Die schöne schmale Flamme
Popmusiker, Schauspieler, Gesamtkunstwerk: David Bowie begann als Kunstpädagoge und wurde mit seinen notorischen Stilwechseln zum Vollzeitdarsteller seines eigenen Images. Und dann hatte er noch diese wunderschöne Stimme.
Popmusiker, Schauspieler, Gesamtkunstwerk: David Bowie begann als Kunstpädagoge und wurde mit seinen notorischen Stilwechseln zum Vollzeitdarsteller seines eigenen Images. Und dann hatte er noch diese wunderschöne Stimme.
Wer an diesem Morgen vom Tod David Bowies hörte, hatte sofort Bilder im Kopf – und dieses eine Lied, das ihm besonders viel bedeutet: Acht Redakteure erzählen von ihrem liebsten Bowie-Song.
Allein der Einfallsreichtum seiner ersten Jahre hätte für mehrere Musikerkarrieren gereicht. Immer wieder gelang es David Bowie, verstörende Ästhetik mit Eingängigkeit zu verbinden. Bis zuletzt.
Als Spezialist für französische Musik galt Christian Thielemann bislang nicht. Doch sein Programm mit Werken von Chausson, Debussy und Fauré bei den Berliner Philharmonikern gelingt als großer Abend.
Als Kulturhauptstadt wirbt Breslau für Offenheit, muss sich mit diesem Anspruch aber an der widerspenstigen Wirklichkeit der neuen polnischen Europapolitik reiben.
Hobby-Drohnen sind Leichtgewichte. Eigentlich müssten sie im Wind tanzen. Aber die aktuellen Modelle liegen stabil in der Luft. Wie funktioniert das?
Ist das noch Jazz oder schon Musik? Auf der einen Hälfte seines neuen Albums schlägt David Bowie elegische Töne an. Die andere steht unter einem dunklen Stern.
Seebad, Großstadt, Sommerresidenz, Feinschmeckerwalhalla: San Sebastián trägt viele Seelen in seiner Brust. Und jetzt will es auch noch das Modell für eine bessere Welt sein.
Für junge Wissenschaftler öffnen sich neue Karrierewege, aber ihre ersten Hilfsdienste leisten sie wohl auch künftig ohne Tarifvertrag: Was das neue Jahr den Hochschulen bringt.
Transhuman? Postgender? Die radikal neue Musik des venezolanischen Elektronik-Künstlers Arca klingt jedenfalls, als müsste ihr die Zukunft gehören.
2016 zeigt sich schon zu Beginn in fratzenhafter Verrücktheit: Eine spanische Klinik hat einen Lautsprecher entwickelt, der Föten Musik vorspielen soll – auf dem direktesten Weg.
Er soff und ließ sich treiben; für einen guten Reim tat er alles. Was Stuttgart Joachim Ringelnatz angetan hat, bleibt unklar. Jedenfalls widmete er der Stadt vier Gedichte, deren schönstes wir hier vorstellen.
Der Walzer gilt als lebensbejahend und ist idiotensicher zu betanzen. Aber manche Stücke im berühmten Dreivierteltakt weisen doch einen Trauerrand auf. Eine Antwort auf die Leserfrage: Warum macht uns der Walzer melancholisch?
Jenseitsreisen und Bärenfang: Schamanen in den nördlichen Regionen kannten Riten, die noch in der Moderne Anklang finden. Eine Ausstellung im Archäologischen Museum Frankfurt widmet sich den Tieren nachgeformten Kultgegenständen.
Dass Tanzen gegen das Vergessen hilft, ist noch nicht bewiesen. Aber es blendet die Krankheit Demenz für einen Moment aus. In Eschborn treffen sich jeden Dienstag demenzkranke und gesunde Senioren zu einer unbeschwerten Tanzstunde
Die Sängerin Hatsune Miku existiert nur virtuell, doch das hindert sie nicht, auf Tournee zu gehen. Dahinter steckt eine geschickte Strategie: Die Fans schreiben die Lieder für den Star selbst.
In der Silvesternacht wurde in München eine Geschichte aus Lebenslust und Behauptungswillen geschrieben. Auf das Aufatmen folgten viele Fragen – Fragen, die auch noch einige Zeit unbeantwortet bleiben dürften.
Die Münchner haben in der Neujahrsnacht demonstriert, dass sie sich ihr Leben nicht von Terroristen bestimmen lassen wollen. Und zugleich zeigt ihr Staat Stärke.
Silvesterabende können lang werden – besonders für Kinder und deren Eltern. Der Streamingdienst Netflix bietet nun die Möglichkeit, den Nachwuchs mit gefälschten Countdowns schneller ins Bett zu bringen.
Novak Djokovic gewann 2015 die Australian Open, Wimbledon und die US Open. Obwohl er sportlich alle überragt, wird der Schützling von Boris Becker nicht von allen geliebt. Warum nur?
Der Jazzpianist Wolfgang Dauner kann alles und hat alles gespielt: Bebop, Free Jazz, Fusionmusik. Nun wird der große Stilist und Vorkämpfer des neuen, europäischen Jazz achtzig Jahre alt.
Und zum Schluss singen alle ein Lied: Das Erste erzählt in „Kleine große Stimme“, wie ein Junge mit dunkler Haut 1955 zum Wiener Sängerknaben wird. Es ist ein Rührstück aus einer anderen Zeit.
Viele Menschen schauen im TV die Darts-WM. Hinter diesem Trend und anderen Nischensportarten steckt Vermarkter Barry Hearn. Er ist einer der ganz Großen im Geschäft. Doch zu seinem Glück fehlt ihm noch etwas.
New York hat sein Leben vom ersten Tag an umgekrempelt, sagt der Fotograf Peter Liepke. Mit seiner Serie „Above and Beyond“ verändert er unseren Blick auf die Stadt der Städte.
Eine jüdische Hochzeitsgesellschaft feiert den Tod eines palästinensischen Babys und wird dabei gefilmt. Nun müssen sich der Bräutigam und drei weitere Gäste vor Gericht dafür verantworten.
Die inszenierte Lust: Turniertanz ist elegant und schwerelos, doch bisweilen täuscht der schöne Schein: Er ist auch Strapaze und Hochleistungssport.
Eine Geschichte davon, wie Altruismus bitter bestraft werden kann und wie das Theater einem Text misstraut: Felicitas Braun inszeniert Kleists „Der Findling“ am Staatstheater Wiesbaden.
Zum Jahreswechsel machen einflussreiche Investoren Druck auf Volkswagen. Sie sind unzufrieden damit, wie der Konzern den Diesel-Skandal aufbereitet und fordern mehr Unabhängigkeit im Aufsichtsrat. Ein paar Monate geben sie der VW-Führung noch.
Die Carolina Panthers und ihr Star Cam Newton beeindrucken im amerikanischen Football mit ihrer Siegesserie. Nach vierzehn Spielen ist das Team noch immer ungeschlagen: Können sie das nahezu Unmögliche möglich machen?
In der Pfalz werden Straffällige zu Schiedsrichtern ausgebildet. Aber das ist nicht so einfach. Ein Besuch hinter Gittern.
Kommen die Flüchtlinge wirklich aus einer ganz anderen, fremden Kultur? Und muss man sie tatsächlich zwingen, sich zu integrieren? Oder ist das ganze Gerede nur engherzig und borniert?
Weihnachten mit Flüchtlingen geht als Kompromiss. Oder als Sprung ins kalte Wasser. Manche Deutsche wagen ihn.
Fast 4000 Menschen starben vor fünf Jahren in Sierra-Leone an den Folgen eines verheerenden Ebola-Ausbruchs. Die Seuche gilt als überstanden. Doch in Gesellschaft und Alltag hat das Virus tiefe Spuren hinterlassen. Unsere Autoren haben das Land Ende 2015 besucht.
Der katalanische Nationalismus ist ein schillerndes Phänomen: Er gibt sich weltoffen, progressiv und links - und strebt die Herauslösung aus dem vermeintlich imperialistischen spanischen Staatsverband an und damit auch aus der EU. Geschichte und Geschichtsklitterung spielen dabei eine überragende Rolle.
Aspen ist Amerikas mondänster Skiort - und doch viel mehr als nur ein Tummelplatz der Schönen, Berühmten und Superreichen. Es könnte sogar sein, dass er der außergewöhnlichste Wintersportort der ganzen Welt ist.
Agnès Varda dreht nicht nur Filme. Sie ist auch Installationskünstlerin und Fotografin, seit langem schon. Ihre Fotos aus dem Kuba der frühen Sechziger sind jetzt in Paris zu sehen.