtigen Schritt, das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen.“
Im Streit über den Anruf von Christian Wulff bei der „Bild“-Zeitung hat Chefredakteur Kai Diekmann den Bundespräsidenten gebeten, die Mitschrift des Anrufs veröffentlichen zu dürfen. Wulff lehnte am Donnerstag ab. Der Briefwechsel der beiden.
Wulffs Interview ist kein Befreiungsschlag, sondern nur der Rückzug auf die letzte Verteidigungslinie. Die „Bild“-Zeitung dreht die Eskalationsspirale weiter. ARD und ZDF verspielen die Chance zur Aufklärung.
Bundespräsident Christian Wulff hat die Veröffentlichung des protokollierten Telefonanrufs beim Chefredakteur der „Bild“-Zeitung Diekmann abgelehnt. Das Präsidialamt erklärte, Wulff wolle es bei der persönlichen Entschuldigung belassen.
Patrick Döring verlangt von Bundespräsident Wulff weitere Klärung: Der Bundespräsident müsse seinen Disput mit der „Bild“-Zeitung klären, verlangte der designierte FDP-Generalsekretär.
Christian Wulff will Bundespräsident bleiben. In einem Fernsehinterview gestand er zwar Fehler ein, lehnte einen Rücktritt aber ab. Die „Bild“-Zeitung widersprach Wulffs Darstellung, er habe einen Bericht des Blattes nur hinauszögern, nicht aber verhindern wollen.
Der Bundespräsident gibt ARD und ZDF ein Interview. Sonst redet er mit niemandem. Das verrät viel über sein Amtsverständnis. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erlebt ein Waterloo.