Das alte Gift
Etwas Besonderes ist der Auftritt der Staatsgewalt bei der Tour de France längst nicht mehr. Überraschend ist lediglich, dass sie nicht häufiger zuschnappt. Doping vergiftet nicht nur Sportler.
Etwas Besonderes ist der Auftritt der Staatsgewalt bei der Tour de France längst nicht mehr. Überraschend ist lediglich, dass sie nicht häufiger zuschnappt. Doping vergiftet nicht nur Sportler.
Nach eineinhalb Jahren Corona ist die EM die groteske Erfüllung eines Platini’schen Traums. War es nicht genau das, was wir beschworen haben? Wollten wir nicht mehr Zufall, Glück und Underdogs?
Die Sorge ist verbreitet, dass Athleten spärliche Dopingkontrollen nutzen könnten, um verbotene Substanzen zu nehmen. Welchen Einfluss hat die Pandemie – wie viel oder wenig wurde und wird getestet?
Ein Gewinner-Pferd, zwei positive Dopingproben und kaum Konsequenzen. Der Galopper Trainer Bob Baffert und sein Pferd Medina Spirit werden nur regional gesperrt.
Offener, fairer und regelgebundener Handel gehört zur DNA der Europäischen Union. Wie aber ist der möglich, wenn die großen Handelspartner nach dem Motto „America first“ und „Made in China 2025“, nichts davon wissen wollen?
Ein Sportler sorgt sich, dass Betrug leichter möglich ist, wenn Athleten in Quarantäne nicht kontrolliert werden dürfen. Doch auch abseits der Pandemie wird Chancengleichheit nur vorgegaukelt.
Kugelstoßerin Christina Schwanitz ist Weltmeisterin und Europameisterin. Nur eine Olympia-Medaille fehlt ihr noch. Von einer Impfpflicht für die Spiele in Tokio hält die Leichtathletin aber wenig.
Viel Kaffee, billiger Wein, mehr Schlafmittel und Antidepressiva: Wie sich die Deutschen das Dauer-Homeoffice erträglich machen.
Dass Doping im Spitzensport eine lange Historie in Deutschland hat, war bekannt. Aber nicht, dass in der DDR Mittel auch an Freizeitsportler getestet wurden. Eine ARD-Doku deckt auf.
Wegen wiederholten Dopings ist Geher Alex Schwazer für acht Jahre gesperrt. Doch der italienische Olympiasieger wehrt sich vor Gericht. Dort kommt es zu einer Überraschung.
Gleich zwei Rückschläge für Ajax Amsterdam: Erst bekommt Torwart Andre Onana eine lange Doping-Sperre, dann darf auch noch der teuerste Neuzugang des Klubs nicht in der Europa League spielen – wegen einer kuriosen Nachlässigkeit.
Der Untersuchungsbericht zur über Jahre korrupten Führung des Internationalen Biathlon-Verbands zeigt exemplarisch, wie leicht sich persönliche Interessen und die Pflichten des Funktionärslebens verbinden lassen. Auf der Strecke bleibt der faire Wettbewerb.
Oberstaatsanwalt Kai Gräber spricht im Interview über den Prozess gegen das Doping-Netzwerk des Mediziners Mark S., die Risikobereitschaft von Ärzten wie Athleten und wie sich Deutschland im Kampf gegen die Manipulation besser aufstellen kann.
Vier Jahre und zehn Monate Haft für den Erfurter Doping-Arzt Mark S.: Der Sport hofft durch das Urteil im Verfahren zur „Operation Aderlass“ auf eine Signalwirkung. Viele Fragen bleiben sind aber noch offen.
„Für viele Betroffene unglaublich wichtig“: Anne Drescher spricht im Interview über den von einer früheren Turnerin durchgesetzten Rehabilitierungsanspruch wegen der Folgeschäden des DDR-Dopings.
Sun Yang war vom Cas zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden, die das Karriereende des umstrittenen mehrmaligen Olympiasiegers und Weltmeisters bedeuten würde. Nun gibt ein Gericht der Revision statt.
In den Vereinigten Staaten ist die Kritik an dem Cas-Urteil zur Halbierung der Doping-Sperre gegen Russland besonders heftig. Anti-Doping-Chef Travis Tygart macht für die Entscheidung auch das IOC und die Welt-Anti-Doping-Agentur verantwortlich.
Athleten Deutschland übt harsche Kritik an der Welt-Anti-Doping-Agentur. Deren Führung habe den Ruf der Organisation in den letzten Jahren stark geschädigt. Es sei dringend Zeit für umfassende Änderungen.
Das Gesetz gegen Doping hat seinen Zweck, zur Integrität des Sports beizutragen, kaum erfüllt. Denn während man die kleinen Fische erwischt, geht der Betrug durch Verbände und Staaten weiter. Deshalb braucht es dringend Reformen.
Seitdem die frühere Leichtathletin Stepanowa und ihr Mann als Kronzeugen ausgesagt haben, leben sie in Amerika: „Wenn sie uns in Russland töten, werden die Russen es untersuchen und behaupten, es sei ein Unfall“.
Alle fünf Jahre erscheint der Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht. In der aktuellen Ausgabe werden etliche Probleme aufgelistet. Der überraschendste Teil der Studie wird zu kontroversen Diskussionen führen.
Das Doping-Geschäft im internationalen Gewichtheben ist noch perfider als gedacht. Ein Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur beschreibt die kriminelle Energie im Weltverband und eine Kultur des Schweigens.
„Doping ist an der Tagesordnung, wenn man erfolgreich sein will“, erklärt Dr. S. im Münchner Doping-Prozess. Ihm war die Gesundheit der Sportler „sehr wichtig“? Wehe dem Sportler, der an einen Arzt gerät, dem das Geld wichtiger ist.
Nach der Königsetappe der Tour de France durchsucht die französische Polizei Hotelzimmer und Autos des Teams Arkea-Samsic. Die Aktion soll sich vorrangig gegen den kolumbianischen Profi Nairo Quintana gerichtet haben.
„Ich bin nie positiv getestet worden“ ist längst ein Kalauer, wenn Manipulateure nicht lügen wollen. Zwischen Anspruch und Realität im Anti-Doping-Kampf klafft eine Lücke.
Droht der diesjährigen Tour de France der erste Dopingskandal? Die Staatsanwaltschaft in Marseille hat einer Nachrichtenagentur zufolge Ermittlungen bestätigt. Offenbar hat es sogar Festnahmen im Umfeld eines kolumbianischen Fahrers gegeben.
Muss die Wada eine Reform anstrengen? Nach der Ankündigung der Vereinigten Staaten, der Anti-Doping-Agentur die Mittel zu streichen, geht deren Präsident in die Offensive. Eigentlich will er eine andere Botschaft vermitteln.
Immer wieder hat Juri Ganus Reformen im russischen Sport gefordert. Nun ist der Chef der Anti-Doping-Agentur Rusada seinen Posten los. Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen lautet die offizielle Begründung.
Doping ist auch im Galoppsport immer wieder ein Thema. Zuletzt wurden fünf in Deutschland trainierte Pferde positiv auf Koffein getestet. Doch der Fehler lag beim Hersteller des Futtermittels.
Olympia 2016 in Rio de Janeiro: Auf dem Wasser treibt ein Ölteppich aus Verdacht. Jeder beschuldigt jeden des Dopings. Und der fast unschlagbare Michael Phelps hält seinen Sport für verseucht.
Die wegen systematischen Dopings gesperrten russischen Leichtathleten haben eine weitere Frist erhalten, bis zu der sie ihre Schulden zahlen sollen. Die Aufhebung des Banns ist an weitere Bedingungen geknüpft.
Der Kampf zwischen Ost und West liefert wieder und wieder Stoff. Manches klingt wie der perfekte Plot eines Thrillers unter Kalten Kriegern und wird doch Realität – so auch ein Schiff mit einem Doping-Labor an Bord.
Athletenvertreter aus Deutschland, Dänemark, den Vereinigten Staaten und Kanada fordern mehr Beteiligung für Sportler in Anti-Doping-Fragen. Sie beklagen eine „Kultur des Schweigens“ in der Wada.
Auch Wada-Chef Banks sieht sich mit der üblichen amerikanischen Strategie aus Drohung und Geldentzug konfrontiert. Doch der frühere 400-Meter-Läufer kontert die Vorwürfe Trumps mit Fakten.
Der Amerikaner Christian Coleman gilt als Favorit bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Nach verpassten Doping-Kontrollen könnte der Sprint-Weltmeister auf dem Weg dorthin gestoppt werden. Doch der Athlet erhebt nun selbst Vorwürfe.
Boxerin Virginia Fuchs wurde positiv auf Doping getestet. Erklären konnte sich die Boxerin ihren Fall nicht. Vielmehr beteuerte sie ihre Unschuld und rätselte über die Ursache. Die wurde nun gefunden – und ist ziemlich skurril.