Die Sackgasse der Paralympics-Stars
Markus Rehm ist zu gut für die Paralympics: Die Konkurrenz hat keine Chance, aber bei Olympia zu starten, bleibt dem Weitspringer verwehrt. Längst nicht jeder Para-Sportler findet die Trennung schlecht.
In Paris zeigen Sportler wieder, wie viel mit einer Behinderung möglich ist. Sollten inspirierende Para-Athleten nicht besser bei Olympischen Spielen antreten? Es gibt gute Gründe, die dagegen sprechen.
Der Südafrikaner Oscar Pistorius machte 2012 Schlagzeilen, als er als erster behinderter Sportler mit Prothesen bei den regulären Olympischen Sommerspielen in London antrat und nicht bei den Paralympics.
Pistorius bei Olympia 2012
Oscar Pistorius wurde 1986 im südafrikanischen Johannesburg mit einer Fehlbildung der Wadenbeine geboren. Schon im Alter von elf Monaten wurden seine Beine unterhalb der Knie amputiert. Mit speziell angefertigten Fußprothesen wurde Pistorius zu einem der erfolgreichsten Leichtathleten bei den Paralympischen Spielen und gewann in Athen, Beijing und London jeweils olympisches Gold im Sprint. An den regulären Olympischen Spielen in Beijing durfte er jedoch nicht teilnehmen, da der IAAF in den Prothesen einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil sah – ein Urteil, das später aufgehoben wurde. Bei der Olympiade in London trat Pistorius mit der südafrikanischen 4x400m-Staffel an und erreichte den 8. Platz.
Der Tod von Reeva Steenkamp
Am 14. Februar 2013 wurde Pistorius' Freundin, das Model Reeva Steenkamp, mit tödlichen Schussverletzungen in seinem Haus in Pretoria aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Mordes gegen den Leichtathleten, der gegen Zahlung einer Kaution freigelassen wurde. Pistorius beteuert, dass er seine Freundin aus Versehen erschossen habe, weil er sie für einen Einbrecher gehalten habe.
Markus Rehm ist zu gut für die Paralympics: Die Konkurrenz hat keine Chance, aber bei Olympia zu starten, bleibt dem Weitspringer verwehrt. Längst nicht jeder Para-Sportler findet die Trennung schlecht.
Fast elf Jahre nach den tödlichen Schüssen auf seine damalige Freundin ist Oscar Pistorius offiziell am Freitagmorgen aus der Haft entlassen worden. Zu den Bewährungsauflagen für den früheren Spitzensportler zählt etwa der Verzicht auf Alkohol.
Knapp elf Jahre nach den tödlichen Schüssen auf seine Freundin Reeva Steenkamp wird der frühere südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius aus der Haft entlassen. Für den 37-Jährigen gelten strenge Bewährungsauflagen.
Der frühere Spitzensportler hatte 2013 seine Freundin getötet und war zu 13 Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Nun soll er in wenigen Wochen aus dem Gefängnis entlassen werden.
Das Sprinter-Duo Irmgard Bensusan und Johannes Floors beschert dem deutschen Team einen goldenen Abschluss bei der Para-WM.
Einen Antrag auf vorzeitige Entlassung hat das zuständige Gremium abgelehnt. Der frühere Spitzensportler habe nicht die erforderliche Mindesthaftzeit erfüllt.
Der Antrag auf vorzeitige Entlassung des ehemaligen Paralympioniken wurde vom zuständigen Gremium abgelehnt. Er war wegen Mordes an seiner Freundin zu mehr als 13 Jahren Haft verurteilt worden.
Der wegen Mordes an Reeva Steenkamp zu 13 Jahre Haft verurteilte ehemalige Paralympics-Star sprach im Rahmen eines Rehabilitierungsprogramms mit deren Eltern. Pistorius könnte demnächst auf Bewährung entlassen werden.
Laut einer britischen Untersuchung haben Athleten mit Prothesen in manchen Disziplinen keinen Vorteil gegenüber Sportlern mit „biologischen“ Beinen. Die Wissenschaftler plädieren für eine Zulassung.
Vor acht Jahren hatte Pistorius seine Freundin Reeva Steenkamp mit mehreren Schüssen getötet. Den Rest seiner Strafe darf der frühere Sprintstar womöglich auf Bewährung verbüßen – unter einer Bedingung.
Johannes Floors unterstreicht seinen Ruf als schnellster Mann auf zwei Prothesen. Irmgard Bensusan sprintet bei ihrem fünften Start bei den Paralympics zum fünften Mal zu Silber.
Blake Leeper setzt die Leichtathletik im Grenzbereich ihres Regelwerks unter Druck. Nun muss der Athlet nicht mehr beweisen, durch seine Prothese keinen Vorteil zu haben.
Zu sechs Jahren Haft war der ehemalige Sprinter Oscar Pistorius wegen Totschlags ursprünglich verurteilt worden. Der Staatsanwaltschaft war das zu milde. Nun korrigierte Südafrikas oberstes Berufungsgericht das Strafmaß erheblich nach oben.
Der Fall Oscar Pistorius geht in die dritte Runde, die Anklage hofft auf eine höhere Haftstrafe als die bisher verhängten sechs Jahre. Sie wirft dem südafrikanischen Sprinter fehlendes Bedauern vor.
Johannes Floors ließ sich freiwillig beide Beine amputierten. Bei der Para-WM der Leichtathleten holt der „Kronprinz von Oscar Pistorius“ drei Goldmedaillen – und setzt sich nun gleich zwei neue Ziele.
Mit 22 Jahren ist Johannes Floors Doppel-Weltmeister und damit einer der Stars der Para-Leichtathletik-WM. Der neue König der Prothesen-Sprinter blickt aber schon auf das nächste große Ziel.
Im Alter von 16 Jahren stand Johannes Floors vor der Entscheidung: im Rollstuhl sitzen oder die Beine abschneiden. Er entschied sich für die zweite Lösung und ist nun ein Weltmeister. Das kam so.
Die Leichtathleten Sebastian Dietz und Markus Rehm erweisen sich bei der Para-WM als zuverlässige Sieger. Und auch in der Pistorius-Klasse gewinnt ein Deutscher.
Er hat Oscar Pistorius hinter Gitter gebracht. Jetzt ist der berühmte südafrikanische Staatsanwalt Gerrie Nel überraschend zurückgetreten. Im Auftrag einer Bürgerrechtsorganisation nimmt er sich künftig besonders delikater Fälle an.
Sechs Jahre Gefängnis lautet das Urteil im Fall Pistorius. Dem südafrikanischen Staatsanwaltschaft ist das deutlich zu milde.
Oscar Pistorius muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Der frühere Spitzenathlet hatte am Valentinstag 2013 seine damalige Freundin Reeva Steenkamp erschossen. Doch der Prozess könnte noch weitergehen.
Vor Gericht hatte er geschwiegen. Jetzt hat sich der frühere Spitzensportler Oscar Pistorius zum Ärger des Staatsanwalts aber in einem unkritischen Fernsehinterview geäußert.
Der Prozess gegen Oscar Pistorius geht seinem Ende zu. Der Sportler soll seine Freundin erschossen haben. Für eine Strafmilderung lässt sich der Angeklagte sogar öffentlich demütigen.
Nachdem er durch die geschlossene Badezimmertür auf seine Freundin geschossen hatte, war Oscar Pistorius wegen Mordes verurteilt worden. Jetzt ist er mit einer Beschwerde gegen das Urteil gescheitert.
Bis ein Gericht das Strafmaß festgelegt hat, muss Oscar Pistorius trotz des Schuldspruchs wegen Mordes nicht ins Gefängnis. Sein Anwalt hat zudem angekündigt, den Fall vor das Verfassungsgericht bringen zu wollen.
Nun also doch: Das Berufungsgericht kassiert das Urteil der Vorinstanz und spricht Oscar Pistorius des Mordes schuldig. Dem Sportler drohen nun mindestens 15 Jahre Haft.
Der frühere Sprint-Star Oscar Pistorius muss abermals bangen. Die Staatsanwaltschaft will ihn doch noch wegen Totschlags verurteilt sehen. Darüber entscheidet nun ein Berufungsgericht.
Ein Jahr lang saß der wegen Totschlags verurteilte Südafrikaner in Haft. Nun ist der beinamputierte Ex-Athlet unter Auflagen draußen. Verurteilt worden war er zu fünf Jahren.
Oscar Pistorius kommt aus dem Gefängnis frei, bleibt aber unter Hausarrest. Schon im August sollte es so weit sein, doch der Justizminister sprach sein Veto aus.
Oscar Pistorius wird erst einmal nicht aus der Haft in den Hausarrest entlassen. Stattdessen ordnet eine Kommission eine Psychotherapie für den ehemaligen Sprinter an. Seine Familie reagiert empört.
Die zuständige Kommission hat die Entscheidung, ob Oscar Pistorius’ Haftstrafe in Hausarrest umgewandelt wird, vertagt. Der südafrikanische Sprintstar wird sich zwei weitere Wochen gedulden müssen.
Der ehemalige Paralympics-Star Oscar Pistorius darf das Gefängnis vorerst doch nicht verlassen. Auf Druck von Frauenrechtsgruppen wird die Entscheidung über seinen Freigang nochmal überprüft.
Der Fall Oscar Pistorius wird neu aufgerollt. Die Anklage plädiert auf Mord. Dennoch könnte der Sprintstar schon in diesem August aus dem Gefängnis kommen.
Oscar Pistorius muss sich in einem Berufungsprozess wegen Mordes verantworten. Die Richterin ließ den Antrag der Staatsanwaltschaft zu. Im ersten Verfahren war der frühere Sprintstar nur der fahrlässigen Tötung schuldig befunden worden.
Die Richterin Thokozile Masipa hat in Pretoria einem Berufungsantrag im Fall Pistorius stattgegeben. Der Sprintstar soll wegen Mordes verurteilt werden, fordert die Staatsanwaltschaft.
Es dauert noch einen weiteren Tag, bis Klarheit herrscht, ob Oscar Pistorius abermals vor Gericht muss. Die zuständige Richterin hat die Entscheidung, ob sie ein Berufungsverfahren zulässt, auf Mittwoch vertagt.