Hypermodernes Gegenwartswerk
Lauren Oylers Roman „Fake Accounts“ seziert moderne Obsessionen. An erster Stelle: das Bild, das wir vor anderen Menschen abgeben wollen, online und im echten Leben.
Lauren Oylers Roman „Fake Accounts“ seziert moderne Obsessionen. An erster Stelle: das Bild, das wir vor anderen Menschen abgeben wollen, online und im echten Leben.
Starbucks, Amazon, Apple: In immer mehr US-Unternehmen wollen Mitarbeiter Gewerkschaften gründen. Aber bricht damit wirklich eine neue Ära der Mitbestimmung an? Oder unterbinden die großen Unternehmen den anschwellenden Zuspruch?
Die Verteidigungsexpertin Ulrike Franke, Jahrgang 1987, fordert eine neue Debatte über den Wert des Militärischen. In ihre Altersgenossen setzt sie wenig Hoffnung.
Wie man über die Gegenwart schreibt, ohne sich von ihr als Geisel nehmen zu lassen: Lauren Oylers Romandebüt „Fake Accounts“
Die neueste Ausführung der ikonischen Adidas Forum-Silhouette erinnert an den Kultfilm „Kevin – Allein zu Haus“ und lässt ihn an den Füßen nochmal ganz real werden. Die Kolumne Sneak around.
Markante Gebäude bleiben in Italien vorerst jeden Donnerstagabend eine halbe Stunde dunkel. Damit wollen die Städte gegen die explodierenden Strompreise protestieren.
Die Selbstoptimierung von Körper und Psyche kennt keine Grenzen. Die einen optimieren ihren Po, um damit Geld zu verdienen, die anderen ihren Geist, weil sie den sozialen Abstieg fürchten. Warum die Pandemie das Phänomen verstärkt hat.
Ausgerechnet bei TikTok, wo sonst hibbelige Teenager Tänze aufführen, informiert die Gedenkstätte Neuengamme über die Shoa. Kann das gutgehen?
Eine grüne Welle schwappt durch die eigenen vier Wände. Natürliche Materialien und Pflanzen sollen glücklicher machen und zugleich der Umwelt helfen. Manche verwandeln ihre Wohnung dafür sogar in einen Dschungel.
Light-Getränke liegen bereits seit Jahren im Trend. Das große Versprechen: Etwas Süßes trinken, aber nicht zunehmen. Für Menschen, die sowieso jede Kalorie zählen, ist das eine Falltür in die Sucht.
The Great Resignation: In Amerika regt sich immer stärkerer Widerstand gegen eine Arbeitswelt, die viele Menschen krank macht.
Vor 100 Jahren erfand Coco Chanel das Parfum Chanel N°5. Wieder einmal ließ die Modeschöpferin komplizierte Dinge einfach erscheinen.
In den USA verbreitet sich eine Theorie, wonach es sich bei Vögeln um Drohnen handelt. An der Parodie ist nur die Absicht gut.
Zwischen Lebenden und Toten: In ihrem Roman „Weiße Nacht“ schickt die südkoreanische Autorin Bae Suah eine Studentin durch die kafkaeske Stadt Seoul.
In den vergangenen Jahren war die Mittelschicht weitgehend stabil. Zu Beginn der Corona-Krise haben Normalverdiener sogar besonders profitiert.
Wir tun heute: Nichts, nada, niente. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen ist wichtig – gelingt nur nicht immer. Me-Time kann man lernen, genauso aber auch You- und Us-Time.
Ein Tennisschläger am Hals, um den Finger ein Croissant: Unser Schmuck muss nicht mehr so aussehen, als würde er aus Schatzkammern von vor 100 Jahren stammen. Alltagsgegenstände werden zunehmend zum Schmucktrend.
Luxusobjekte sind immer präsenter im Alltag. Und sie werden teurer. Einige sind auf Jahre hinaus nicht zu bekommen. Warum messen wir ihnen so viel Bedeutung bei?
Diese Frisur überwindet und verbindet: Der Vokuhila ist plötzlich wieder aktuell – auch als Widerstand gegen die glattgebürstete Gegenwart.
El Salvadors Präsident Nayib Bukele ist jung und anders. Doch sein Rezept zum Machterhalt ist alt – und gefährlich.
Die Sammler auf der Welt haben viel Lust auf Kunst. Das hilft dem Markt. Doch der Wandel hin zu mehr Digitalem ist unaufhaltsam – und das nicht nur wegen der Pandemie.
Viele Konsumenten kaufen auf Raten und bemerken nicht, dass sie zunehmend über ihre Verhältnisse leben. „Buy now, pay later“ beschäftigt in einigen Ländern schon die Finanzaufsicht.
Mode verläuft zyklisch und damit sind nun Baguette-Taschen, Bandeau-Tops mit Spaghettiträgern und tiefsitzende Jeans aus den 2000er Jahren zurück. Generation Z weiß das gut zu stylen – und doch regt sich auch Kritik.
Zurückhaltung im ersten Halbjahr: Die internationalen Auktionshäuser legen sich mit ihren Zahlen noch nicht fest.
In Chinas größten Städten soll es mehr erschwinglichen Wohnraum geben. Die chinesische Regierung führt deshalb eine Mietpreisbremse ein. Sie ist Teil eines großen Versprechens von Präsident Xi Jinping.
Was sind denn schon Sorgfaltspflichten? Mareice Kaiser wettert in einem weithin beachteten Buch gegen das Ideal der modernen Mutter – und bedient sich allzu freizügig bei fremden Texten.
Der Volkszählungsbericht 2020 hat in den USA etwa 400.000 weniger Weiße als 2010 registriert. Für den Rückgang macht ein Wissenschaftler die Opioid-Krise und unerwartet niedrige Geburtenraten bei den Millennials verantwortlich.
Ausländische Studenten bringen mehr Erfolgshunger und Tatendrang mit als der verzärtelte deutsche Nachwuchs. Kommt Führungspersonal mit Ehrgeiz künftig vorwiegend aus Asien und Osteuropa? Ein Gastbeitrag.
Nichts wie raus aus der spätkapitalistischen Einöde: Jenny Odell plädiert für mehr Widerstand gegen die Aufmerksamkeitsökonomie. Denn digitale Zerstreuung und permanente Selbstoptimierung gefährden unser politisches Bewusstsein.
Als er Korrespondent in Amerika wurde, begann unser Autor, Tennisstunden zu nehmen. Seine vier Trainer haben ihn viel über Filzbälle gelehrt. Aber noch mehr über das Leben in den USA.
Phoebe Philo prägte die Zehner-Jahre stilistisch wie keine zweite Designerin. Im Jahr 2017 verabschiedete sie sich von Céline. Jetzt kehrt sie zurück – unter eigenem Namen.
Dabei sein war alles: Die Plattform Clubhouse startete im Januar 2021 furios und profitierte auch vom Lockdown. Nun hört kaum noch jemand hin – warum?
Steigen junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren in den Beruf ein, wollen sie sinnhaft arbeiten – allerdings nicht um jeden Preis. Und das ist nicht die einzige Hürde.
Für Nostalgiker und Demokraten: In Frankfurt öffnen Nachtclubs, um Videokunst aus den letzten zwanzig Jahren zu zeigen.
Erst Prinz Philip, dann die Queen: Die identitätspolitische Bewegung in Großbritannien schreckt vor niemandem mehr zurück. Jetzt bläst die Regierung zum Widerstand: Opfer von Cancel Culture sollen künftig klagen können.
Mehr als zwei Dutzend sozialistische Regime sind bereits gescheitert. Wie kann es sein, dass eine derart erfolglose Ideologie noch immer viele Anhänger hat?