Halb Matrix, halb Pariser Opéra
Jacken, die an Plastiksofas erinnern, und dazu eine Clownshose: Fußballstars sind inzwischen Hauptdarsteller einer skurrilen Modenschau. Deutschland scheint abgehängt in dieser Wertung. Eine Glosse.
Nach großem Kampf verliert Deutschland 0:1 gegen dominante Spanierinnen und verpasst den Einzug ins EM-Finale knapp. Erst kurz vor dem Ende der Verlängerung fällt der entscheidende Treffer.
Jacken, die an Plastiksofas erinnern, und dazu eine Clownshose: Fußballstars sind inzwischen Hauptdarsteller einer skurrilen Modenschau. Deutschland scheint abgehängt in dieser Wertung. Eine Glosse.
Für Theo Zwanziger endet der „Sommermärchen“-Prozess, er verlässt das Gericht als „glücklicher Mensch“. Danach sagt Günter Netzer aus – mit sprödem Charisma, aber ohne großen Erkenntnisgewinn.
Schnell und erfolgreich: Warum Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga 3:0 in Heidenheim gewinnt und die Fans wieder vom Europapokal träumen lässt.
Kein guter „Sommermärchen“-Prozesstag für den DFB: Die Führungskräfte von einst und jetzt fallen negativ auf. Wolfgang Niersbach gibt sich unbedarft, das Gericht kritisiert den heutigen Schatzmeister.
Reinhard Grindel, der frühere DFB-Präsident, trägt als Zeuge wenig zur Aufklärung des Vorwurfs der Steuerhinterziehung bei. Aber er berichtet über das damalige Binnenklima im größten Fußball-Verband der Welt.
Ein halbes Jahrhundert warten die deutschen Fußballfans nun schon auf einen Nachfolger, der wieder diese verführerische Mischung aus Leichtigkeit, Frechheit und Souveränität auf den Platz bringt: Günter Netzer zum achtzigsten Geburtstag.
1974 ist gewiss nicht der glanzvollste Jahrgang unter den deutschen Weltmeisterteams. Begeisterungsstürme bleiben aus. Doch an Mut und Entschlossenheit macht dieser Elf keine andere etwas vor.
Damals wie heute: der Rasen im Frankfurter Stadion ist ein Thema. Um die starken Polen vor 50 Jahren im Halbfinale 1:0 zu besiegen, brauchen die Deutschen auch Hilfe von oben.
Die WM-Spieler tragen Mähne, und Grabowski föhnt seine Haare angeblich in der Halbzeitpause. Bei der Regenschlacht gegen Schweden hätten es alle nötig gehabt.
Mitten in der laufenden Fußball-EM jährt sich ein legendäres Spiel aus einer legendären WM. Hamburg, 1974: Bundesrepublik gegen DDR. Vor dem Fernseher: Harald Stutte, neun Jahre alt, aus Leipzig.
Ein politisches Drama spielt sich ab, und die deutschen Teams legen los: Rädelsführer Breitner trifft zum 1:0 gegen Chile, ein Streich-Treffer und ein Eigentor reichen der DDR gegen Australien.
Der Eidgenosse Günter Netzer ziert sich vor einer Aussage beim Sommermärchen-Prozess in Frankfurt. Ihn schützen Schweizer Pass und Aufenthaltsort. Es sei denn, Netzer zöge es in die Heimat, zur EM.
Das Verfahren gegen den früheren DFB-Präsidenten Niersbach dürfte bald beendet sein.
Im „Sommermärchen“-Prozess dürfte das Verfahren für den früheren DFB-Präsidenten Niersbach bald beendet sein. Der Zeuge Netzer will sich dem Prozess entziehen.
Günter Netzer wird im „Sommermärchen“-Prozess voraussichtlich nicht als Zeuge aussagen. Er teilte dem Landgericht Frankfurt mit, nicht anreisen zu wollen.
Vor fast 20 Jahren hat Javier Cáceres zum ersten Mal einen Fußballer darum gebeten, sein schönstes Tor in ein Notizbuch zu zeichnen. Daraus erwuchs eine beeindruckende Sammlung. Ein Gespräch über Fußballerinnerungen mit Cáceres und Jürgen Kaube.
Eine Episode aus der Fußballgeschichte, ein Kapitel Zeitgeschichte: Ronald Rengs Buch „1974. Eine deutsche Begegnung“ erzählt von Schauspielern, Terroristen, Politikern und Männern mit orange-braunen Krawatten zu gelben Hemden.
Der Weltoffenheitsmeistermacher: An dem Tag, an dem sein Tod bekannt wird, zeigt die ARD eine Dokumentation über die Karriere von Franz Beckenbauer.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Seit Mehmet Scholl die ARD verlassen hat, langweilen ehemalige Spieler im öffentlich-rechtlichen Fernsehen das Publikum. Pläne für eine DFB-Karriere machen sie vorsichtig. Es gibt Hoffnung, dass es bei den Frauen besser läuft.
„Ich spiel’ dann jetzt.“ Vier Worte und ein deutscher Fußballmythos: Wie Günter Netzer das Pokalfinale zwischen Gladbach und Köln vor 50 Jahren zu seiner Geschichte machte.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in ihren 999 Länderspielen die Nation auf eine Weltreise mitgenommen, die auch eine Reise in deutsche Befindlichkeiten darstellte. Erinnerungen an Meilensteine vor dem 1000. Spiel.
Vor 50 Jahren führten Franz Beckenbauer und Günter Netzer die Nationalelf zum 3:1 in Wembley. Es war der erste deutsche Sieg in Englands Fußball-Heiligtum – weil der Bundestrainer sie gewähren ließ.
Weltmeister, DFB-Pokal-Sieger, Idol: Jürgen Grabowski zählt zu den größten Persönlichkeiten, die je für Eintracht Frankfurt gespielt haben. Im Alter von 77 Jahren ist er gestorben. Ein Nachruf.
Berti Vogts ist als Spieler wie als Trainer stets kämpferisch und unbeugsam aufgetreten. Nun wird der frühere Welt- und Europameister 75 Jahre alt. Von Altersmilde ist er weit entfernt.
Ob als Häppchen für Zwischendurch oder als langanhaltender Genuss: Mit „Fußball-Blues“ liefert Autor Günter Ortmann eine besondere Liebeserklärung an den schönen Sport. Wortgewaltig und witzig.
Tempogeladene Spiele und ein fulminanter Saisonstart in der Basketball-Bundesliga machen Lust auf mehr. Dieses „Rauf-und-runter“ führt zu Fehlern, die in Kauf genommen werden für das Spektakel.
Eckhard Henscheid hat am selben Tag Geburtstag wie Günter Netzer, fühlt sich aber dessen Frankfurter Gegenspieler Bernd Hölzenbein stärker verbunden. Warum? Ein Fußballrätsel zum Achtzigsten des Schriftstellers.
Mieses Wetter, mieses Spiel, miese Kritiken: Als die Fußball-Nationalelf zuletzt in Reykjavik spielt, geht erst nach dem 0:0 die Post ab. Teamchef Völler wird zum Wüterich – vertont gar in einem Song.
Eine unvergessliche Erscheinung intellektueller Konsequenz: Der Literaturwissenschaftler und Essayist Karl Heinz Bohrer ist in London gestorben.
Günter Netzer und die Engel im Himmel, Ernst Happel als Beethoven in der Endphase: Oskar Becks Buch erzählt besondere Geschichten zum Sport. Es ist unterhaltsam und sorgt für den Aha-Effekt.
Von Rebellionen auf und neben dem Platz: In „71/72. Die Saison der Träumer“ zeichnet Bernd-M. Beyer ein großartiges Porträt einer aufmüpfigen Gesellschaft. Und um Fußball geht es auch.
„Bad Beuys go Africa“: Nachdem das Künstlerkollektiv „Frankfurter Hauptschule“ eine Skulptur von Joseph Beuys aus einer Ausstellung in Oberhausen entwendet hat, fragt man sich, ob die deutsche Aktionskunst noch an ihrem Platz ist.
Nach dem ersten Auftritt von Bastian Schweinsteiger als TV-Experte äußert sich nun auch Günter Netzer. Die Fußball-Ikone findet lobende Worte, sieht aber auch Verbesserungspotential.
Beim DFB-Pokalsieg des FC Bayern hat Bastian Schweinsteiger seinen ersten Einsatz als ARD-Fußballexperte. Es ist eine gelungene Premiere. Dazu trägt auch einer dieser besonderen Thomas-Müller-Momente bei.
Am 30. April 1970 erlebt Borussia Mönchengladbach die erste Sternstunde. Mit dem Meistertitel beginnt auf den Tag vor 50 Jahren ein großes Fußball-Jahrzehnt. Eine solche Geschichte wird es im deutschen Fußball nicht noch einmal geben.