Stehen? Aber sicher!
Fast drei Jahrzehnte nach der Stadionkatastrophe von Hillsborough dürfen die Vereine in Englands Topligen wieder Stehplätze anbieten. Von der Umsetzung sind nicht alle begeistert.
Beim Finale der Champions League in Paris im Mai brach vor den Stadiontoren Chaos wegen gefälschter Tickets aus. Ein Bericht arbeitet das Geschehen auf. Auch die UEFA wird mitschuldig gemacht.
In Sheffield sterben am 15. April 1989 96 Menschen nach einer Massenpanik während eines Halbfinalspiels um den englischen Fußball-Cup zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest. Hunderte wurden gegen den Zaun am Spielfeldrand gedrückt oder zu Tode getrampelt. Erst als erste Fans in Panik über den Zaun kletterten, wurde das Unglück bemerkt und das Spiel schließlich abgepfiffen.
Das jüngste Todesopfer war der zehn Jahre alte Jon-Paul Gilhooley. Es war der Cousin von Steven Gerrard, dem ehemaligen Kapitän des FC Liverpool, der damals neun Jahre alt war.
Eine Untersuchung im Jahr 1991 befand, dass die Behörden keine Schuld treffe. Eine offizielle, unabhängige Untersuchungskommission publizierte im Jahr 2012 einen neuen Bericht. Er zeigte eine Vielzahl von Fehlern der Polizei auf und hielt fest, dass diese systematisch versucht habe, alle Verantwortung auf die Fans abzuwälzen. Die Polizei von South Yorkshire und Premierminister David Cameron entschuldigten sich im Unterhaus bei den Angehörigen.
Im Jahr 2017, mehr als 28 Jahre nach der Hillsborough-Katastrophe, erhebt die britische Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Personen, darunter auch Polizeibeamte. Bisher resultierte aus der Anklage jedoch nur eine Verurteilung: Graham Mackrell, der zum Zeitpunkt der Katastrophe Vorsitzender des Vereins Sheffield Wednesday war, wurde wegen Gefährdung der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit zu einer Geldstrafe verurteilt. Der damals zuständige Einsatzleiter der Polizei wurde 2019 für nicht schuldig befunden.
Fast drei Jahrzehnte nach der Stadionkatastrophe von Hillsborough dürfen die Vereine in Englands Topligen wieder Stehplätze anbieten. Von der Umsetzung sind nicht alle begeistert.
97 Personen starben, 766 wurden verletzt: Seit den dramatischen Vorfällen im Hillsborough Stadium waren Stehplätze in englischen Fußballstadien verboten. Das ändert sich jetzt. Doch es gelten „strenge Sicherheitskriterien“.
Über die Wiedereinführung von Stehplätzen diskutiert England seit Jahren. Die neue Regel gilt für Fußballvereine in der Premier League und Championship – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Auf der überfüllten Tribüne im Hillsborough-Stadion kommen 96 Fußball-Fans ums Leben. 30 Jahre später wird der Einsatzleiter für nicht schuldig befunden. Angehörige äußern sich enttäuscht.
96 Menschen starben bei der Hillsborough-Katastrophe, weitere 766 wurden verletzt. 28 Jahre danach beginnt der Prozess. Polizisten und Funktionäre müssen sich vor Gericht verantworten.
Die Massenpanik mit 96 Toten im Hillsborough-Stadion ist eine der größten Katastrophen der Fußballgeschichte. Von heute an müssen sich Polizisten und Funktionäre nun endlich vor Gericht verantworten.
Fast hundert Fußballfans starben 1989 im völlig überfüllten Stadion von Liverpool: Menschen erstickten am Zaun, die Polizei schaute weg. Jahrelange Vertuschung, Verdrehung und Vergeltung haben nun ein Ende.
Vor der Partie zwischen dem FC Liverpool und Manchester United (1:2) lassen die Kapitäne in Gedenken an die 96 Opfer der Stadion-Katastrophe von Hillsborough 96 Luftballons steigen.