Rachereise
Phänomenologie
Phänomenologie
Der Hund mit dem ulkigen Lachen war stets als Nebenfigur gedacht und bekam nie eine eigene Serie. Dabei stahl Goofy mit seiner schusseligen Treuherzigkeit Mickey Maus oft die Schau.
Schneeeulen leben den Großteil des Jahrs in der Nähe des Polarkreises. Nun ist jedoch ein Exemplar bis nach Washington geflogen. Die Menschen in der amerikanischen Hauptstadt sind begeistert.
Es ist ein Ort, der für sich beanspruchen kann, die Wiege des deutschen Küchenwunders zu sein – nun wurde er renoviert. Aber auch dem neuen alten „Tantris“ gelingt die Quadratur des kulinarischen Kreises.
Mitten im Wahlkampf bringt der chilenische Präsident Sebastián Piñera die Armee gegen das Mapuche-Volk in Stellung. Bis heute sind die Indigenen in der Verfassung des Landes nicht anerkannt.
Erkennt man schwangere Frauen am flachen Bauch? Welche Körperpartien soll man täglich waschen? Können Boxer die Reißleine ziehen? Die Herzblatt-Geschichten.
Cartagena de Indias an Kolumbiens Karibikküste gehört zu den schönsten Kolonialstädten Südamerikas. Sie hat es geschafft, nicht in Musealität zu erstarren. Der Preis dafür könnte allerdings eines Tages zu hoch sein.
Pfeffer ist seit fünftausend Jahren das Menschheitsgewürz schlechthin. Er hat die Welt verändert, unsere Weltkarte vollendet und steht selbst für ein wahres Weltreich der Aromen. Die Kolumne Geschmackssache.
Die Deutschen waren einmal Reiseweltmeister. Jetzt sind sie Meister der Selbstisolation, weil es die Regierung so will. Geht ihnen darüber die Lust auf die Ferne und Fremde verloren? Das könnte passieren – und wäre verheerend.
Gran Canaria ist ein sicheres Reiseziel. Das sagt sogar die Kanzlerin – und rät uns dringend davon ab hinzufahren. Wir haben es trotzdem getan – und können es nur wärmstens empfehlen.
In Amerika demontieren Demonstranten Kolumbus-Statuen. In Italien feiert man den Seefahrer noch unverdrossen. Einige Politiker haben sogar kontroverse Vorschläge, was mit den amerikanischen Statuen passieren sollte.
Mindestens ein Mensch ist durch Hurrikan „Sally“ ums Leben gekommen, Hunderte Menschen mussten gerettet werden. Meteorologen rechnen auch für Donnerstag mit Überflutungen.
Washingtons Bürgermeisterin ließ eine Liste mit Denkmälern erstellen, die im Zuge der Rassismus-Debatte „umbenannt, entfernt oder kontextualisiert“ werden sollen. Darunter auch das Jefferson Memorial. Das Weiße Haus ist nicht erfreut.
Der berühmte Philosoph hat sich übel über Rassen geäußert, Schüler trugen seine kruden Theorien weiter. Was sagt das über ihn, seine Zeit und sein Gesamtwerk?
Der Denkmalsturz ist ein politisches Kampfmittel in Umbruchszeiten, aber auch ein Reflex von totalitären Regimen. Liberale Gesellschaften sollten unbequeme Denkmäler im öffentlichen Raum ertragen.
Nichts ist dagegen zu sagen, Kolonialverbrecher aus dem Stadtbild zu entfernen. Doch das gute Gewissen, das diejenigen sich machen, die Denkmäler stürzen, ist selbstgerecht.
Fast überall in der westlichen Welt werden derzeit alte weiße Männer vom Sockel gestürzt. Aber hierzulande mangelt es an Feindbildern.
Weltweit werden aktuell die Statuen mutmaßlicher Protagonisten des Kolonialismus geschleift. Das aber blendet Geschichte in doppelter Hinsicht aus. Zur Verwechslung von Bildern des Bösen mit dem Bösen selbst.
Im Zuge der Proteste gegen Rassismus ist in den Vereinigten Staaten eine Diskussion um Erinnerungskultur entbrannt. Die Demokraten wollen Statuen demontieren, Sportverbände Flaggen wechseln – doch Präsident Trump schwärmt vom „großartigen amerikanischen Erbe“.
Zehn Stützpunkte der Armee sind nach Generälen der Südstaaten benannt, die an der Sklaverei festhalten wollten. Das Thema hat nach dem Tod von George Floyd wieder an Brisanz gewonnen – doch Trump erteilt einer möglichen Umbenennung eine Absage.
Wenn das Wetter mitspielt, fliegen an diesem Mittwoch um 22.33 Uhr deutscher Zeit Doug Hurley und Bob Behnken an Bord einer Dragon-Kapsel des Raumfahrtunternehmens SpaceX zur ISS. Startpunkt ist das Kennedy Space Center, wo auch schon die bemannten Apollo-Missionen und die Spaceshuttles abhoben.
Der Münchner Stadtrat hat die Überprüfung aller 6000 Straßennamen in Auftrag gegeben. Auch Kleist und Kästner tauchen unter den Verdachtsfällen historisch belasteter Namensgeber auf.
Seidensticker war einst einer der größten Textilhersteller und sicher auch einer der bekanntesten. Dann schrumpfte das Geschäft mit den Hemden. Ein Jahrhundert nach der Gründung geht es wieder aufwärts.
Zweitausend Jahre lang hat der Mensch Tabak angebaut. Damit geht es nun langsam zu Ende. Rückblick auf eine Kultur, die es bald nicht mehr geben wird.
Es knistert und knuspert, und wenn man nicht schnell genug einen Deckel drüber legt, springt es durch die ganze Küche: Wie man Popcorn macht, wissen die meisten. Schon die Azteken wussten das. Aber warum Mais sich so verwandeln kann?
Wer nur die wässrigen roten Kugeln aus dem Supermarkt kennt, verpasst eine Menge. Vor allem alte Sorten sind begehrt, passen auf fast jeden Balkon und sind sogar für Anfänger meist ein schnelles Erfolgserlebnis.
Flaute und Sturm, Meuterei und Hunger, Verrat und Portugiesen. Der Armada des Fernando Magellan blieb kein Schrecken der Meere erspart.
Die Kulturszene der Türkei lässt die Knochen knacken: ein Besuch in Istanbul, wo auf der Biennale und im neuen Museum Arter die Teilchen den Aufstand proben.
Ein Großmaul geht auf Wanderschaft: Der für telegene Wutausbrüche bekannte Starkoch Gordon Ramsay reist in seiner Sendung „Kulinarische Abenteuer“ in die Ursprungsländer seiner Zutaten.
Das Verhältnis des Stararchitekten Renzo Piano zu seiner Heimatstadt Genua war lange angespannt. Jetzt kann er mit seinem Entwurf für eine neue Autobahnbrücke an das Kolumbus-Jahr anknüpfen.
Vor 500 Jahren brach Ferdinand Magellan zur ersten Weltumsegelung auf – und mit ihm drei deutsche Seeleute. Zum Gedenken der „iberischen Heldentat“ planen Spanien und Portugal Hunderte von Veranstaltungen.
Vor fünfzig Jahren tat Neil Armstrong seinen kleinen Schritt, der ein großer für die Menschheit sein sollte: Bücher aus Anlass des bevorstehenden runden Jahrestags der ersten bemannten Mondlandung.
Der Popstar der SPD trifft den Sozialdemokraten des Schlagers. Ein Gespräch mit Roland Kaiser und seinem Fan Kevin Kühnert über Kapuzenpullis und Anzüge, breitbeinige Altpolitiker, unkorrekte Liedtexte und den Groove von Obama und Nahles.
Der Brief des Entdeckers an das spanische Königshaus ist in Barcelona von Unbekannten entwendet und durch eine Kopie ersetzt worden. Und das kam nicht zum ersten Mal vor.
Waren lange vor Kolumbus schon antike Seefahrer in Amerika, muss der Kontinent nachträglich in „Augusta“ oder „Aremorica Nova“ umbenannt werden? Funde in Florida irritierten für Momente die Fachwelt.
Wer trotz fehlender Schwarmintelligenz die Welt wirklich beherrscht.