Die Schnelljustiz der postkolonialen Aktivisten
Ethnologische Objekte sind nicht nur Raub- oder Beutegut, sondern Archive von kulturellen Techniken und Kenntnissen. Brigitta Hauser-Schäublin im Gastbeitrag zur Verteidigung eines Fachs.
Ethnologische Objekte sind nicht nur Raub- oder Beutegut, sondern Archive von kulturellen Techniken und Kenntnissen. Brigitta Hauser-Schäublin im Gastbeitrag zur Verteidigung eines Fachs.
Die neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth will die Rückgabe der Benin-Bronzen „aktiv vorantreiben“. Von Ausstellungen in deutschen Museen ist nicht mehr die Rede.
Frank Ulrich Montgomery +++ Benin-Bronzen in Hamburg +++ Debatte um die Hohenzollern +++ Journal von Paul Nizon +++ Zum Tod von Joan Didion
Das Hamburger Museum am Rothenbaum will seine Sammlung von Benin-Bronzen an Nigeria zurückgeben. Zuvor aber verabschiedet es sich von ihr mit einer großartigen Ausstellung.
Ein Gespräch mit dem Generalsekretär der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung, Martin Hoernes, und dem Stiftungsratsvorsitzenden, Dirk Syndram, über heikle kulturpolitische Angelegenheiten, die Benin-Bronzen und Beutekunst.
Bis zu neunzig Minuten stehen die Besucher im Musée du Quai Branly Schlange, um den Kunstwerken die letzte Ehre zu erweisen, die an Benin zurückgegeben werden. Vor einem Thron fällt ein Besucher nieder, als säße der König noch darauf.
Das Humboldt-Forum liegt ihr auf der Seele, die „Scheune“ mag sie immer noch, die „Wippe“ hat sie nicht gewollt: Monika Grütters zieht eine Bilanz ihrer achtjährigen Amtszeit als Kulturstaatsministerin.
Warum die westliche Kultur aus ihrem Kokon herauskommen muss: Ein Gespräch mit Bonaventure Ndikung, dem künftigen Leiter des Hauses der Kulturen der Welt.
Steinmeiers Rede +++ LGBTIQ-Bewegung +++ Kreuzfahrtgeschäft +++ Causa Benin
Für wessen koloniale Vergangenheit stehen die Benin-Bronzen? Mit der Herausgabe der Kunstwerke macht Deutschland sich erpressbar.
Das Metropolitan Museum of Art gibt zwei Benin-Bronzen an Nigeria zurück. Von weiteren Stücken, die auch von den Briten 1897 geraubt wurden, ist nicht die Rede. Ob sich das ändert?
In Benin sind Wälder den Menschen heilig. Doch mit Tabus allein halten sie Holzfäller nicht mehr fern. Nun verfolgen Naturschützer ihre Ziele mit neuen Mitteln.
Abgrenzung zur Kanzlerin +++ Digitale Archive +++Raubkunst +++ Benin-Bronzen
Düsseldorfer Rassismusvorwurf +++ genderblindes Staatsprotokoll +++ Benin-Bronzen +++ Duzen im Fernsehen
Die deutschen Museen wollen ihre Benin-Bronzen an Nigeria zurückgeben. Das vereinbarten Bund, Länder und Museumsdirektoren in einem Spitzengespräch unter Leitung von Kulturstaatsministerin Grütters am Donnerstag.
Eine Expertenrunde bei der Kulturstaatsministerin soll über den Umgang mit den Benin-Bronzen beraten. Einige Kulturpolitiker drängen auf Restitutionen. Aber überstürzte Rückgaben würden niemandem nützen.
Impf-Administration +++ Schleifung der Länder +++ Benin-Bronzen +++ Genderstern +++ Hans Küng
Lange galt Benin als demokratisches Vorzeigeland in Westafrika. Doch Präsident Patrice Talon regiert zunehmend autoritär – und hat die meisten Oppositionspolitiker von der Präsidentenwahl am Sonntag ausgeschlossen.
Seit fünfzig Jahren fordert Nigeria die Restitution der geraubten Benin-Bronzen. Jetzt ist es Zeit für konkretes Handeln. Ein Gastbeitrag.
Im Humboldt Forum werden die Originale der Benin-Bronzen ausgestellt. Das ist auch im Sinne nigerianischer Kulturpolitiker. Über Rückgaben und Formen der Kooperation verhandeln die Museen mit den Herkunftsländern. Ein Gastbeitrag.
Die Benin-Bronzen in deutschen Museen sind Raubgut aus einer kolonialen Strafaktion. Auch das Humboldt-Forum will sie zeigen. Der Staat Nigeria bemüht sich um die Rückgabe. Trotzdem sollte man Restitutionen nicht überstürzen.
Benin-Bronzen finden sich in vielen Museen in Deutschland. Sie sind als Raubgut aus kolonialer Vorgeschichte umstritten. Der Bund setzt auf Rückgaben, bei der zuständigen Stiftung gibt es Bewegung.
Bundestagsabgeordnete +++ Landtagswahlen +++ Kolonialismus +++ Mobbing gegen Bildungsbürger
Die Benin-Bronzen sind die Galionsfiguren der Restitutionsdebatte. Doch ihre Geschichte wird heute in einer bereinigten Fassung erzählt.
Schon 1972 bemühte sich Nigeria um die Rückgabe der Benin-Bronzen. Die Reaktion damals macht die enttäuschten Hoffnungen, die jahrzehntelangen Demütigungen und den Frust einst bittender, heute fordernder Staaten besser nachvollziehbar. Ein Gastbeitrag.
In Benin-Stadt wurden Pläne für ein neues Kunstmuseum präsentiert, das Edo Museum of West African Art. Das Konzept stellt offen die Frage, wem die Werke gehören, die in Europas Museen zu sehen sind.
Artenschützer hofften, mit dem Kampf gegen Corona könnte auch der illegale Handel mit Wildtieren beendet werden. Doch auf Märkten in Afrika und Asien hat sich nicht viel geändert.
Westafrika ist zum Hort der Piraten aufgestiegen – der Golf von Guinea ist für Öltanker und Frachtschiffe zum gefährlichsten Gewässer auf der Welt geworden. Das liegt an mehreren Faktoren.
Nachdem Frankreichs Kulturminister die vereinbarte Rückgabe afrikanischer Raubkunst an das Land Benin zur „Leihgabe“ erklärt hat,verkündet das Land seinen Verzicht - und verleiht der Debatte über Restitution eine neue Dimension.
Ägypten hat beim heimischen Africa-Cup das Viertelfinale verpasst. In Kairo verlor das Team um Superstar Mo Salah gegen Südafrika. Auch das favorisierte Marokko und der Titelverteidiger sind raus.
Mitglieder der nigerianischen Bruderschaft „Black Axe“ sind in Italien als Mafiosi verurteilt worden. Die Aussagen eines Kronzeugen geben Einblicke in ein kriminelles Netzwerk, das sich immer weiter ausbreitet. Auch nach Deutschland.
Soll man die ethnologischen Museen räumen? Was ist da drin? Und wo schickt man die Stücke hin? Antworten auf wichtige Fragen zur Restitutionsdebatte.
Auch deutsche Museen stellen kolonialistische Beutekunst aus. Vor der Eröffnung des Humboldt-Forums streiten Kunsthistoriker Horst Bredekamp und der Afrika-Historiker Jürgen Zimmerer darüber, was mit den Stücken geschehen soll.
Unverzügliche Rückgabe von 26 Artefakten: So rasch Macrons erste Reaktion auf den Expertenbericht über die afrikanische Raubkunst in Frankreich war, so groß ist der Widerstand dagegen. Überraschend kommt er nicht.
Müssen die Museen alle Kunstwerke aus Afrika zurückgeben? Frankreich streitet über einen brisanten Expertenbericht für Präsident Macron, der am Nachmittag übergeben werden soll und so manche Rückgabe empfiehlt.
Voodoo-Zauber für den Umweltschutz: In Benin setzt eine örtliche Nichtregierungsorganisation auf den Einsatz der gefürchteten Gottheit Zangbeto, um die Menschen davon abzubringen, weiter durch Fischfang und Rodung den sensiblen Mangrovenwald zu zerstören.