Das gespaltene Team
Die Özil-Debatte um die Nationalmannschaft zeigt vor allem eines: Wie fremd sich die Spieler mit unterschiedlichen Prägungen werden konnten. Das war einer der Schlüssel für das Scheitern in Russland – Joachim Löw sah zu.
Die Özil-Debatte um die Nationalmannschaft zeigt vor allem eines: Wie fremd sich die Spieler mit unterschiedlichen Prägungen werden konnten. Das war einer der Schlüssel für das Scheitern in Russland – Joachim Löw sah zu.
Demut ist nun en vogue. Vor allem nach dem WM-Absturz der DFB-Elf. Doch wie gelingt das der abgeschlossenen Elite? Einer zeigt, wie man sich getrieben von der Liebe zu seinem Sport verhalten kann. Ein Kommentar.
Die Aufarbeitung der blamablen Fußball-WM fand bislang nur im Verborgenen statt. Doch nicht nur von der überfälligen Analyse hängt viel ab. Es fokussiert sich auf drei Protagonisten – und die Mannschaft.
Michael Reschke ist Sportvorstand beim VfB Stuttgart. Im Interview spricht er über die Zukunft von Weltmeister Pavard, Grabgestecke aufgebrachter Fans – und ein Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge.
Nur zwei Spieler erklären nach der WM-Blamage ihren Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft. Nun stellt sich für den Bundestrainer eine entscheidende Frage.
Mesut Özil trat nach der Erdogan-Affäre nach heftiger Kritik aus der Nationalmannschaft zurück. Um Ilkay Gündogan war es lange ruhig. Nun äußert er sich – und verrät seine Pläne.
Toni Kroos wird auch künftig ein wichtiger Baustein im DFB-Team von Joachim Löw sein. Auch ein anderer Nationalspieler stünde dem Bundestrainer weiter zur Verfügung – hätte aber Verständnis, wenn er nicht gebraucht würde.
Nationalspieler Toni Kroos hat die Art des Rücktritts von Mesut Özil aus dem DFB-Team kritisiert. Rassismus-Vorwürfe an den DFB weist der Star von Real Madrid zurück – und äußert sich auch zu seiner eigenen Zukunft.
In neun Jahren schoss er 450 Tore. Nun treten die „Königlichen“ im Supercup gegen Atlético ohne Cristiano Ronaldo an. Dabei geht fast unter, dass Real Madrid noch ein wichtiger Akteur fehlt.
Mit großem Abstand gewinnt Toni Kroos erstmals die Wahl zum Fußballer des Jahres. Eine Überraschung ist Platz zwei. Dzsenifer Marozsan wiederholt ihren Erfolg vom Vorjahr. Bei den Trainern siegt ein Ruheständler.
Wie geht es weiter? Und mit wem? Beim Umbruch im Nationalteam wird die Rolle der Weltmeister diskutiert. Einige wollen weitermachen, andere grübeln. Müller wundert die Frage. Und Kroos lässt erstmal alles offen.
Nach dem erstmaligen deutschen WM-Aus in der Vorrunde muss auch über Löws Zukunft als Chef diskutiert werden. Dass die Party vorbei ist, bevor sie richtig begonnen hat, ist verschmerzbar – falls die Strategen des deutschen Fußballs die Zeichen der Zeit erkennen und handeln. Ein Kommentar.
Zu wenig Zusammenspiel zwischen Özil und Reus, kein Leuchten von Müller – und ein Patzer von Kroos. Gegen Südkorea fehlte der deutschen Elf die Durchschlagskraft. Die Spieler in der Einzelkritik.
Sein Freistoß gegen Schweden war so präzise, als wäre er im Fußball-Labor berechnet worden. Wenn die Maschine abgestellt ist, verwandelt sich Toni Kroos wieder in den geerdeten Menschen, der kranken Kindern hilft.
„Heut gege Südkorea, mir müsse 2:0 gewinne, dann isch alles klar, und es wird alles paletti sei!“ Eigentlich schreibt Moritz Rinke bei dieser Fußball-WM an Wladimir Putin. Ausnahmsweise adressiert er seine Worte vor dem Spiel gegen Südkorea aber an die Bundeskanzlerin.
Schafft die DFB-Elf gegen Südkorea den Schritt in die K.O.-Phase? Eine gute Abwehrleistung wie die der österreichischen Polizei könnte helfen – oder zumindest deren Schauspieltalent. Was noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.
Noch schwebt die Gefahr der Blamage über dem Weltmeister. Doch Bundestrainer Löw spürt den „unbedingten Willen“ im Team, mit einem klaren Sieg gegen Südkorea das erste Etappenziel zu erreichen.
Das Rahn-Tor. Das Müller-Tor. Der Brehme-Elfer. Das Götze-Tor. Oder auch das Neuville-Tor. Alle diese Tore sind mit deutschen Sternstunden verbunden. Steht auch das Kunstwerk von Kroos in dieser Reihe?
Er ist der größte aller Spieler unserer Zeit, ein Spieler, wie ihn sich der Fußball nur wünschen kann. Trotzdem haben Millionen von Fans sich angewöhnt, ihn als Selbstdarsteller wahrzunehmen und ihn deswegen zu verachten.
Ein sang- und klangloses Vorrunden-Aus hätte bei den deutschen Fans kaum solche Emotionen hervorgerufen wie früher bei entscheidenden Niederlagen. Der DFB und das Team sollten sich fragen: Warum ist das so?
Der provozierende Jubel einiger Deutscher nach dem 2:1 von Toni Kroos bringt die schwedischen Verlierer richtig in Rage. Dazu kommen noch schlimme Beschimpfungen im Internet gegen einen Spieler.
Nach dem Sieg des DFB-Teams feiern die Nutzer den Siegtor-Schützen. Dabei schaltet sich auch Boris Becker mit einem selbstironischen Tweet ein. Kontrovers werden dagegen einige Gesten nach dem Abpfiff diskutiert.
In der fünften Minute der Nachspielzeit war es dann soweit: Toni Kroos schießt Deutschland zum 2:1 gegen Schweden und zahlreiche deutsche Fans in Ekstase.
Die ausländischen Medien sind beeindruckt vom deutschen 2:1-Erfolg über Schweden. Dabei geht es auch um die Widerstandsfähigkeit der DFB-Elf, insbesondere aber um einen „Meisterschuss“ in der letzten Minute.
Das späte Siegtor gegen Schweden erscheint wie eine Befreiung. Als die Mannschaft fast am Boden liegt und sich gegen das Ausscheiden wehrt, wächst sie den Deutschen wieder ans Herz.
Die Skandinavier leiden nicht nur unter dem späten Tor von Kroos. Nach dem Jubel der Deutschen kochen die Emotionen hoch. Vor allem zwei Schweden schimpfen. Aber auch Oliver Bierhoff hat etwas zu sagen.
Für einen Startelf-Einsatz hat es nicht gereicht: Ilkay Gündogan kommt gegen Schweden nach 30 Minuten für den verletzten Sebastian Rudy ins Team. Auch etwas anderes war erstaunlich – und erfreulich.
Der Bundestrainer setzt Özil und Khedira auf die Bank. Weil beide auch später nicht ins Spiel kommen, wirkt Löw entschlossen, diesen Weg weiterzugehen. Nun wird es spannend.
Der Mittelfeldspieler wird nach einigen Konzentrationslücken doch noch zum Matchwinner. Reus blüht auf. Gomez arbeitet, bleibt aber ohne Tor. Gündogan bringt nicht die erhoffte Kreativität. Zur fast schon tragischen Figur wird Rudy.
Das DFB-Team steht am Abgrund bei der WM. Doch nach Rückstand und Platzverweis drehen die Deutschen das Spiel gegen Schweden noch. Kroos zaubert einen Freistoß in der Nachspielzeit ins Tor.
Was für ein Spiel! Deutschland siegt noch in der 95. Minute. Kroos freut sich, dass sich andere nicht freuen können. Müller kommt nach der Partie eine Erkenntnis. Und Schwedens Trainer rüffelt die Deutschen.
Deutschland besiegt Schweden mit 2:1. Toni Kroos trifft in der letzten Minute der Nachspielzeit zum erlösenden Sieg. Die wichtigsten Szenen der Partie in Bildern.
Wende oder Ende? Joachim Löw braucht für das erste deutsche WM-Endspiel gegen Schweden einen besseren Plan und neue Leute. Auf Mats Hummels muss er wohl verzichten.
Einiges deutet darauf hin, dass die gealterten Wohlfühl-Weltmeister trotz des Fehlstarts gegen Mexiko in der Welt der Selbsttäuschung verharren wollen. Das könnte das vorzeitige WM-Aus bedeuten.
Der Weltmeister tappt in die mexikanische Falle und verliert zum Start der WM mit 0:1. Ob es nun zu einer deutlichen Korrektur kommen wird, bleibt die entscheidende Frage. Zweifel sind angebracht.
Es waren 90 Minuten, die man nicht oft erlebt. Am Ende schlichen die Deutschen zum WM-Auftakt geschlagen vom Platz. Beim 0:1 des Weltmeisters gegen Mexiko werden die Defizite in Löws Mannschaft schnell deutlich.