Der Geburtsfehler der Frauenfußball-WM
Das 10:0 des deutschen Nationalteams zum Auftakt der Frauenfußball-WM in Kanada löst eine Qualitätsdebatte aus. Die Fifa ist selbst verantwortlich für die Diskussion. Die Aufstockung auf 24 Teams kam zu früh.
Das 10:0 des deutschen Nationalteams zum Auftakt der Frauenfußball-WM in Kanada löst eine Qualitätsdebatte aus. Die Fifa ist selbst verantwortlich für die Diskussion. Die Aufstockung auf 24 Teams kam zu früh.
Seit 2005 ist Silvia Neid Trainerin der deutschen Fußballfrauen. Im nächsten Jahr hört sie auf. Ein Gespräch über die Fußball-WM in Kanada, den „diskriminierenden“ Kunstrasen und den Geist des DFB-Teams.
Neue Dokumente bringen den früheren Vizepräsidenten Warner in Bedrängnis. Und Fifa-Interimschef Scala erklärt, unter welchen Bedingungen die WM-Vergaben an Russland und Qatar hinfällig wären.
Adidas-Chef Hainer müsse prüfen, ob die Verträge mit der Fifa gekündigt werden könnten, fordert der Vorsitzende der Institutioneller Privatanleger, Buhlmann. Der einflussreiche Investoren-Vertreter hält eine Zusammenarbeit mit einem offensichtlich korrupten Verband für untragbar.
Dass der Fußball-Weltverband ein korrupter Verein ist, gilt schon lange als offenes Geheimnis. Erst dank der amerikanischen Ermittlungen gegen die Fifa wird die Welt zu einem sehr viel besseren Ort. Wieder einmal.
Im Fifa-Skandal ist inzwischen jede WM-Vergabe der vergangenen Jahre verdächtig – nur bei der WM 2006 soll alles korrekt abgelaufen sein. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung fordern Politiker nun einer Untersuchung.
Neue Vorwürfe gegen den früheren Vizepräsidenten des Fußball-Weltverbandes: Weil Jack Warner Ägypten bei der Wahl für die Ausrichtung der WM 2010 helfen sollte, soll der frühere Fifa-Spitzenfunktionär mehrere Millionen Dollar als Gegenleistung verlangt haben.
Es brennt in Zürich: Joseph Blatter von Anti-Mafia-Gesetz bedroht, die Amerikaner könnten die Konten einfrieren lassen, an der Spitze droht ein hässlicher Machtkampf. Eine gute Nachricht gibt es aber doch für die Fifa-Garde.
Der Herausforderer aus Qatar ließ Umschläge mit Bargeld verteilen, doch am Ende gewann Joseph Blatter den Machtkampf um die Spitze des Weltfußballs. Interne Fifa-Protokolle zeigen nun: Blatter wusste, was gespielt wurde – und er wurde mit Samthandschuhen angefasst.
2010 traten Argentinien und Brasilien zu einem Test in Doha an. Für die Austragung soll Qatar weit über Marktpreis gezahlt haben. Wenig später bekam das Land den WM-Zuschlag. Nun wird ermittelt.
Im Fifa-Skandal wird auch über die WM 2006 diskutiert. DFB-Chef Niersbach widerspricht Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe deutlich. Derweil bekommt der scheidende Fifa-Präsident Blatter Unterstützung von einem einstigen Gegenkandidaten.
Im Fifa-Skandal werden die Baustellen des Weltverbandes sichtbar. Notwendig ist vor allem eine Amtszeitbegrenzung für Funktionäre. Und noch mehr. Eine Analyse.
Wie geht es nach dem angekündigten Rücktritt von Joseph Blatter weiter? Wer übernimmt die Macht? Auch der DFB sucht seine Rolle. Bei genauem Blick wird deutlich, wie abhängig er vom Weltverband ist.
Weil sich der irische Fußballverband um die Qualifikation zur WM 2010 betrogen fühlte, erhielten die Iren von der Fifa eine Zahlung von fünf Millionen Dollar. Der Weltverband hat für den Geldtransfer eine eigene Begründung – welcher die Iren nun widersprochen haben.
Immer wieder gibt es im Fifa-Skandal neue Entwicklungen. Doch nicht alles ist offiziell belegt und damit sicher. Was ist Fakt? Was ein Indiz? Und was einfach nur Spekulation? Ein Überblick.
Der Fifa-Skandal wirft viele Fragen auf: Was bedeuten die Aussagen von Blazer und Warner? Was wird aus der WM in Russland und Qatar? Warum verkündet Blatter seinen Rückzug? Wer wird Nachfolger? Die Antworten – Stand jetzt.
Jack Warner verließ die Fifa wegen eines Korruptionsskandals. Nach dem Geständnis von FBI-Kronzeuge Chuck Blazer meldet er sich nun zu Wort. Seine Warnungen an Joseph Blatter sind wirr – und könnten doch zu einer Bedrohung werden.
Es war ein Schlüsselmoment während der Ermittlungen, die zum Rückzug von Fifa-Chef Blatter führten: Vor einem Richter in New York macht Funktionär Chuck Blazer reinen Tisch. Das Protokoll liefert Hinweise darauf, was noch folgen könnte.
Bei der Vergabe der Fußball-WM nach Frankreich und Südafrika sollen das ehemalige Fifa-Vorstandsmitglied Chuck Blazer und mehrere seiner Kollegen Bestechungsgelder angenommen haben. Blazer sagte aus, in zehn Fällen korrumpiert worden zu sein.
Nach dem Rücktritt von Präsident Joseph Blatter will sich die Fifa neu ordnen. Der bisher kaum bekannte Domenico Scala rückt dabei in den Mittelpunkt. Er fiel zuvor nur einmal öffentlich auf – als er sich mit dem DFB anlegte.
Nach dem Rücktritt von Fifa-Präsident Joseph Blatter wird über die Möglichkeit einer WM-Neuvergabe der umstrittenen Turniere an Russland und Qatar debattiert. Was muss passieren, damit es eine neue Ausschreibung gibt?
In der Debatte um die Nachfolge von Joseph Blatter bringt der frühere Fifa-Reformbeauftragte Mark Pieth gegenüber FAZ.NET eine überraschende Variante ins Spiel. Und er erklärt, warum Michel Platini gar keine gute Wahl wäre.
1975 startete Joseph Blatters Karriere beim Fußball-Weltverband. Ob er damals ahnte, was in den nächsten 40 Jahren passieren würde? FAZ.NET zeigt die besten Bilder aus der Welt des Joseph Blatter.
Die BBC gerät wegen WM-Ausstrahlungsrechten unter Druck: Fließen die Gebührengelder etwa in die Vetternwirtschaft des Fußballverbandes?
Nach dem Rücktritt von Fifa-Präsident Joseph Blatter läuft die Debatte um die Kandidaten für einen Nachfolger. DFB-Chef Wolfgang Niersbach hat einen Favoriten und plädiert für eine schnelle Wahl. Die Uefa aber sagt eine Sondersitzung kurzfristig ab.
Der König ist tot, es lebe der König: Kaum hat Blatter als Fifa-Präsident seinen Rücktritt erklärt, werden mögliche Nachfolger in Position gebracht. Einen wirklichen Neuanfang würden nur wenige bedeuten.
Kommentatoren aller Länder sprechen nach Blatters Rücktritt von einem längst überfälligen Schritt. Doch was kommt danach? Der Schweizer Tages-Anzeiger trifft den Punkt: „Nun geht der 79-Jährige, das System aber bleibt.“
Seitdem sie die Anklagen gegen ranghohe Fifa-Funktionäre durchgesetzt hat, ist Amerikas neue Justizministerin Loretta Lynch im globalen Fokus der Öffentlichkeit. Im F.A.Z.-Interview spricht sie über Korruption im Weltfußball, Polizeigewalt in Amerika und die Todesstrafe für den Boston-Attentäter.
Von Adidas bis Coca-Cola: Die Partner des Fußballverbandes FIFA begrüßen den Wechsel an der Spitze. Und finden dafür auffallend ähnliche Worte.
Nach einer langen Absatzflaute in Amerika hat Volkswagen seine Verkäufe wieder stark ankurbeln können, im Tarifstreit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi ein eigenes Angebot vorgelegt und Nestle USA reduziert Salz bei Pizza und Snacks.
Falls Joseph Blatter sich mit seinem angekündigten Rückzug von der Fifa-Spitze Luft verschaffen wollte, wird es dennoch eng. Die amerikanischen Fahnder ziehen die Schlinge enger, Sponsoren rücken ab. Die größte Gefahr könnte von einem engen Vertrauten drohen.
Der Rückzug des Fifa-Präsidenten wurde allgemein begrüßt. Nur sollte man seine Rücktrittserklärung genau lesen. Blatter erweist sich als Taktiker, auf den sogar Napoleon neidisch wäre.
Fifa-Präsident Joseph Blatter überrascht mit seinem Rücktritt. Spätestens im März 2016 soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung einen Nachfolger wählen. Der Druck der amerikanischen Justiz wurde zu groß. Am Mittwoch werden neue Enthüllungen erwartet.
Es war die amerikanische Justiz, die Blatter zum Rücktritt zwang. Nun muss unter den schwachen Funktionären jemand gefunden werden, der nicht Eitelkeit und Eigennutz frönt, sondern sich in den Dienst der Sache stellt.
Neun Tage, die die Fußball-Welt nicht vergessen wird: Es fing verhalten an, spitzte sich dramatisch zu und schien fast schon wieder ein bisschen abzuebben. Doch dann erklärt Joseph Blatter seinen Rücktritt als Fifa-Chef. Ein Rückblick.