Preis der Panik
So ein Zufall: Fast zeitgleich zum Berliner Niedergang glänzt der ehemalige Hertha-Trainer mit der „Borussia Barcelona“. Die Berliner Krise ist hausgemacht.
So ein Zufall: Fast zeitgleich zum Berliner Niedergang glänzt der ehemalige Hertha-Trainer mit der „Borussia Barcelona“. Die Berliner Krise ist hausgemacht.
Real hängt Barcelona ab. Ballack fehlt Leverkusen lange. Hertha hält an Preetz fest. Dortmund verlängert noch einen Vertrag. Und Podolski muss spenden. Fußball kompakt am Montag.
„Die erste Halbzeit war die schlimmste, die ich je als Trainer erlebt habe“, sagte Skibbe nach dem 0:5 in Stuttgart. Eine schlimmere wird er so bald nicht erleiden müssen. Die Hertha-Fans verlangen Aufklärung von den Spielern.
Dortmund und Bayern leisten sich keine Ausrutscher. Gladbach führt Schalke vor. Babbels Hoffenheim-Einstand gelingt fast. Und Skibbes Hertha geht unter.
Vier Gegentore und ein Platzverweis binnen 18 Minuten: Viel schlechter kann sich eine Mannschaft kaum präsentieren. Trainer Skibbes Berliner Bilanz ist desaströs.
Wieder findet das DFB-Pokalfinale ohne die Hertha statt: Die Berliner unterliegen Mönchengladbach nach Verlängerung mit 0:2. Daems und Wendt treffen. Hubnik sieht Rot - und die Gastgeber hadern mit dem Schiedsrichter.
Drittes Spiel, dritte Niederlage: Hertha BSC rutscht immer tiefer in den Tabellenkeller. Gegen Hannover verlieren die Berliner mit 0:1. Abdellaoue trifft für 96, das im Jahr 2012 ohne Gegentor bleibt.
Vor dem Spiel gegen den HSV versucht es der neue Trainer mit Parolen - trotzdem verliert die Hertha 1:2. Das heißt: Keine Struktur, schlechte Bilanz - unzufriedene Zuschauer.
Zum Jubiläum gibt es ein Geschenk vom Gast: Nürnberg besiegt biedere Berliner zum Start in die Rückrunde 2:0 und verschafft sich Luft im Abstiegskampf. Skibbes Einstand misslingt gründlich.
Erwartungsgemäß ist Michael Skibbe neuer Trainer bei Hertha BSC. Kurz vor der Präsentation gehen die Berliner und der entlassene Markus Babbel öffentlich zum Schmuseton über.
Wie vergangene Saison muss der FC Bayern im DFB-Pokal in Stuttgart antreten. Kiel darf sich auf den Meister freuen. Und Berlin bekommt auf dem Weg Richtung Finale ein weiteres Heimspiel.
Die Hertha-Spieler lassen sich vom Trubel um die Entlassung von Trainer Babbel nicht ablenken. 3:1 siegen sie über Kaiserslautern - und hauchen dem Traum vom Finale im eigenen Stadion Leben ein.
Die an Peinlichkeiten nicht arme Bundesliga ist um eine Posse reicher. Beim Sturz von Trainer Babbel führen die Berliner Macher ein Lehrstück an Stillosigkeit auf: Klasse kann eben man nicht kaufen.
Hertha BSC und der DFB sind der Konkurrenz weit enteilt. Felix Magath hat an Boden verloren. Und Lahm und Löw sind im Kampf um die Peinlichkeit der Vorrunde chancenlos.
Der Machtkampf findet das erwartbare Ende: Markus Babbel ist nicht mehr Trainer von Hertha BSC. Die Protagonisten bezichtigen sich gegenseitig der Lüge. Babbels Nachfolger könnte ein alter Bekannter werden.
Hertha BSC Berlin diskutiert über die Zukunft von Trainer Babbel. Da wird das Unentscheiden bei der TSG Hoffenheim zur Nebensache. Das späte Tor bejubelt übrigens auch der Fußballlehrer.
Königsblau legt vor: Schalke gewinnt 2:1 in Berlin und ist vorerst Zweiter der Bundesliga - punktgleich mit den Bayern. Huntelaar und Pukki machen den Sieg über die Hertha perfekt.
Erst landet ein Flugkopfball des Herthaners Hubnik im eigenen Tor, dann gleicht Raffael für die Berliner aus. Aus den letzten fünf Spielen holten die Pfälzer damit nur drei Punkte.
Bayer Leverkusen lässt es in Berlin allzu gemütlich angehen und liegt schnell 0:2 zurück. Dann trifft Derdiyok drei Mal - doch auch das reicht nicht zum Sieg.
Stefan Reisinger schießt dei Tore, der Schiedsrichter gibt aber nur zwei. Der SC Freiburg und Hertha BSC trennen sich unentschieden.
Zwei Gladbacher freuen sich besonders über den 2:1-Sieg bei Hertha BSC. Trainer Favre feiert eine triumphale Rückkehr nach Berlin. Und Nationalspieler Reus schießt die Borussia alleine zum Sieg.
Der Gladbacher Marco Reus ist zum Objekt der Begierde geworden. Nicht nur der deutsche Branchenführer hat ein Auge auf den Jung-Nationalspieler der Borussia geworfen.
Nationaltorhüterin Nadine Angerer schickt Mainz zu Holstein Kiel. Hertha hat nach 14 Auswärtsspielen mal wieder Heimrecht. Und die Franken freuen sich auf ihr Derby.
Schalke überholt Dortmund. Mainz rutscht weiter ab. Hamburg gewinnt wieder nicht zu Hause. Und Podolski führt Köln zum Sieg. Der 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga.
Spielerisch überlegen und äußerst clever: Hertha BSC Berlin gewinnt durch einen späten Treffer von Pierre-Michel Lasogga völlig verdient 3:2 beim VfL Wolfsburg.
Die Bundesligaklubs lösen ihre Pokalaufgaben souverän. Holstein Kiel schafft die größte Überraschung der zweiten Runde. Wetklo wird zum Mainzer Helden.
Nach Jahrzehnten des Siechtums geht es bei Rot-Weiss Essen wieder bergauf. Sogar ein neues Stadion wird gebaut. Im DFB-Pokal gegen Hertha BSC aber herrscht noch morbider Charme.
Sterne- und Hertha-Koch Tim Raue über Currywurst in der Ostkurve, Heilbutt in der Berliner VIP-Lounge und Teamwork in der Küche.
Die Gäste umständlich, die Gastgeber ängstlich. Schon ein Eckstoß wird bejubelt: Berlin und Mainz enttäuschen gleichermaßen und trennen sich folgerichtig 0:0.
Im Vorjahr ging Mainz 05 als Tabellenführer in Spieltag zehn. Nun steht der Klub vor dem Auswärtsspiel in Berlin (15.30 Uhr) auf Rang 15. Trainer Thomas Tuchel macht aber eine eigene Rechnung auf.
Ein Bild wie in den 70er Jahren: Die Bayern führen die Tabelle an, dahinter folgt Mönchengladbach. Der 1. FC Köln rollt die Liga von hinten auf. Am Ende steht weiter der HSV - trotz des Triumphs in Freiburg.
Die Münchner sind nicht zu stoppen. Bayern gewinnt 4:0 und lassen die Berliner wie Pappkameraden aussehen. Trotzdem ist Ribéry sauer auf Gomez.
Abgestiegene, Abgeschobene und Abgeschriebene haben sich bei Hertha BSC zusammengefunden, um sich in der Bundesliga zu etablieren. An diesem Samstag (15.30 Uhr) treffen sie auf den FC Bayern.
Der Schwung der letzten Spiele wird den Kölnern genommen. Lasogga mit einem Doppelpack und Raffael mit einem Kunstschuss bringen Hertha schon in der ersten Halbzeit auf die Siegesstraße. Von Podolski und Co. ist nichts zu sehen.
Werder Bremen braucht 93 Minuten, um Hertha BSC zu besiegen. Dabei hatten die Berliner mit zwei unnötigen Platzverweisen viel getan, um sich selbst zu schwächen.
Wer vergessen hatte, welchen Weg Hertha BSC und der FC Augsburg hinter sich haben, wurde im Olympiastadion daran erinnert: Das Duell der Aufsteiger bietet Fußball auf Zweitliga-Niveau - in seinen besseren Momenten. Immerhin: Spannend war's.