Kostenloskultur ist unwürdig
Auf den Buchtagen in Berlin machen Autoren und Verleger Front: Michael Krüger polemisiert gegen die „Stuss-Stürme im Internet“, Sibylle Lewitscharoff sieht sich von Hass-Mails umstellt.
Auf den Buchtagen in Berlin machen Autoren und Verleger Front: Michael Krüger polemisiert gegen die „Stuss-Stürme im Internet“, Sibylle Lewitscharoff sieht sich von Hass-Mails umstellt.
Der Journalist und Schriftsteller Ralph Giordano hat Reden und Schriften aus der Zeit von 1999 bis 2011 veröffentlicht. Wie nicht anders zu erwarten, geht es darin streitbar zu.
Im Netz gibt es keine Fans für die Anonymous-Aktion. Im Gegenteil: Die Hacker werden scharf kritisiert. Jetzt leiten Verlage rechtliche Schritte ein, um die Meinungsfreiheit zu schützen.
War Jerome D. Salinger ein großer Schriftsteller, oder war er nur der Autor eines großen Romans? Zwei Neuübersetzungen geben darauf eine klare Antwort.
Vor sieben Jahren ist der Film „Der Liebeswunsch“ nach einer Vorlage von Dieter Wellershoff produziert worden. Er war im Kino, es gibt ihn auf DVD, nun wird er von der ARD lieblos versendet. Das ist mehr als eine Frechheit.
Gegen Christian Krachts Roman „Imperium“ werden allerhand Vorwürfe erhoben. Dabei nimmt er nur seinen Titel ernst und ist auf Eroberungszüge aus - zum Besten der Leser.
Vorsicht vor den Meistern der Aufblasekunst: Silke Burmester verspricht die Gemüter abzukühlen, die Stéphane Hessels verkaufsträchtige Empörungsschrift erhitzt hat.
Vier Mal bereits war er nominiert, jetzt ist der englische Schriftsteller Julian Barnes für seine Novelle „The Sense of an Ending“ endlich mit dem Booker-Preis ausgezeichnet worden.
Das E-book wird den deutschen Buchmarkt überrollen. Es droht eine Monopolisierung, warnt Ranga Yogeshwar im F.A.Z.-Gespräch.
Feministische Ikone, bewundert und geschmäht: Die „Emma“-Verlegerin Alice Schwarzer, die auch die Frauen polarisiert, veröffentlicht ihren glänzend geschriebenen „Lebenslauf“.
Feministische Ikone, bewundert und geschmäht: Die „Emma“-Verlegerin Alice Schwarzer, die auch die Frauen polarisiert, veröffentlicht ihren glänzend geschriebenen „Lebenslauf“.
Fünfzehn glänzende Kapitel: ein getupftes Bild der Bundesrepublik und vom Paris der fünfziger bis siebziger Jahre. Eine Geschichte der beginnenden französischen und der westdeutschen, dann deutsch-deutschen Frauenbewegung.
Bundesrepublikanische Anti-Idyllen, lakonische Gesellschaftsromane über die DDR und ein Gelehrtenporträt: Die Finalisten des Deutschen Buchpreises stehen fest.
Sie sagt, es juckt mich nicht, ob du mir glaubst oder nicht, es ist die Wahrheit, also glaub doch, was du willst. Damit steht fest, daß sie lügt. Wenn es die Wahrheit ist, bricht sie sich immer total einen ab, damit du ihr glaubst.
Heute erinnert ein Festakt im Kaisersaal an den 125. Jahrestag der Gründung des S. Fischer Verlags. Die Geschichte des Unternehmens, das seit mehr als sechzig Jahren in Frankfurt ansässig ist, war bewegt.
Hätte Samuel Fischer nicht den Staub der Kleinstadtheimat von den Füßen schütteln wollen, gäbe es heute im Römer nichts zu feiern. Aus dem heute slowakischen Sankt Nikolaus in der Liptau hatte sich der Sohn deutschsprachiger Juden erst nach Wien, dann nach Berlin aufgemacht.
Philipp Lahm hat ein Buch geschrieben, das bisher kaum einer gelesen hat. Aber alle regen sich auf. Das war schon so Sarrazin. Was steht eigentlich in Lahms Buch?
Inzwischen sieht er beinahe wie ein Kind aus, man kann es nicht deutlich genug sagen, er ist krank, aber das Auffällige ist doch dieser Ausdruck, als hätte er sein halbes Leben gebraucht, um wie ein verdruckster Primaner auszusehen, ...
In ihren Erzählungen "Aus allen Himmeln" (2004) hatte die 1958 geborene Angelika Klüssendorf, die ihre Jugend in Leipzig verbrachte, eigentümlich lakonisch von Verwahrlosung, Alkoholismus, Gewalt und Missbrauch erzählt.
Kafkas letzte Liebe
Es sind nicht nur die Blockbuster, sondern auch die stilleren Bücher, über die man in diesem Herbst sprechen wird: Zehn literarische Gründe, sich schon jetzt auf die neuen Titel zu freuen.
Lesen verdirbt die Augen - und den Charakter. Bei Nichtlesern stehen Vielleser gern im Ruf, weltfremde Tagträumer zu sein, die in anderen Sphären schweben und im Leben darum nichts geregelt kriegen. Doch jetzt ist es endlich amtlich: ...
Nachrichtenbilder über Katastrophen produzieren eine Bandbreite von Emotionen. Einer der gespenstischsten Momente beim Betrachten tritt ein, wenn man sich sekundenweise dabei ertappt, das reale Geschehen mit dem Blick eines routinierten Kinobesuchers erfasst zu haben, der ahnt, was folgt.
Ist das Kunst? Der Verlag sagt ja, ich sage nein. "Nelson Effect" klaut seine Bildersprache bei tollen Zeichnern und hat ansonsten wenig zu erzählen.