Die Vertrauensfrage
Die Mitglieder des DOSB stärken Präsident Hörmann den Rücken. Der Kleinkrieg mit dem Innenministerium um die Umsetzung des Spitzensportkonzepts geht weiter.
Die Mitglieder des DOSB stärken Präsident Hörmann den Rücken. Der Kleinkrieg mit dem Innenministerium um die Umsetzung des Spitzensportkonzepts geht weiter.
Die Kontroverse zwischen Sport und Staat, ausgelöst durch die geplante Reform des Spitzensports in Deutschland, verschärft sich. Ein Spitzentreffen soll demnächst für neuen Teamgeist sorgen.
Es dauert nicht mehr lange bis zum Start der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Vorfreude mag bei den Sportlern aber kaum aufkommen. Und viele stellen sich die gleiche Frage.
DOSB im Visier des Kartellamts +++ Mavs gelingt erster Saisonerfolg +++ Astros gleichen aus +++ Straubing holt Pokel +++ Doping im Biathlon +++ Sport kompakt am Donnerstag.
Die deutschen Athletenvertreter gründen einen Verein, der ihnen eine größere Unabhängigkeit vom DOSB und eine professionellere Struktur bieten soll. Die Kritik vom DOSB folgt prompt.
Bisher erwartete der Deutsche Olympische Sportbund 38 Millionen Euro zusätzlich für Fortschritte bei der Reform des Spitzensports. Nun erhöht sich diese Summe deutlich.
Deutsche Athleten wollen ihre Interessen hauptberuflich in einer neuen Vereinigung vertreten lassen. Doch der DOSB-Präsident wehrt sich und droht. Was ist Sportdeutschland nur für ein Land?
Skiläufer Neureuther kritisiert, die aktuelle Koreakrise werde von IOC-Chef Bach und DOSB-Präsident Hörmann „ziemlich runtergespielt, als ob nix sei“. Er selbst erwägt einen Startverzicht.
Österreich und Frankreich schließen es nicht mehr aus, auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Pyeongchang zu verzichten. Andere Nationen umgehen die Frage lieber.
Die geplante Reduzierung der Bundesstützpunkte für Leistungssport wird um ein Jahr verschoben. Zuvor hatten sich Politik und Sport gegenseitig mangelnde Vorbereitung bei der Umsetzung vorgeworfen.
Das neue Spitzensportkonzept hat vorerst zu einem Durcheinander geführt. Machtkämpfe helfen da nicht weiter. Bei einer Reform zum Wohle der Athleten kommt man nur gemeinsam voran.
Noch heute leiden ehemalige Athleten unter den Nebenwirkungen des Dopings mit gefährlichen Substanzen. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten will der Deutsche Olympische Sportbund diese Menschen jetzt nicht alleine lassen.
„Wir werden ständig ausgebremst“: Der deutsche Sport leidet unter dem zerrütteten Verhältnis zur Politik. Daran ist auch der scheidende DOSB- Vorstandsvorsitzende Vesper schuld.
Sportwissenschaftlerin statt Berufspolitiker: Veronika Rücker ersetzt den aus dem Amt scheidenden Vesper. Große Politik, so scheint es, macht im DOSB ab sofort allein Hörmann.
Die Reform der Spitzensport-Förderung wird sich nach Einschätzung von DOSB-Präsident Hörmann verzögern. Die Analyse sei bis Olympia 2020 nicht vollständig zu schaffen.
Im deutschen Sport herrscht Alarm, da das sehnlich erwartete Geld der Politik auf sich warten lässt. Der Grund dafür könnte zwei Jahre zurückliegen.
Die Aufstockung der Spitzensportförderung um 39 Millionen Euro ist nach einer Mitteilung des Innenministeriums im Entwurf des Haushalts nicht enthalten. Nun droht der Sport dem Bund mit dem Scheitern der Spitzensportreform.
Sportlerinnen und Sportler brauchen Einkommen und soziale Absicherung. Denn ohne Sportförderung kommt Topathleten ihr Tun teuer zu stehen – sie wollen, dass die Politik eine Lösung findet.
Mit einer neuen Kampagne sollen Nachwuchsathleten motiviert werden. Traumversprechen haben sich aber viel zu oft als Verführung Minderjähriger entpuppt.
Die Bundeswehr reagiert auf die Kritik der Athleten: Künftig soll es nach der ersten Karriere dort weitergehen. Auch die Einzelförderung für Behindertensportler wird ausgebaut.
Der DOSB wird für seinen Umgang mit dem Thema Menschenrechte kritisiert. Zudem wirft Transparency International den Sportverbänden mangelhafte Diskussionskultur vor.
Nach der Ablehnung als Olympiakandidat setzt die Hauptstadt auf andere Großereignisse. Dabei hat sich Berlin zwei besondere Ziele gesetzt.
Es geht um Fairplay im Sport, aber auch um die Zukunftssicherung deutscher Athleten. Faustregel: Ein Jahr Fußball ist soviel Wert wie ein ganzes Leben in anderen Disziplinen.
Spitzensportler wollen eine unabhängige Vertretung ihrer Interessen. Es wäre der erste Schritt auf dem Weg zu dem, was Funktionäre und Politiker sich immer so redselig wünschen: den mündigen Athleten.
Plädoyer für professionelle Strukturen und einen Wettbewerb um die Fördermittel: Im Sportausschuss engagieren sich die Athletenvertreter für ihre Anliegen. Sprecher Max Hartung will mehr Konkurrenz unter möglichen Förderorganisationen.
Spitzensport und Studium – das verträgt sich immer schlechter. 70-Stunden-Wochen und andere Hürden schrecken ab. Trotzdem gibt es erstaunliche duale Karrieren.
Eine Potentialanalyse soll im deutschen Sport Förderwürdigkeiten von Sportarten prüfen. DOSB und Bundesinnenministerium haben nun einen Leiter für das Projekt PotAS bestimmt.
In der F.A.Z. gab Max Hartung ein Interview, in dem er die staatliche Sportförderung durch das Militär kritisiert. Unmittelbar danach lehnt die Bundeswehr einen Antrag des neuen DOSB-Athletensprechers ab.
DOSB-Vizepräsident Bischof widerspricht der Kritik des neuen Athletensprechers Hartung und bezeichnet die Bundeswehr als „unverzichtbaren institutionellen Partner“ der Spitzensportförderung.
Max Hartung, der neue erste Athletensprecher im DOSB, betrachtet die Sportförderung über die Bundeswehr als Umweg: „Man kann das Geld intelligenter und fairer einsetzen“, sagt der Säbelfechter. Nur wie?
Stabübergabe beim Deutschen Olympischen Sportbund: Vorstandschef Michael Vesper wird den DOSB im kommenden Jahr verlassen. Er war nicht immer unumstritten.
Hessens Innenminister Beuth fordert die DOSB-Funktionäre beim Neujahrsempfang des deutschen Sports auf, an der Glaubwürdigkeit ihres Standes zu arbeiten. Athletensprecher Schreiber tritt zurück.
Bevor Bundespräsident Joachim Gauck Eintracht Hildesheim für dessen Engagement in zehn Schulen mit Ganztagsangebot mit dem Goldenen Stern auszeichnet, nimmt er die Ehrenmedaille des deutschen Sports entgegen.
Abermals tauchen belastende Aufnahmen auf, wie ein russischer Trainer seine Doping-Sperre umgeht. Derweil ändert DOSB-Präsident Hörmann seine Haltung gegenüber dem IOC. Auch DLV-Präsident Prokop äußert sich.
Die Spitzensportreform hinterlässt bei vielen Athleten zwiespältige Gefühle. Es herrscht Verunsicherung, ob die Kriterien den Bedürfnissen der Sportler gerecht werden. Vier Beispiele.
Den DOSB soll nach den Worten seines Kassenprüfers keine Schuld an der Unterschlagung von fast 400.000 Euro durch einen Mitarbeiter treffen. Doch es bleiben Ungereimtheiten.