Guter Zweck, schlechtes Timing
Das Spiel um den „Uli-Hoeneß-Cup“ zwischen den Bayern und Barcelona am Mittwoch (18.30 Uhr) kommt für fast alle Beteiligten zur Unzeit - wenigstens bringt es reichlich Spendengeld in die Kasse.
Das Spiel um den „Uli-Hoeneß-Cup“ zwischen den Bayern und Barcelona am Mittwoch (18.30 Uhr) kommt für fast alle Beteiligten zur Unzeit - wenigstens bringt es reichlich Spendengeld in die Kasse.
Der Prozess gegen den Präsident des FC Bayern München könnte noch im September beginnen. Laut einem Medienbericht kann er auf ein mildes Urteil hoffen. Angeblich will die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung beantragen.
Matthias Sammer ist nah dran an der Entwicklung der Bayern nach dem Triple. Im Interview spricht der Sportvorstand über den Hype um Trainer Guardiola, neue Münchner Motivation, die Rivalität mit Klopp und sein Image als Polarisierer.
„Wird die Selbstanzeige von Hoeneß anerkannt, kann er Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bleiben“, sagt Adidas-Vorstandschef Hainer, dessen Unternehmen 9,1 Prozent an der FC Bayern München AG hält.
Guru, Weiser, Philosoph oder Denker - so wurde Pep Guardiola bezeichnet. Die Bayern-Führung tut nichts, um dieser Überhöhung entgegenzutreten. Was ist aber, wenn Guardiola nicht über Wasser zu wandeln versteht? Ein Kommentar.
Die Ermittlungen gegen Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe stehen einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Abschluss. Im Juli werde die Staatsanwaltschaft darüber entscheiden, ob sie Anklage gegen den Präsidenten des FC Bayern München erhebt.
Der Rückzug ist nun doch endgültig. In einem Interview schließt Bayerns Meistercoach Jupp Heynckes eine Rückkehr auf die Trainerbank aus. Er habe einen „würdigen Abschluss“ gehabt, betont der 68-Jährige.
Auch ein Angebot von Real Madrid vermag Trainer Heynckes nicht von der wohlverdienten Pause abzuhalten. Doch die Rente hat er noch nicht eingereicht.
Nach dem Pokalsieg werden beim FC Bayern die drei Trophäen wie Reliquien präsentiert. Honoratioren und Edelfans sind ergriffen. Doch in der Luft liegen ein Abschied und ein Rücktritt: Die Zukunft von Trainer Heynckes und Präsident Hoeneß bleibt offen.
Für Uli Hoeneß gibt es als Zugabe zum Henkelpott den Handschlag der Kanzlerin. Aus sportlicher Sicht erweist sich der Umgang mit der Steueraffäre als richtig - aber heiligt der Erfolg die Mittel?
Serienchampion Bamberg schafft in der Halbfinal-Serie der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern den Ausgleich. Bei den Baskets macht sich vor allem die Rückkehr von Gavel bemerkbar.
Robben ist voller Emotionen. Neuer wurde kalt. Heynckes hadert mit der Favoritenbürde. Hoeneß freut sich vor allem für den Verein. Sammer sieht ein komisches Spiel. Und die Verlierer aus Dortmund sind voller Stolz. FAZ.NET hat die Stimmen zum großen Finale gesammelt.
Der BVB ist der einzige börsennotierte Klub der Bundesliga. Trotzdem bewahrt er sich das Image, nicht ein Verein des Geldes, sondern der einfachen Leute und der Leidenschaft zu sein. Das liegt an Jürgen Klopp. Aber auch daran, dass Dortmund nichts anderes mehr hat.
Ach hätte er doch! Uli Hoeneß sagte mal im Scherz, dass er die Borussia am Aktientiefpunkt hätte kaufen sollen. Mittlerweile dürfte er den Kaufverzicht bereuen.
Im Fußball haben die üblichen Regeln des Wirtschaftslebens nur wenig Bedeutung. Das zeigt sich nicht nur im Fall des FC Bayern-München-Präsidenten Hoeneß.
Schon als Teamkollege hat Michael Zorc erfahren, dass Matthias Sammer den Marschallstab im Tornister trägt. Die Sportmanager von Borussia Dortmund und Bayern München könnten unterschiedlicher kaum sein. Aber sie respektieren sich auch vor dem Champions-League-Finale.
Gegen Bayern-Präsident Hoeneß wird ermittelt, weil er im Zusammenhang mit Börsengeschäften Steuern hinterzogen hat. Nicht alle waren erfolgreich: Die T-Aktie kostete ihn angeblich Millionen.
Noch elf Tage bis zum deutschen Finale in der Champions League: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung will schon jetzt wissen, warum die Bayern oder die Borussen gewinnen. Schreiben Sie Ihre Argumente!
Die Anwälte von Uli Hoeneß haben Strafanzeige wegen Verletzung des Steuergeheimnisses gestellt. Im April war bekannt geworden, dass gegen den Präsidenten des FC Bayern München wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt wird.
Plagiatssucher bringen prominente Promovierte zur Strecke. Politiker drohen Bankern mit Knast. Aktuell ist die Meute hinter Uli Hoeneß her. Sein Fall lehrt viel über Moral - und Doppelmoral.
Als Aufsichtsrat des FC Bayern München hat auch Adidas-Chef Herbert Hainer dafür plädiert, dass Uli Hoeneß trotz seiner Selbstanzeige im Amt bleiben darf. Die Adidas-Aktionäre sehen das großteils gelassen.
Der Abgang von Uli Hoeneß ist vermutlich nur verschoben. Keiner im Aufsichtsrat wollte riskieren, am Ende Verantwortung zu tragen für eine niederlagenbringende Unruhe vor dem großen Finale.
EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta hat sich gegen jede Art der Strafbefreiung für Steuerbetrüger gewandt, wie sie etwa unter gewissen Bedingungen bei einer Selbstanzeige in Deutschland gewährt wird. In einigen Ländern seien die Gesetze viel zu lasch.
Der FC Bayern schließt die Reihen: Hoeneß soll in Amt und Würden das große Londoner Finale erleben können - da werden sogar eiserne Compliance-Regeln flexibel ausgelegt.
Uli Hoeneß hat öffentlich den konservativen Geschäftsmann gegeben und vollmundig die neue Fußballwelt beschworen. Bayern München habe sich um Lichtjahre entfernt vom Amateurmilieu. Aber ist das so?
Schaulaufen fürs Endspiel: Das 8:0-Votum des Aufsichtsrates für Präsident Hoeneß soll beim FC Bayern Geschlossenheit auf dem Weg nach Wembley demonstrieren. Rummenigge bleibt bis 2016 Vorstandschef - ein Zeichen für Kontinuität.
Der Aufsichtsrat des FC Bayern hat über den Fall Hoeneß beraten. Dort hat Uli Hoeneß angeboten, sein Amt ruhen zu lassen. Doch der Aufsichtsrat stärkt ihm den Rücken. Die Sache ist für Hoeneß aber noch lange nicht ausgestanden.
Wegen der Steueraffäre Hoeneß tagt an diesem Montag der Aufsichtsrat des FC Bayern. Sollte Hoeneß auf sein Amt als Präsident verzichten, will Ehrenpräsident Beckenbauer nicht einspringen.
Es gibt zu viele Ungereimtheiten im Fall Hoeneß, als dass sich die Staatsanwaltschaft auf einen Deal einlassen könnte. Der Aufsichtsratsvorsitzende steht politisch am Pranger - und mit ihm der FC Bayern München.
Während in Dortmund das vermeintliche Top-Spiel läuft, schauen die geschonten Bayern-Stars und der vor Schmährufen geschützte Präsident und Steuersünder Basketball. Man muss eben Prioritäten setzen, wenn man Psychospielchen treiben will.
In Deutschland gibt es 540.000 problematische und pathologische Spieler. Zwei bis fünf Prozent tun dies an der Börse. Sie unterliegen einer Kontrollillusion, sagt Gerhard Meyer, Suchtforscher an der Universität Bremen.
In Deutschland ist das exzessive Handeln an der Börse weit verbreitet. Unter dem Strich machen die meisten Verluste - nur etwa 1 Prozent der Anleger erzielt eine Marktüberrendite, sagen Studien.
Die SPD macht durch den Fall Hoeneß im Wahlkampf gerade ein wenig Boden gut. Die Kanzlerin hat umgehend eine Arbeitsgruppe zum Thema Selbstanzeige einberufen. Wird Angela Merkel nervös?
Hoeneß fliegt mit nach Barcelona. Rummenigge verbreitet Zuversicht. Beckenbauer warnt vor fiesen Tricks. Heynckes hat schon mal einen Vier-Tore-Vorsprung vergeigt. Und die Flitzerin kommt straffrei davon. Bayern kompakt am Dienstag.
Wir haben Sie gefragt. Und Ihre Meinungen gehen auseinander. Viele zeigen Mitgefühl mit Uli Hoeneß, einige andere halten ihn als Präsidenten des FC Bayern nicht mehr für tragbar.
Matthias Sammer freut sich über den Punkterekord des FC Bayern und übernimmt kommissarisch schon mal die Abteilung Attacke. Stilkritik von außen kanzelt der Sportvorstand arrogant ab.