Claudia Roth fordert Boykott der Bundesregierung
Die Grünen appellieren an die Bundesregierung, auf eine Reise zu den Paralympics in Sotschi zu verzichten. Verbandspräsident Beucher kritisiert das IOC für die Vergabe der Spiele an Russland.
Die Grünen appellieren an die Bundesregierung, auf eine Reise zu den Paralympics in Sotschi zu verzichten. Verbandspräsident Beucher kritisiert das IOC für die Vergabe der Spiele an Russland.
Diesmal ist alles anders: Mit dem Ende der Winterspiele ist der Spuk des Gastgebers nicht vorbei. Die Machtdemonstration des russischen Präsidenten und seiner Oligarchen hat gerade erst begonnen.
Das olympische Feuer in Sotschi ist erloschen, zurück bleiben zwiespältige Gefühle nach den Winterspielen: Die einen beschreiben perfekte, die anderen bedrückende Spiele. Die spannenden Wettkämpfe konnten die politische Spannung nicht überdecken.
Die 22. Olympischen Winterspiele in Sotschi sind Geschichte. Das Feuer ist erloschen. Bei der Schlussfeier gibt es noch einmal eine Zeitreise durch die russische Kultur. Und am Ende eine große Athleten-Party.
Doping mit Tradition: Die nordischen Sportler aus Österreich sorgen mal wieder für einen Dopingfall. Der Skilangläufer Johannes Dürr ist vor dem abschließenden 50-Kilometer-Lauf wegen eines positiven Epo-Tests ausgeschlossen worden. Er war einer der Favoriten.
Schwache Ergebnisse und ein Doping-Fall in Sotschi - der deutsche Spitzensport geht schweren Zeiten entgegen, weil er seine Werte jenseits von Gold, Silber und Bronze nicht ernst genommen hat. Jetzt erntet er vor allem Misstrauen.
Der Doping-Fall Evi Sachenbacher-Stehle ist mit den Winterspielen nicht zu Ende. Die Staatsanwaltschaft veranlasst Durchsuchungen, um Beweise zu sichern. Nun gibt es viele Fragen, die beantwortet werden müssen.
Die deutschen Freestyle-Skifahrer bleiben ohne Medaille. Sportdirektor Maier hat die Schuldigen ermittelt: Staat und Sportbund fördern nur mit „lächerlichen“ Summen.
Die Olympische Familie ist stolz auf Emotionen. Ernste Fragen zu Trauer und Politik beantwortet sie aber nicht zufriedenstellend. Erst an diesem Sonntag äußerst sich IOC-Präsident Thomas Bach erstmals.
Aus Protest gegen ihren Präsidenten verzichtet die ukrainische Skifahrerin Bogdana Mazozka auf ihren Start: „Als Zeichen der Solidarität mit den Kämpfern auf den Barrikaden des Majdan.“
Wasserschäden, rissige Wände, blätternder Putz: Das IOC räumt ein, den Ausbau der Hotels in Sotschi lange vernachlässigt zu haben. Bis zu 100.000 Arbeiter wurden deswegen zuletzt eingesetzt - Tausende warten offenbar auf ihr Geld.
Kanada und die Vereinigten Staaten dominieren das Frauen-Eishockey. Das IOC überlegt nun, ob der Sport weiter olympisch bleiben soll. Die Vergangenheit zeigt: Es könnte knapp werden für die Frauen.
Aus Mitgefühl mit der Lage in ihrer Heimat wollten die ukrainischen Sportler bei Olympia mit Trauerflor starten. Das IOC verbietet dies allerdings. Es ist nicht der erste Fall von Trauerverbot in Sotschi.
IOC-Sprecher Adams warnt Pussy Riot vor Protesten auf dem Olympiagelände. Das IOC dulde keine politischen Statements bei den Wettkämpfen: „Wir sind nicht die Vereinten Nationen.“
Olympia in Sotschi ist eine rücksichtslose Machtdemonstration Putins. IOC-Präsident Bach sollte sich der Verantwortung stellen und Stellung nehmen zur Festnahme von Aktivisten. Denn wer schweigt, der duldet.
Die Ende vergangenen Jahres aus russischer Lagerhaft entlassenen Aktivistinnen der Punkband Pussy Riot sind am Rande der Olympischen Spiele in Sotschi festgenommen worden.
Beim Cross der Snowboarder und Skifahrer gehört der Crash zum Spektakel. Am schlimmsten traf es die Russin Komissarowa: Rückgrat gebrochen. Der Wettbewerb der Männer wurde wegen des Nebels am Montag vorerst abgesagt.
Ulrich Wilhelm findet, dass die Übertragungsrechte für Sotschi ihr Geld wert sind. Im F.A.Z.-Interview spricht der BR-Intendant über den richtigen Umgang mit Werbung und Sponsoren - und wie das Internet die Sportberichterstattung verändern wird.
Der Innenminister nutzt seine Visite in Sotschi zur Kritik an der russischen Justiz. Von deutschen Unternehmen fordert er, dass Fragen der Menschenrechte in den Wirtschaftsbeziehungen stärker berücksichtigt werden.
Russland diskutiert über den Ausstieg des Eislaufstars. Die Skispringer sind im Finale. Die Curling-Männer gewinnen erstmals. Und das IOC hält angeblich Doping-Nachtests zurück. Olympia kompakt am Freitag.
Totengedenken als Propaganda titulieren - damit kann der deutsche Biathlet Erik Lesser nichts anfangen. Er kritisiert das IOC für das weltfremde Trauerverbot.
Ein Exot der Winterspiele: Dachhiri Sherpa aus Nepal wundert sich über die Langlauf-Kollegen. Warum sind die Spiele vorbei, wenn ihr Rennen gelaufen ist?
Bei der Anhörung des entrechteten Fußball-Profis Zahir Belounis kommt das WM-Land von 2022 schlecht weg – ebenso wie die Uefa oder Klubs wie der FC Bayern.
Das IOC verbietet zwei Sportlerinnen das Totengedenken. Man halte es schlicht nicht für angemessen. Eine Regel dafür gibt es nicht. Die Aussage, die olympische Freude solle nicht gestört werden, ist entlarvend.
Einmal noch starten die Eishockeystars aus der NHL in ein olympisches Turnier. Danach soll Schluss sein: Den Klubchefs aus Amerika sind die Risikoprämien zu hoch und die TV-Quoten zu niedrig.
Olympia-Premiere auf der Normalschanze: Die Vorkämpferin Ulrike Gräßler und das Küken Gianina Ernst wollen an diesem Dienstag (18.30 Uhr) loslegen. Doch der Schüttelfrost hat sie fest im Griff.
Für Bello wird es in vier Jahren eng: In Südkorea ist ein Hundeleben nämlich nicht viel wert. Das erzeugt schon jetzt den nächsten vorolympischen Aufschrei.
Ricco Groß ist Disziplintrainer der deutschen Biathletinnen. Der Dreiundvierzigjährige spricht über Fehler des IOC, Doping-Verdächtigungen und seinen Einfluss auf Frauen.
Vor Olympia genügt es nicht, sich von Verletzungen der Menschenrechte und den Problemen seines Gastgebers zu distanzieren. Das IOC könnte mit seinem Einfluss und seinem Geld unendlich viel Gutes erreichen.
Die Worte von Ban Ki-moon haben hohen symbolischen Wert. Der UN-Generalsekretär ruft in seiner Rede bei der IOC-Vollversammlung zur Unterstützung von Homosexuellen auf. Anschließend trifft er sich mit Wladimir Putin.
Leidenschaftlich diskutieren die IOC-Mitglieder über Defizite ihrer Bewegung und wie Deutschland wieder für eine Bewerbung gewonnen werden kann. Präsident Bach treibt mit Wucht seine „Agenda 2020“ voran.
Olympia zum Mitmachen: Thomas Bach wünscht sich eine offene Debatte über die Zukunft Olympias. Dafür lässt er die Vollversamnmlung der IOC live im Internet übertragen und richtet eine E-Mail-Adresse für den „Dialog des Wandels“ ein.
Bauarbeiten bis auf den letzten Drücker: In Sotschi sind überall noch die Spuren der Arbeiten zu sehen. In Krasnaja Poljana haben auch noch nicht alle Medienhotels geöffnet.
Die Olympischen Winterspiele in Sotschi sind in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem Problemfall geworden. Schon vor dem Beginn steht der neue IOC-Präsident Thomas Bach unter Druck.
Bundespräsident und Kanzlerin reisen nicht nach Sotschi: Altkanzler Gerhard Schröder lässt sich die Olympischen Winterspiele indes nicht entgehen.
Nachdem der Biathlon-Weltverband kurz vor Olympia drei positive A-Proben von Sportlern aus Russland und Litauen öffentlich gemacht hat, kommt es in Moskau zu einer Sondersitzung des dortigen Anti-Doping-Komitees. Experten sollen die Vorwürfe prüfen.