Wird aus „One Love“ jetzt ein politischer Streit?
Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser trägt in Qatar beim deutschen WM-Auftaktspiel auf der Tribüne die von der FIFA auf dem Rasen verbotene Kapitänsbinde. Vor den Augen der Welt.
Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser trägt in Qatar beim deutschen WM-Auftaktspiel auf der Tribüne die von der FIFA auf dem Rasen verbotene Kapitänsbinde. Vor den Augen der Welt.
Im Vorfeld des Spiels gegen Japan sorgt das „One Love“-Verbot für viel Aufregung. Nun protestiert die deutsche Elf still mit ihrem Mannschaftsfoto – und die Innenministerin zeigt sich mit der Binde.
Die Selbsteinschätzung der Deutschen vor ihrem ersten WM-Spiel entpuppt sich auch auf dem Platz als Selbsttäuschung. Nach dem Einknicken in der „One Love“-Diskussion fehlt der DFB-Elf auch die Widerstandskraft gegen die Japaner.
Hinten wacklig, vorne ideenlos: Die deutsche Mannschaft verliert zum Auftakt gegen Japan. Im entscheidenden Moment ist die deutsche Abwehr nicht auf der Höhe.
In ihrem ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Qatar hat die DFB-Auswahl gegen Japan lange alles im Griff, verpasst aber die vorzeitige Entscheidung. Nun droht bereits gegen Spanien das WM-Aus.
Nachdem die Fifa Sanktionen für das Tragen der „One Love“- Binde angedroht hat, zeigen sich die deutschen Spieler vor dem WM-Spiel gegen Japan geschlossen mit zugehaltenem Mund.
Die Politisierung der WM bedroht die Fähigkeit des beliebtesten Sports der Welt, Menschen mit unterschiedlicher Anschauung im besten Sinne zusammenzubringen.
Die deutsche Nationalmannschaft betritt die große Fußball-Bühne: Beim ersten WM-Spiel der DFB-Auswahl gegen Japan setzt Bundestrainer Hansi Flick im Angriff auf einen Profi aus der Premier League.
Bei einem Besuch in Doha bemängelt die Innenministerin, dass einem deutschen Fan in Qatar Regenbogenzeichen abgenommen wurden. In der Affäre um die „One Love“-Binde erhält der DFB eine Antwort der FIFA.
Die Generaldebatte im Bundestag könnte emotional werden. Der Vermittlungsausschuss berät den Kompromiss zum Bürgergeld. Und: Das Auftaktspiel der Deutschen bei der Weltmeisterschaft in Qatar. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland.
Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hat im Streit um die „One Love“-Kapitänsbinde die FIFA kritisiert. Gleichzeitig nimmt er den DFB und seine Mitspieler kurz vor dem ersten WM-Spiegel gegen Japan aber auch in Schutz.
Anders als Rewe bleiben die meisten Sponsoren dem DFB trotz „One Love“-Debatte treu. Volkswagen riskiert damit einen Konflikt mit seinem Großaktionär Qatar – und Adidas schweigt zu seinem Partner FIFA.
Den deutschen Profis und dem DFB wird in der Debatte um die Kapitänsbinde „Einknicken“ vorgeworfen. Aber die wahre Feigheit liegt auf Seiten derer, die ohne eigenes Risiko nach mutigen Taten rufen.
En passant hat die FIFA bei der WM einen tiefen Eingriff ins Spiel vorgenommen: 20 Minuten Nachspielzeit sollen keine Ausnahme bleiben. Und eine neue VAR-Regel könnte noch für viel Ärger sorgen.
Im Streit um das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde bei der Fußball-WM in Qatar prüft der DFB nun offenbar juristische Schritte gegen die FIFA. Bundestrainer Flick zeigt sich enttäuscht – und hätte eine Gelbe Karte in Kauf genommen.
Das Unternehmen erachtet die Haltung der FIFA als „nicht akzeptabel“. Die Partnerschaft hätte ohnehin bald geendet.
Beim WM-Spiel zwischen den USA und Wales macht ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann aus ihrer Haltung zur „One Love“-Binde keinen Hehl – und wagt einen Protest. Auch die betroffenen Teams äußern sich klar.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Europäer richtig eingeschätzt: Ihr Widerstandswillen in der „One Love“-Affäre erwies sich als mickrig. Doch dem Fußballchef geht es um etwas anderes.
Vor der WM erklärte die FIFA, dass die Leidenschaft der Qataris für den Fußball nicht weniger authentisch ist. Nach dem Eröffnungsspiel wirkt das wie eine leere Behauptung.
Dass die europäischen Verbände vor der FIFA einknicken, ist ein kollektiver Schwächeanfall. Die Kraftprobe mit dem Weltverband einzugehen, wäre ein starkes und zeitgemäßes Zeichen gewesen.
Mehr als eine Geschichte von Gewinnern und Verlierern: England startet mit 6:2-Sieg gegen überforderte Gegner ins Turnier, doch die setzen das Zeichen des Tages schon während der Hymne.
Die FIFA macht ernst und droht Nationen, deren Kapitäne bei dieser WM mit der „One Love“-Binde auflaufen mit Konsequenzen. Auch der DFB macht einen Rückzieher und gibt sich wütend.
All das, was über Jahre vernachlässigt oder ignoriert wurde, lässt sich populistisch, lautstark und moralisierend nicht auf die Schnelle vor dem WM-Start kompensieren. Auch nicht durch eine „One Love“-Binde.
Die FIFA verbietet den Ländern das Auflaufen mit der „One Love“-Binde und droht ihnen bei Nichtbeachtung mit Konsequenzen. Der DFB knickt ein und gibt sich empört.
Die Frauenbewegung Open Stadiums hat versucht, der FIFA zu erklären, was iranischen Fußballfans in Qatar drohen könnte. Sie bekamen keine Antwort. Wieder einmal. Ein Gastbeitrag.
Kaum Stimmung im Stadion und eine heillos überforderte Mannschaft: Der qatarische Auftakt in die Fußball-Weltmeisterschaft misslingt völlig. Der Trainer ist um Schadensbegrenzung bemüht.
Größenwahnsinnige Auftritte wie die des Fußballpräsidenten Gianni Infantino sind kein Zufall. Es wird so weitergehen. Wer sollte die Megalomanie der FIFA stoppen?
Das Hotelzimmer fühlt sich an wie ein Kühlschrank, in den Stadien ist Kleidung nötig, die vor kaltem Wind schützt: Willkommen bei der Winter-WM in Qatar.
So wie sich der FIFA-Präsident in Qatar um Kopf und Kragen predigt, kann das nur der Chef einer Organisation, der keinen wirklichen Widerstand fürchten muss. Auch nicht vom Deutschen Fußball-Bund.
Längst ist die bunte „One-Love“-Binde mehr als ein Symbol für Diversität und Toleranz. Sie wirft die Frage auf: Was geht bei dieser WM und was nicht? Die FIFA blockt Nachfragen ab. Jetzt wird es ernst.
Bei der Ankunft von Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino war lauter Applaus zu hören. Die Endrunde in Qatar läuft bis zum 18. Dezember.
Zahlreiche Menschen strömen in Qatar zum FIFA-Fanfest, die Organisatoren sind überfordert. Das Gedränge vor Ort offenbart eine gefährliche Sicherheitslücke, die das Potential für eine Katastrophe hat.
Selbst leidenschaftliche Fußballfans boykottieren diese WM. Das liegt an den Missständen in Qatar – aber nicht nur. Sie sehen den Profifußball in der Krise und hoffen auf eine Wende. Zu Besuch bei drei Kritikern.
Viele Fans winken ab. Und auch die Gastgeber hatten sich die Sache anders vorgestellt. Doch nur mit Pauschalkritik wird sich in Qatar und im internationalen Fußball nichts bewegen. Was folgt aus der umstrittenen Weltmeisterschaft?
Die Fußballweltmeisterschaft in Qatar ist kein Unfall oder Zufall. Sie ist die logische Konsequenz einer Entwicklung im modernen Fußball.
Früher war Fußball mal die schönste Nebensache der Welt. Heute ist es komplizierter. Die Kolumne „Nine to five“.