Parteihäuser triumphieren über Hinterzimmer
Der Sieg der islamistischen Ennahda zeigt die wahren Kräfteverhältnisse in Tunesien. Das säkulare Lager ist schlechter organisiert und hat weniger Geld.
Der Sieg der islamistischen Ennahda zeigt die wahren Kräfteverhältnisse in Tunesien. Das säkulare Lager ist schlechter organisiert und hat weniger Geld.
Fänden sich in der arabischen Welt traditionelle Kräfte und solche eines säkularen Aufbruchs zusammen, wäre schon viel gewonnen. Islamische Kräfte werden bei der Gestaltung der neuen Ordnungen überall ein erhebliches Wort mitreden.
Islamisten haben zum Sturz des libyschen Diktators beigetragen. Aber nicht ihnen zuliebe spricht Dschalil von der Scharia. Die Leute sollen glauben: Alles wird besser.
Hunderttausende Libyer haben sich am Sonntag in Benghasi versammelt, um die Befreiung ihres Landes zu feiern. Unterdessen hat eine Autopsie des Leichnams Gaddafis ergeben, dass dieser durch einen Kopfschuss getötet wurde.
Die meisten der Gadaffi-Getreuen sind festgesetzt oder getötet worden - oder haben sich seinen Gegnern angeschlossen. Über den Status von Sohn Saif al Islam gibt es widersprüchliche Meldungen.
Gaddafis Sohn Saif al Islam ist laut Angaben des Senders Al Arabija doch nicht im Kampf um Sirte getötet worden. Er sei am Freitag östlich von Tripolis gefangen genommen worden, berichtete der Sender. Die Todesumstände Gaddafis sollen unterdessen vom Internationalen Strafgerichtshof untersucht werden.
Der libysche Übergangsrat hat den Tod des langjährigen Machthabers Muammar al Gaddafi bestätigt. Das Staatsfernsehen berichtete am Abend, auch Gaddafis Söhne Saif al Islam und Mutassim seien beim Kampf um Sirte getötet worden.
Der saudisch-iranische Gegensatz wurzelt tief in der Geschichte und alten Animositäten zwischen Schiiten und Sunniten. Die jüngste Eskalation zwischen Riad und Teheran ist auch Ausdruck der saudischen Sorgen über Irans Nuklearprogramm.
Der Bund fördert Islamische Zentren an Hochschulen. Jetzt hat ein von der Stiftung Mercator finanziertes Graduiertenkolleg die Arbeit aufgenommen.
Der Liberty Platz in New York ist ein richtiges kleines Dorf geworden. Wie die „Occupy Wall Street“-Bewegung gegen Obrigkeit und Finanzsystem kämpft: Eine Woche unter Protestlern.
In der Krise zeigt auch China Schwächen. Am schwersten drücken die Kredit- und Inflationsrisiken, die Börsenflaute und der aufgeblähte Immobilienmarkt.
Was es heißt, dass der Islam zu Deutschland gehört und ein Muslim zu sein: Riem Spielhaus zeigt, wie das fatale Bedürfnis nach Bestimmungen des Muslimseins Platz greift.
Begehen Ausländer wirklich mehr Straftaten als Deutsche? Die empirische Sozialforschung sucht auf diese und ähnliche Fragen Antworten - und ist dabei selbst voller Vorurteile.
Ein syrischer Fernsehsender hat Bilder ausgestrahlt, die den Gaddafi-Sohn Saif al Islam zeigen sollen. Libyens Übergangsrat geht indes davon aus, dass sich der flüchtige gestürzte Machthaber in der Nähe der Grenze zu Algerien versteckt hält.
In New York hat Abbas einen großen Auftritt vor den Vereinten Nationen und übergibt dem UN-Generalsekretär den palästinensischen Beitrittsantrag. In Ramallah bejubeln sie ihn derweil beim „Public Viewing“. Das Protokoll der Ereignisse.
Ramallah, kurz nach 17 Uhr (Ortszeit): Die Stadt döst vor sich hin. Die Muslime haben am Freitag ihren Ruhetag, die Geschäfte sind geschlossen. Nur ein mit palästinensischen Fahnen geschmückter Autokonvoi zieht unverdrossen hupend seine Runden durch die leeren Straßen.
Papst Benedikt XVI. hat am Morgen Vertreter des Islam getroffen. Er rief dazu auf, „beständig daran zu arbeiten, sich gegenseitig besser kennenzulernen und zu verstehen“. Muslime gehören für den Papst längst zur deutschen Realität.
Immer neue Bedrohungen seit Bismarcks Kulturkampf haben dem Berliner Katholizismus ein ganz eigenes Aroma verliehen. Die „Hauptstadt des Atheismus“ empfängt den Papst im Olympiastadion - und alle Karten sind vergeben.
Die gutgemeinte Aussage "Der Terror hat keine Religion", die der muslimische Imam Dogruer als Vertreter des Islam bei der Abrahamitischen Feier zum Gedenken an die Opfer des 11. September 2001 im Frankfurter Flughafen gemacht hat, ...
Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül spricht im Interview mit der F.A.Z. über Deutschland, das akzeptieren müsse, ein Einwanderungsland zu sein, über Israelis, die sich schuldig gemacht haben und über die Vorbildfunktion seines Landes.
In der Woche zwischen dem 25. September und dem 2. Oktober können sich Christen und Muslime besser kennenlernen. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 25. September um 17 Uhr mit einer Feier in der Liebfrauenkirche.
Die Türkei wird wegen ihres Laizismus von den muslimischen Gruppierungen in Ägypten und Tunesien eher nicht als Vorbild gesehen. Dabei hatte Erdogan sich schon im Vorfeld seines Besuchs darum bemüht, diesen nicht unter ein explizit islamisches Motto zu stellen.
Kairo, 14. September (dpa). Die ägyptische Muslimbruderschaft, die größte islamistische Organisation des Landes, zeigt sich über das Werben des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan für einen moderaten Islam verstimmt.
Der Geist von Assisi, den die Gemeinschaft Sant' Egidio zum Friedenstreffen nach München getragen hat, soll nicht die Differenzen aufheben, sondern eine „Einheit in der Verschiedenheit“ ermöglichen.
Nachdem der in Oxford ausgebildete Philosoph Ernest Gellner 1959 mit einer vernichtenden Kritik der damals in Oxford und Cambridge herrschenden Philosophie der Sprachanalyse berühmt geworden war, verwandelte er sich in einen Anthropologen.
Als die Twin Towers einstürzten, wurde die Welt eine andere. Amerika erfuhr die schlimmste Attacke seit Menschengedenken. Das Verbrechen ist vergolten - Bin Ladin ist tot. Aber die alte Welt kommt nicht wieder.
Repression hat Al Qaida geschwächt, die Arabellion hat die Terroristen marginalisiert. Heute spricht die Organisation keine Massen mehr an. Sie gehört zu den Verlierern des Jahrzehnts.
Nicht im Höhlenlabyrinth von Tora Bora im Grenzgebiet von Afghanistan und Pakistan, wo man ihn jahrelang vermutet hatte, sondern in einer aufgeräumten pakistanischen Pensionistenstadt ereilte ihn sein Schicksal.
Al Qaida hatte am 11. September 2001 den Zenit erreicht. Zwar verübte das Terrornetz weitere Anschläge. Seine Anziehungskraft in der arabischen Welt ließ jedoch in drei Etappen nach. Heute spricht Al Qaida keine Massen mehr an, sondern operiert nur noch in Rückzugsgebieten, vor allem im Jemen.
Seit Lessings "Nathan" hat sich im Heiligen Land ersichtlich nichts geändert, denn natürlich ist mit der "Dünendrift aus verminten Zonen" Palästina gemeint, wo Judentum, Christentum und zuletzt noch der Islam entstanden.
Die internationale Polizeiorganisation hat auf Antrag des Internationalen Strafgerichtshofs den gestürzten libyschen Machthaber, dessen Sohn Saif al Islam sowie den früheren Geheimdienstchef Senussi zur Fahndung ausgeschrieben. Weitere Gaddafi-Getreue haben sich nach Niger abgesetzt.
Ahmed Magdy hat gerade eine Revolution hinter sich - und ist nach Frankfurt gekommen, um etwas für die Zukunft zu lernen. Seit Montag sind er und elf andere Ägypter - Muslime wie Christen - auf Einladung des evangelischen Regionalverbandes und der Stadt Frankfurt hier zu Besuch.
Ranghohe Offiziere aus dem Umfeld des untergetauchten libyschen Machthabers Gaddafi haben sich in das Nachbarland Niger abgesetzt. Ein Sprecher des alten Regimes widerspricht Berichten über die Ausreise des gestürzten Diktators.
Dass arabische Afghanistan-Veteranen eines Tages zu einer Bedrohung für die Potentaten ihrer Länder würden, war noch bis vor kurzem eine Vorstellung, mit deren Verwirklichung kein Geheimdienst, selbst in seinen düstersten Befürchtungen, rechnete.
Geert Wilders tritt auf der Wahlkampfveranstaltung einer Kleinpartei in Berlin als Redner auf und eröffnet eine neue Front. Es geht nicht mehr gegen den Islam. Der Feind heißt jetzt Europa.
Das Jahrzehnt des Antiterrorkampfes, das am 11. September 2001 begann und am 2. Mai 2011 mit der Tötung des Al- Qaida-Anführers Bin Ladin endete, war für die Vereinigten Staaten ein verlorenes Jahrzehnt. Amerika hat seine militärischen Kräfte stark beansprucht, vielleicht sogar überdehnt.