Die sterilen Spiele von Tokio
Vorhang auf im komplett überwachten Tokio: Wird das Coronavirus der dominante Olympiasieger werden – oder wird vielleicht doch ein überragender Sportler diesen Spielen seinen Stempel aufdrücken können?
Vorhang auf im komplett überwachten Tokio: Wird das Coronavirus der dominante Olympiasieger werden – oder wird vielleicht doch ein überragender Sportler diesen Spielen seinen Stempel aufdrücken können?
Im Turnen gibt es eine bundesweite Debatte. Ulla Koch spricht im Interview über den Unterschied zwischen Druck und Drill, die Tücken des Sportfördersystems, die Rolle der Eltern und überhörte Signale.
Tauberbischofsheimer Appendix: Thomas Bach lässt das olympische Motto verlängern. In Tokio scheint sich der IOC-Präsident bereits vor dem Start am Ziel zu fühlen.
Das IOC feiert sich in Tokio in einem Werbefilm mit Riefenstahl-Bildern und einer Holocaust-Überlebenden, deren Familienschicksal mit keiner Silbe erwähnt wird. Es ist ein entgrenzender Tabubruch.
Keine Amateure mehr: Lange durften sich College-Athleten in den Vereinigten Staaten nicht selbst vermarkten, eine neue Regel ermöglicht das nun. Für manche bedeutet das das große Geld – für andere nicht.
Die entscheidende Qualifikation für die Spiele in Tokio gewinnt Turnerin Sarah Voss. Es ist der Lohn für ihre Mühen nach einem vielschichtigen Kampf gegen die Corona-Pandemie.
Jeden Tag schuftet Lisa Zimmermann in der Kunstturnhalle. Ihr Sprung an die Spitze kommt unerwartet. Doch Olympia muss warten – der linke Fuß bereitet Schmerzen, und wieder steht eine Operation an.
Auf der großen Bühne von ARD und ZDF suchen Sportarten in Deutschland ihre Besten. Die Finals funktionieren für unbekannte Athleten. Und für Zuschauer? Unsere Autorin hat eingeschaltet.
Nach langer Pause turnt Pauline Schäfer wieder. Zuletzt brachte sie die Debatte um missbräuchliche Trainingspraktiken in Deutschland ins Rollen. Nach dem Comeback ist sie wieder „back in business“.
Auch wenn Simone Biles sich ärgert: Der Weltverband der Turner will keinen Anreiz für halsbrecherische Risiken geben. Schon einmal wurde eine sowjetische Turnerin zum Opfer der Goldgier – ihr Schicksal bleibt eine Warnung.
Kerstin Holze ist Kinderärztin und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderturn-Stiftung. Sie warnt im Interview davor, dass Bewegungsmangel die gesunde körperliche und geistige Entwicklung gefährdet.
Vorgeschmack auf Olympia: Turnerin Simone Biles zelebriert einen Sprung, der zuvor noch keiner Frau gelungen ist. Die Maßstäbe des Frauenturnens hat sie aber schon vor ihrer jüngsten Großtat gesprengt.
Mit dem Tragen eines Ganzkörperanzuges beim Wettkampf setzte die 21-Jährige jüngst ein Zeichen in ihrem Sport. Derzeit trainiert sie für die Olympischen Spiele in Tokio.
Nachdem der Chemnitzer Trainerin Schikane vorgeworfen wurde, wird sie vom Olympiastützpunkt entlassen. Frehse bestreitet die Anschuldigungen und will gegen die Kündigung vorgehen.
Simone Biles ist die „beste Turnerin der Welt“. Die 24-Jährige will ihre Stimme erheben und Vorbild für junge Frauen sein – dafür kehrt sie sogar Nike den Rücken.
Andreas Toba gewinnt bei der Turn-Europameisterschaft Silber am Reck, Lukas Dauser Bronze am Barren. Für den einen eine ganz neue Erfahrung, für den anderen Folge einer Veränderung.
Zum Auftakt der Einzel-Finals bei der Turn-EM in Basel bleibt der deutschen Mannschaft eine Medaille versagt. Elisabeth Seitz stürzt am Stufenbarren – und ist geknickt.
Elisabeth Seitz belegt bei der Turn-EM in Basel einen hervorragenden fünften Platz. Ihre Vereinskollegin Kim Bui erkämpft sich Rang sieben. Beide treten im Ganzkörperanzug an.
Sendet Sarah Voss mit ihrem Turnanzug eine Botschaft gegen Sexualisierung? Dem Deutschen Turner-Bund passt die Deutung ins Konzept.
Turnerin Sarah Voss trägt bei der EM „froh und stolz“ einen Ganzkörperanzug. Sie will Vorbild sein und zeigen, dass mehr Stoff und Sich-Wohlfühlen auch mit Ästhetik zusammenhängen kann.
Die deutschen Turnerinnen fühlten sich durch ihre Wettkampfkleidung oft sexualisiert. Bei der EM in Basel treten sie deshalb im Ganzkörperanzug an. Sie hoffen auf einen Kulturwandel.
Drill, provozierte Essstörungen, Abhängigkeit vom Trainer: Alltag im Turnen? Athletensprecherin Kim Bui hat im großen Interview Vorschläge für einen Sport ohne psychische Gewalt.
Sie hat Angst vor dem Training, traut sich nicht mehr zu essen: Als Kind erlebt Anne Severin psychischen Druck im Turnverein. Heute fragt sie sich: Muss das sein? Ein Protokoll.
Dem früheren Turntrainer John Geddert wurden sexueller Missbrauch und Menschenhandel vorgeworfen. Kurz nach Erhebung der Anklage wird die Leiche des 63 Jahre alten Amerikaners gefunden.
Turnstar Simone Biles machte vor drei Jahren öffentlich, dass sie wie viele andere Sportlerinnen als Teenager durch den Teamarzt sexuell missbraucht worden sind. Nun beklagt sie die immer noch vielen unbeantworteten Fragen.
Der Paukenschlag aus Frankfurt war laut. Vielleicht kam er zu früh. Die Entlassungsforderung des Deutschen Turner-Bundes wegen des Verdachts psychischer Gewalt stößt in Chemnitz auf Unmut und Widerstand.
Lange wurde das Frauenturnen von Weißen dominiert. Noch immer gibt es die alten Rollenbilder. Nia Dennis will ihre Sportart davon nun befreien. Ein besonderer Auftritt fasziniert viele Millionen Menschen. Er ist ein Aufschrei.
Nach Vorwürfen gegen eine Trainerin im Olympiastützpunkt Sachsen stellt der Deutschen Turner-Bund „schwerwiegende Pflichtverletzungen“ fest. Nun äußern Eltern ihren Unmut über die Aufarbeitung der Vorkommnisse.
Mehrere Turnerinnen erheben Vorwürfe gegen eine Trainerin. Diese sind nun untersucht worden, der Verband legt eine Stellungnahme ab. Doch darin gibt es eine große Leerstelle.
Nach der Untersuchung der Vorwürfe von Spitzen-Turnerinnen hält der Verband „schwerwiegende Pflichtverletzungen“ einer Trainerin am Olympia-Stützpunkt Sachsen für erwiesen. Das soll nun Folgen haben – weit über diesen Fall hinaus.
„Für viele Betroffene unglaublich wichtig“: Anne Drescher spricht im Interview über den von einer früheren Turnerin durchgesetzten Rehabilitierungsanspruch wegen der Folgeschäden des DDR-Dopings.
Weil sie eine andere Identität annahm, überlebte Ágnes Keleti den Holocaust und gewann mit mehr als 30 Jahren noch fünfmal olympisches Gold im Turnen. An diesem Samstag wird „Piroska“ 100 Jahre alt.
Kontrolle, Erniedrigung, Bestrafung: Es sind weltweit beschriebene Methoden im Training der Kunstturnerinnen. Nur ein Kulturwandel kann helfen. Denn die Missstände sind viele und reichen tief, wie ein genauer Blick auf den Sport zeigt.
Weltmeisterin Pauline Schäfer und fünf weitere Turnerinnen beschuldigen eine Trainerin, Psychoterror ausgeübt zu haben. Der Verband stellt nun ein Team zusammen, um den Sachverhalt zu klären.
Die frühere Weltmeisterin Pauline Schäfer und fünf weitere Spitzenturnerinnen erheben schwere Vorwürfe gegen eine Trainerin vom Olympiastützpunkt Chemnitz. Die Sportlerinnen sollen körperlich und psychisch misshandelt worden sein.
„Haltet den Mund und dribbelt“: Amerikas Athleten aber lassen sich den Mund nicht mehr verbieten. Egal, was traditionelle Fernsehkonsumenten bevorzugen. Alles ist Sport – und eine brisante Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten.