Ausbeutung für Olympia
Rund 6000 Bauarbeiter in Sotschi erhalten ihren überfälligen Lohn. Menschenrechtler von Human Rights Watch sind wenig begeistert. Die Maßnahme sei „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“.
Rund 6000 Bauarbeiter in Sotschi erhalten ihren überfälligen Lohn. Menschenrechtler von Human Rights Watch sind wenig begeistert. Die Maßnahme sei „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“.
Für jeden gefällten Baum wurden in und um Sotschi „mehr als drei neue gepflanzt“, sagte IOC-Präsident Bach der F.A.Z. „Stimmt nicht“, antwortet Umweltschützer Suren Gasarjan. Er beklagt einen Kahlschlag - und mehr.
Thomas Bach spricht in der F.A.Z. über Politiker, die Botschaften auf dem Rücken von Athleten transportieren, die umstrittene Vergabe der Winterspiele an Sotschi und Millionen-Zahlungen an ausgebeutete Gastarbeiter.
Der erste Etat für die Sommerspiele 2016 steht. Olympia in Rio soll 2,2 Milliarden Euro kosten. Diese Summe wird sich aber noch deutlich erhöhen - in der ersten Rechnung sind nur Planungs- und Durchführungskosten enthalten.
Viele Ideen und eine düstere Prognose: Hockey kämpft um seine Zukunft als olympische Sportart. In Deutschland gibt es vor allem im Hallen-Hockey Ärger.
Eine Atmosphäre der Angst und Einschüchterung beklagen Bürgerrechtler im Olympiaort Sotschi. Die Vorwürfe richten sich nicht nur an Russland, sondern auch an das IOC. Der deutsche Sicherheitsexperte Spahn warnt vor Polizeispielen.
Nach Politikern und Sportlern kritisieren auch Sportfunktionäre die Austragung der Winterspiele in Sotschi: „Mit ihrem Hang zu Gigantismus“, sagte IOC-Mitglied Gian-Franco Kasper, werde sich die olympische Bewegung „selbst auffressen“.
Rogge, Beckenbauer, de Maizière, Schäuble - illustre Gäste kommen zur Party von IOC-Präsident Thomas Bach. Die Lage in Sotschi bleibt nicht unerwähnt. Doch das Geburtstagskind schweigt dazu.
Trotz der Anschläge von Wolgograd bleibt für die Amerikaner der Fokus auf dem Sport. Die ehemalige Heimatschutzministerin vertraut dem IOC und dem FBI in Sachen Sicherheit.
Vitesse Arnheim trainiert in den Vereinigten Arabischen Emiraten ohne Dan Mori. Der Spieler darf nicht einreisen, weil er Israeli ist. Der Umgang mit der himmelschreienden Diskriminierung zeigt, welche Werte im Sport zählen.
Trotz der Terroranschläge in Wolgograd glaubt IOC-Präsident Bach an sichere Spiele in Sotschi. Auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper sieht die Sicherheit im Olympia-Ort nicht gefährdet.
Im Interview mit der Sonntagszeitung greift Heiner Geißler nicht nur IOC und Fifa an. Auch kritisiert der begeisterte Bergsteiger die auf Wintersport fixierte Abenteuer-Industrie scharf. Zudem beklagt er die Vernachlässigung des Schulsports.
Heiner Geißler nennt das IOC einen „korrupten Altherrenklub“. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geißelt der begeisterte Sportler und frühere Generalsekretär der CDU auch das Verhalten der Fifa.
Russlands Präsident rechnet die Kosten für seine Winterspiele klein und den Gewinn groß. Dabei wird Sotschi und seine Bevölkerung den eigentlichen Preis wohl erst nach Olympia zahlen.
Olympische Spiele in Sotschi, aber nicht in München, die umstrittene Fußball-WM in Qatar: Liegt der Sport noch in den richtigen Händen? Im Interview sagen Sporthilfe-Vorstand Michael Ilgner und DFL-Chef Christian Seifert, was sich bei DFB und Fifa, bei IOC und DOSB ändern muss.
Sorgen um Sotschi, Kritik an Qatar: Christian Seifert von der DFL und Michael Ilgner von der Sporthilfe fordern in einem F.A.Z.-Doppel-Interview ein tiefgreifendes Umdenken bei Sportorganisationen.
Für die Sotschi-Absage von Bundespräsident Gauck sieht Bach keine politischen Gründe. Der IOC-Präsident nennt unter Bezug auf Gauck das Protokoll als Hauptgrund. Derweil sollen bei den Winterspielen Protestzonen eingerichtet werden.
Kanzlerin Merkel und IOC-Präsident Bach wollen die Olympia-Absage von Bundespräsident Gauck nicht bewerten. Welcher Regierungsvertreter nach Sotschi reisen wird, ist offen. Kritik an Gaucks Entscheidung kommt aus Moskau.
Gauck stellt sich nicht gegen den Sport. Der Bundespräsident will sich nur nicht von Russlands Präsident Putin so instrumentalisieren lassen wie das IOC. Es ist gut, dass er nicht nach Sotschi reist.
Der Bundespräsident will den Zaren Putin und dessen Spiele meiden - und erhält für seinen „Boykott“ Verständnis. Der deutsche Sport und dessen neuer Präsident müssen sich mit der schwer verdaulichen Nachricht auseinandersetzen.
Im Streit um die Verbesserung des Anti-Doping-Kampfes droht dem DOSB auf seiner Mitgliederversammlung die nächste Vorführung. Der deutsche Sport verspielt nach und nach seine Glaubwürdigkeit.
Wer im internationalen Sport mitreden will, braucht die passenden Köpfe und Strategien. Das belegt eine dänische Studie. In deutschen Verbänden gibt es von beidem zu wenig.
Thomas Bach hat Großes vor. Der neue IOC-Präsident will Olympia reformieren und kämpft um Unterstützung. Das Programm soll modernisiert und der Kreis möglicher Olympia-Ausrichter deutlich erweitert werden.
Ehre, wer Ehre hat: Der Deutsche Olympische Sportbund will seinen zum IOC-Präsidenten aufgestiegenen ehemaligen Chef Thomas Bach ehren.
Das IOC setzt Hockey auf die Liste gefährdeter Sportarten. Zu wenig verbreitet, lautet der Vorwurf. Der Hockey-Weltverband reagiert mit einer unsinnigen Regeländerung.
Hein Verbruggen wehrt sich per SMS gegen den Vorwurf, Doping vertuscht zu haben - Lance Armstrong kündigt weitere Enthüllungen an.
Die gute Nachricht im Kampf gegen Doping: Verbesserte Analyse-Methoden helfen beim Entlarven hunderter Athleten. Die schlechte: das Moskauer Labor wurde suspendiert.
Für Milde sei die Zeit abgelaufen, sagt IOC-Präsident Bach an die Adresse des einstigen Rad-Stars Armstrong. Dessen Reue sei zu spät gekommen.
Der Philosoph Gunter Gebauer sieht das IOC als großen Verlierer des Votums der Bayern gegen Olympische Spiele 2022. Im F.A.Z.-Gespräch erklärt er, warum er glaubt, dass Sport-Großereignisse nur noch zu autoritären Staaten passen.
Anders als in Russland und in China haben die Menschen in Bayern die Freiheit, per Volksabstimmung ihre Meinung zu sagen. Dabei sind nicht die Nein-Sager die Spielverderber. Das IOC verdirbt die Spiele.
Nach der klaren Absage der Bevölkerung an eine Winterspiel-Bewerbung 2022 betreiben Sport und Politik Ursachenforschung. Das IOC steht in der Kritik - aber auch der Bürgerentscheid selbst.
Die Bürger lassen das Olympiaprojekt München 2022 durchfallen, die Gegner der Bewerbung freuen sich über einen „4:0-Sieg“. Mit dem eindeutigen Votum wird deutlich, dass olympische Träume in Deutschland nicht mehrheitsfähig sind.
Das Münchner Olympia-Projekt fällt bei den Bürgern krachend durch. Deutschland wird 2022 keine Winterspiele in den bayrischen Alpen erleben. FAZ.NET hat die Reaktionen gesammelt.
In München und drei Landkreisen stimmen die Bürger an diesem Sonntag über Olympia 2022 ab. Der Ausgang ist offen. Denn jede einzelne der vier Befragungen muss positiv ausfallen.
An diesem Sonntag entscheiden die Bürger in Bayern, ob Olympia nach einem halben Jahrhundert wieder nach Deutschland geholt werden soll. Die Gefahr für München liegt eher in Petting als in Peking.
Nach einem Treffen mit dem Emir versichert Fifa-Präsident Blatter: Die umstrittene WM 2022 wird in Qatar stattfinden. Und bei einer Verlegung in den Winter soll nicht im Januar und Februar gespielt werden.