„Ganz Brasilien wird zusammen feiern“
Erstmals nach dem bitteren WM-Aus hat sich der verletzte Neymar öffentlich geäußert. In einer bewegenden Videobotschaft macht er seinen Mannschaftskollegen Mut - und seinem ganzen Land.
Erstmals nach dem bitteren WM-Aus hat sich der verletzte Neymar öffentlich geäußert. In einer bewegenden Videobotschaft macht er seinen Mannschaftskollegen Mut - und seinem ganzen Land.
Kolumbiens Zúñiga drückt sein „tiefes Bedauern“ über Neymars Verletzung aus. Es sei „keine böse Absicht, Bosheit oder Unüberlegtheit“ gewesen. Neymar traut seinen Mitspielern immer noch den WM-Titel zu.
Bevor es zum historischen Duell im Halbfinale kommen kann, müssen Belgien und die Niederlande am Samstag jeweils ihr WM-Achtelfinale gewinnen. Auf dem Papier wirkt die holländische Aufgabe machbarer.
Für die Leistung im WM-Finale 2010 wurde Howard Webb noch scharf kritisiert. Beim brisanten Duell zwischen Brasilien und Chile behält der Schiedsrichter kühlen Kopf. Aufreger gibt es reichlich beim Drama in Belo Horizonte.
Von den Brasilianern können wir lernen, wie eine multiethnische Gesellschaft sich formiert. Am Anfang war der Fußball – und die Kunst zu kämpfen, ohne einander zu berühren.
Das Genie und der gewöhnliche Rest: Neymar ist erst 22 Jahre alt, doch alle brasilianischen Hoffnungen ruhen auf ihm. Mühelos jongliert er vor dem Achtelfinale gegen Chile (18 Uhr) mit dem Druck und legt sich mit der Fifa an – wegen einer Unterhose.
„Gooool do Brasil“ ist ein vorzüglich gestalteter kleiner Band, der anekdotisch und mit Leichtigkeit vom Leben mit dem und für den Fußball in Brasilien erzählt - und das Ganze üppig mit wunderbaren Bildern garniert.
Staubige Bolzplätze und eine große Liebe zum „schönen Spiel“: Futebol ist in Brasilien viel mehr als ein Spiel mit 22 Protagonisten und einem Ziel. Alois Gstötter zeigt in „Gooool do Brasil“ die vielen Facetten von Futebol.
Deutschland hat eine Kanzlerin. Und eine Verteidigungsministerin. Mag sein. Aber auf der seltsamen Insel Nationalelf bleiben Männer unter sich.
Englands Fußball-Nationaltrainer will trotz des Misserfolgs in Brasilien weitermachen. In der Heimat verschärft sich der Ton, Londons Bürgermeister Johnson prangert „Nutzlosigkeit und Fatalismus“ an.
Die Weltmeisterschaft wird für ihre schönen Spiele gefeiert. Von hässlichen Spielen ist nur selten die Rede. Was sagt dies über die Ästhetik des Sports?
Der Argentinier hat aus den Chilenen eine aufopferungsvolle Gemeinschaft gemacht, der viele nach dem Sieg gegen Spanien noch einiges zutrauen - er offenbar auch.
Ins Aufwärmprogramm zu den Mittwochsspielen aus Brasilien versteckt: Die ARD widmet sich der Fußball-WM 1974 und den damaligen Weltmeistern. Ganz nett anzuschauen, aber völlig unauratisch. Immerhin: Wir haben stets - einen Müller.
Die enge Beziehung, die die Politik zum Fußball sucht, hat vor allem einen Sinn: Der Glanz eines Sieges soll auf sie abfärben. Das beherzigt auch Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Brasilien.
Der Star des FC Barcelona trifft beim überaus mühevollen 3:1 der Brasilianer zum WM-Auftakt gegen Kroatien zweimal – einmal mit Hilfe des Schiedsrichters.
Es ist wieder Weltmeisterschaft und alle gucken zu - aber wie eigentlich? Wir werden es in den kommenden Wochen erfahren. In Brasilien sind die Zuschauer längst so fit für das Turnier wie nirgends sonst.
Die Legitimation des Fußball-Weltverbands Fifa schwindet zusehends. Das Turnier in Brasilien mit seinen Begleiterscheinungen könnte das unterstreichen. Der Fußball ist für sich ein bisschen zu groß geworden.
In Manaus, mitten im größten Regenwald der Erde, liegt der verrückteste Spielort der WM. Es ist heiß und stickig. Doch wer braucht dieses Stadion, in dem sich in der Nacht zum Sonntag (0.00 Uhr MESZ) Italien und England im „Rumble in the Djungle“ gegenüberstehen?
Brasilien schwört auf heilige und unheilige Hilfe. Wenn nichts mehr hilft, kommt der Macumba-Priester. Das begrüßen nicht zuletzt die Fußballspieler. Schlimm ist es, wenn ein Frosch ins Spiel kommt.
Reinhold Beckmann und Giovane Elber zeigen, was passieren könnte, wenn Brasilien nicht Weltmeister wird. Der Höhepunkt ihrer Dokumentation aber ist ein Besuch bei den Kindern im Amzonasgebiet.
Das WM-Trauma von 1950 verfolgt Brasilien noch immer. Im F.A.Z.-Interview spricht der Anthropologe Roberto Damatta über den „Straßenköter-Komplex“ und den Größenwahn der Brasilianer.
Nur vier Profis aus der eigenen Liga, dafür gibt es Zweifel an Superstar Neymar: Wird die Seleção zu europäisch für den WM-Titel im eigenen Land? Der Gastgeber wirkt etwas nervös vor Turnierbeginn.
Krasser Außenseiter? Von wegen! Die Iraner erwarten von ihrem Team den Einzug ins Achtelfinale - und begeisternden Fußball. Abseits des Platzes ist alles gerichtet für eine weltweite Party. Alles zu Iran in der WM-Vorschau.
Der Stuttgarter Fußballprofi Cacau spricht im Interview über Politik und Protest vor der Weltmeisterschaft in seinem Heimatland, den Handel mit brasilianischen Talenten und die neue deutsche Unordnung.
Ein Brasilianer geht nach Frankreich: David Luiz verlässt den FC Chelsea und spielt ab der kommenden Saison für Paris St. Germain. Der Brasilianer wird dadurch zu einem der teuersten Abwehrspieler der Welt.
Wie ein Künstler, der etwas erschafft: Ronnie O’Sullivan ist der aufregendste Snooker-Spieler der Welt. Zur weißen Spielkugel hat er eine Beziehung wie ein Brasilianer zum Fußball. Das zeigt er in einer eigenen TV-Sendung und von Samstag an bei der WM.
Jürgen Klinsmann holt seinen ehemaligen Mentor und Förderer Berti Vogts als Berater nach Amerika. Damit bekommt es die deutsche Mannschaft bei der WM in Brasilien gleich mit zwei früheren Bundestrainern zu tun.
Die Diskussion um politische Einmischung in den Sport reißt nicht ab. Fifa-Präsident Blatter sieht den Fußball gar als Opfer. Und sein Uefa-Kollege Platini weist eine Boykott-Forderung der WM 2018 zurück.
An diesem Montag dürfen die Bundesliga-Vertreter darüber entscheiden, ob die Torlinientechnologie eingeführt wird. Es wäre ein schlechter Witz, sollten sich die Gegner durchsetzen.
Drei Monate vor der WM diskutiert Brasilien den Rassismus in den heimischen Stadien. Oder auch nicht: Nationaltrainer Scolari empfiehlt, das Thema zu ignorieren.
Fans gehen auf die Profis von Corinthians los, würgen den ehemaligen HSV-Profi Guerrero. Die Spieler protestieren in einem offenen Brief gegen die grassierende Gewalt im Fußball.
Pelé ist vor der WM in Brasilien gut im Geschäft. Doch er taucht nur noch selten auf der großen Fußball-Bühne auf. Er geht korrupten Funktionären und Politikern aus dem Weg. Das ist nicht zu seinem Nachteil.
In den sechziger Jahren sang die halbe Welt seinen Hit „A banda“ mit. Seit den Achtzigern schreibt er auch Romane: Ein Gespräch mit Chico Buarque über seine Heimat Brasilien, den Fußball und die Politik.
Aus aktuellem Anlass widmen sich Eichlers Eurogoals an diesem Montag brasilianischen Toren. Während Ronaldinho und Seedorf vor Freude weinen, machen Jagdszenen aus Santa Catarina Angst vor der WM.
Bei einem Erstliga-Spiel in Brasilien gehen Fans mit brutaler Gewalt aufeinander los. Es gibt Verletzte, die Partie wird lange unterbrochen. Die Fifa vertraut aber weiter auf ihr Sicherheitskonzept für die WM.
Tim Meyer betreut seit 2001 die Fußball-Nationalelf. Der 46 Jahre alte Mediziner versorgt alle nicht- orthopädischen Beschwerden und ist für die Leistungsdiagnostik zuständig.