Vier Randalierer festgenommen
Nach Auseinandersetzungen beim Zweitligaspiel in Frankfurt unter den eigenen Fans hat sich Fortuna Düsseldorf vom Verhalten der Anhänger distanziert. Der Club verurteilte jede Art von Rassismus und versprach Aufklärung.
Nach Auseinandersetzungen beim Zweitligaspiel in Frankfurt unter den eigenen Fans hat sich Fortuna Düsseldorf vom Verhalten der Anhänger distanziert. Der Club verurteilte jede Art von Rassismus und versprach Aufklärung.
Renaissance der Gewalt: Das Zusammenwirken von alten „Hools“ und radikalen Ultras droht dem Fußball ein neues Problem zu bescheren.
Porto Alegre ist auf das Schlimmste vorbereitet. Das Zentralgefängnis hält einen eigenen Trakt für randalierende WM-Fans bereit, obwohl jetzt schon 4501 Straftäter inhaftiert sind - bei einer Kapazität von 1800.
Zurück zur Normalität? In Ägypten rollt nach mehreren gescheiterten Anläufen der Fußball wieder - begleitet von großen Zweifeln und ohne Zuschauer.
In den Fußballstadien nimmt die Politisierung zu. Experten sprechen von „einer Ausdifferenzierung“ innerhalb der Fanszene - auch in Richtung Nationalismus und Rassismus.
Den Spitzen der Ultras habe er verschiedene Szenarien einer Bestrafung aufgezeigt, sagt Borussia Dortmunds Geschäftsführer Watzke. Eine Choreographie im Heimspiel gegen Stuttgart wird untersagt.
Ein normaler Marathon reicht Jörg Drechsler schon lange nicht mehr. Er ist Ultramarathon-Läufer, rennt 4400 Kilometer im Jahr und hat seine Grenzen noch lange nicht erreicht.
Der umstrittene Polizeieinsatz in der Schalke-Arena beim Spiel gegen Saloniki mit 80 Verletzten hat ein Nachspiel: Die Polizei will künftig im Stadion keine Präsenz zeigen. Das Vertrauensverhältnis zum Verein sei nachhaltig gestört.
Ein Verein aus Hövelriege wird geehrt: Unter 127 Bewerbungen setzte sich der Klub für sein Engagement für Toleranz durch. Die Preisverleihung findet während des WM-Qualifikationsspiels gegen Irland am 11. Oktober in Köln statt.
Das finanzielle Überleben in der Regionalliga ist nicht leicht. Rot-Weiss Essen überrascht mit seinem Trikotsponsor. 70 Gönner tummeln sich auf dem Shirt - darunter auch eine Gruppe, die man dort nicht erwartet.
Die große Konrad-Choreographie: Der 1. FC Nürnberg setzt mit einem Ehrengast aus New York ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus. Evelyn Konrad erinnert an ihren Vater Jenö, eine Trainerlegende, die vor dem Nazi-Regime fliehen musste.
Die Todesurteile nach der Fußballtragödie von Port Said sorgen in Ägypten für blutige Krawalle. Die Ultra-Fans vom Klub Al Ahly in Kairo sprechen von Gerechtigkeit.
Nach den Raketen von Leverkusen: Die Frankfurter Ultras distanzieren sich immerhin vom Einsatz von Leuchtspurmunition. Der hessische Innenminister Rhein kündigt eine Verschärfung der Stadionüberwachung an. Der Eintracht droht eine harte Strafe.
Dem Fußball muss klar sein, dass an den Rändern der Fanszene immer Straftäter zu finden sein werden. Die Ultras müssen akzeptieren, dass Fußball-Kultur endet, wo gegen Gesetze verstoßen wird.
Die Ultras von Eintracht Frankfurt haben sich von den Chaoten distanziert, die in Leverkusen eine Spielunterbrechung provozierten. „Unsere allgemeine Einstellung zu Pyrotechnik dürfte hinlänglich bekannt sein“, heißt es weiter.
Die Aachen Ultras haben den Kampf gegen die rechten Kräfte in der Fanszene der Alemannia aufgegeben. Anonym sprechen zwei von ihnen über die Angriffe der rechten Gruppen, die fehlende Hilfe vom Verein und warum sie jetzt aufgeben.
Paris Saint-Germain wird von Geld aus Qatar geflutet, ist „chic“ - aber frühere Anhänger wenden sich ab. Frauen in hohen Schuhen, die in der Halbzeit den Eingangsbereich der Damentoiletten blockieren, mag nicht jeder.
Nach der Verabschiedung des DFL-Sicherheitskonzepts entsteht eine neue Kurvendiskussion: Auf Schalke, in Mainz und in Düsseldorf kommen die Ultras mit ihrem Protest im eigenen Stadion nicht mehr an.
Michael Gabriel und Volker Goll sind Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte in Frankfurt. Im Doppelinterview sprechen sie über die Bedeutung der Anhänger für den Fußball und das Rezept für mehr Sicherheit in den Stadien.
Am Mittwoch will der Ligaverband das DFL-Papier „Sicheres Stadionerlebnis“ verabschieden. Der erbitterte Streit über den Umgang mit einem Prozent Gewalttätern und 99 Prozent friedlichen Fans droht, die Strukturen des Profifußballs anzugreifen.
Al Ahly Kairo startet an diesem Sonntag nach der Stadionkatastrophe von Port Said ohne viel Spielpraxis bei der Klub-WM in Japan. Der Verein zeigt, wie sehr Politik, Religion und Fußball in Ägypten verknüpft sind.
Italien war einmal das gelobte Land der Fankultur. Zwei Groundhopper haben den Niedergang aus der Nähe betrachtet. Und ZDFinfo war selbst im Allerheiligsten der Inter-Ultras dabei.
Mit einem hastig erarbeiteten Sicherheitskonzept reagiert die Deutsche Fußball-Liga auf Druck der Politik. Doch die empfohlenen Maßnahmen empfinden viele friedliche Zuschauer als Affront. Der Widerstand der Vereine formiert sich, die Fans wollen mitreden.
Michael Grüber sorgte einst als „Vorsänger“ für die Stimmung in der Kurve von Mainz 05 und ist noch immer in der Ultraszene aktiv. Im FAZ.NET-Interview spricht er über Fehler der Ultras, neues Verantwortungsgefühl und die Situation in den Blocks.
Das deutsche Fußball-Idyll zeigt Risse: Neonazis unterwandern nun auch im Westen zunehmend selbst offizielle Fanklubs. Besonders betroffen von der geschickten, rechtsextremen Agitation sind Dortmund und Aachen.
Mainzer Anhänger verwenden das RAF-Emblem für eine Protest-Fahne. Verein und DFB finden das geschmacklos. Doch eine offene Gesellschaft muss auch Fans das Recht auf Satire einräumen.
Martin Kind verwendet gerne deutliche Worte. In dieser Woche hat der Präsident seine Fans zurecht für verbale Entgleisungen gegenüber Emanuel Pogatetz kritisiert. Ein anderes Mal sieht er sich aber nicht ganz zu Unrecht dem Vorwurf der Heuchlerei ausgesetzt.
Der Psychologe Martin Thein spricht im F.A.Z.-Interview über die Gefahr einer Eskalation der Gewalt in der Fußballszene, das Desinteresse von Vereinen sowie Lösungen des Problems.
Der erste Spielort der Deutschen ist die Heimat rechtsextremer Ultras. Hakenkreuze und Naziparolen verunstalten Lembergs Altstadt. Die Polizei ist auf der Hut.
Der deutsche Fußball sucht nach Antworten auf das Fanproblem. Hannover-Präsident Kind lässt die Fans in den Blöcken per Video überwachen und Strafen von ihnen selbst bezahlen. Noch ist er damit allein. Heute Nachmittag soll das DFB-Sportgericht eine Entscheidung über das Relegationsspiel treffen.
Einst galt nur das Umfeld des italienischen Fußballs, in dem Juventus Turin am Sonntag Meister wurde, als marode. Nun weiß man, dass das System von innen her fault. Sportbetrug gilt als Kavaliersdelikt.
Spielunterbrechung wegen Randale: Die Fußballprofis des CFC Genua ziehen unter Tränen ihre Trikots aus, weil es der Mob von ihnen verlangt. Die Serie A erlebt einen nicht für möglich gehaltenen Tiefpunkt.
Nach der Katastrophe in Port Said ist die Verbandsführung abgesetzt worden. Die Ultras der großen Kairoer Klubs verbrüdern sich, um gegen die politischen Verhältnisse zu demonstrieren.
Bei seinem bildhaften Vergleich wurde deutlich, dass Christian Heidel früher einmal ein Autohaus geführt hat.
Zwischen Annäherung und Null-Toleranz-Politik: Der Manager von Mainz 05 und der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht über den Umgang mit der Ultrabewegung.
Angriffe auf Polizisten, Pyrotechnik im Stadion, Drohungen gegen Spieler - die Debatte um die Zustände im deutschen Fußball werden hitziger. Teilen Sie uns Ihre Meinung mit.